Samstag, 27. November 2021

The names have been changed to protect the innocent

 

Matthias Eberling. Was für ein langweiliger Name. Matthias ist einer dieser Sechziger-Jahre-Vornamen von der Stange. Als die Jungs nicht mehr Wilhelm und Hermann heißen durften und noch nicht Kevin und Thorben. Eberling. Das männliche Schwein. Und was soll das Ling? Ist damit jemand gemeint, der einem Eber ähnlich ist?

Ich brauche einen Künstlernamen. Matthias Presley. Oder Elvis Eberling. Ringelmatz. Tiger Wutz. Aber dazu müsste ich erstmal Künstler werden. In Berlin sitzen Rapper am Steuer eines Taxis und Schauspieler servieren dir das Weizenbier. Da sind alle Künstler. Wenn du in Berlin nicht irgendwas mit Malerei, Theater oder Musik machst, schauen dich die Leute schräg an.

Aber im Hunsrück ist das nicht so einfach. Hier fände ich es cool, wenn die Leute mich Big Earl nennen würden. Ich trage eine Fellmütze mit Ohrenklappen, ein rotkariertes Holzfällerhemd und Hosenträger, dazu tonnenschwere klobige Schuhe. Dann steige ich in meinen Pick-Up und fahre durch den Soonwald. „Da kommt Big Earl“, rufen die Leute und winken mir begeistert zu.


P.S.: Häuptling zunehmender Mond wäre auch schön, ist aber zu lang.

U-Turn by Big Earl and the Sexual Biscuits - YouTube



2 Kommentare:

  1. Earl und kariertes Holzfällerhemd geht aber nur mit "NICHT DIE MAMA!". Möchtest du wirklich bei jeder Gelegenheit eine Bratpfanne oder einen Topf auf den Kopf geschlagen bekommen? Ich stelle mir gerade den Mob vor, der dem Pick Up begeistert "NICHT DIE MAMA!" schreiend und Bratpfannen und Töpfe schwingend hinterher rennt.

    https://www.youtube.com/watch?v=UIG_NQqwdkc

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