Mittwoch, 1. September 2021

Mit diesem Trick sind Ihre Badezimmerfliesen wieder wie neu


Blogstuff 624

“All the money you made will never buy back your soul.” (Bob Dylan: Masters of War)

Viele Länder feiern ihren Unabhängigkeitstag, wir haben einen Abhängigkeitstag. Andere Staaten haben Deutschland geteilt, erst mit ihrer Zustimmung wurden beide Hälften 1990 wieder zusammengefügt. Deswegen mag niemand den 3. Oktober.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten nur dreißig Sekunden Zeit, um Ihre Wohnung zu verlassen. Und dann stehen Sie vor Ihrer Hausbar und wissen nicht, was Sie mitnehmen sollen.

Wir müssen die Verkehrspolitik radikal erneuern. Ich sage: fünfzig PS pro Haushaltsmitglied. Dann kriegen die Leute auch wieder mehr Kinder.

Wie stolz die Heimwerker auf ihre Selbständigkeit sind. Toll, Manfred, du hast das Regal selbst gebaut. Dann bist du also nicht mehr von Möbelhäusern abhängig, sondern von Baumärkten. Großartig, Jutta, eine selbstgetöpferte Müslischale. Dann bist du ja nicht mehr vom Kaufhaus abhängig, sondern vom Bastelladen.

„Fremde Herde Ost“ heißt die neue Rubrik bei Bonetti Media, in der es um sämtliche östliche Esskulturen von Polen über Indien bis Japan gehen soll.

Wie hieß Karl der Große eigentlich mit Nachnamen?

Was ist das Gegenteil von Materie? Antimaterie? Was ist das Gegenteil der Stadt? Die Antistadt. Jede Stadt hat eine Antistadt, die genau umgekehrt funktioniert. Wir bringen dort unseren Müll hin, aus dem wieder neue Waren werden. Die Antistadt macht aus unserem Dreck Gold und aus unserer Scheiße frische Bratwürste. Das muss man nur noch erfinden. Ich denke da an Gentechnik und Kernfusion. Eine geniale Idee! Ich muss sofort Christian Lindner anrufen.

Früher hatte die Arbeit ein Ende. Der Steinzeitmensch ging auf die Jagd. War er erfolgreich, hatte er für Tage genug zu essen. Fleisch konnte man nicht lagern, niemand konnte Vorräte anlegen (Ausnahme: langweilige Körner und Nüsse). Der Bauer hatte ein gewisses Quantum Arbeit auf dem Feld oder im Stall. War die Arbeit erledigt, hatte man Feierabend. Im Winter musste man nur das Vieh versorgen. Die Arbeit des modernen Menschen nimmt kein Ende. Ein Fließband voller Aufgaben, das nie stillsteht. Das erschöpft ihn. Dafür wurde der Mensch nicht gemacht.

Ich habe gerade „Stadt der Verdammten“ (auch als „Das Experiment“ bekannt) von Arkadi und Boris Strugazki gelesen. Einer der besten SF-Romane, die ich seit vielen Jahren gelesen habe. Philosophie statt Raumschiffe, sehr anregend. Ich habe lange nicht mehr so intensiv über grundsätzliche Fragen nachgedacht – obwohl die Strugazki-Brüder keine Antworten geben, sondern angenehm zurückhaltend bleiben. Dagegen ist der ganze Star-Wars-Rotz und Star-Trek-Kitsch, wo es immer nur kracht und zischt, Zeitverschwendung. Zerstreuung für zerstreute Menschen.  

Das Experiment (Strugazki) – Wikipedia

Manfred Mann - Pretty Flamingo - YouTube



"Hallo, liebe Kinder! Ich bin der Schluss-mit-lustig-Peter. Habt ihr Fragen?“

7 Kommentare:

  1. »Wie hieß Karl der Große eigentlich mit Nachnamen?«

    »Familiennamen im heutigen Sinne haben sich aus Beinamen entwickelt, die zunächst nur an individuelle Personen vergeben waren, aber noch nicht an nachfolgende Personen weitergegeben wurden. Im 9. Jahrhundert wurde erstmals in Venedig ein Beiname vererbt. Diese Sitte breitete sich von dort aus im 10. Jahrhundert nach Norditalien und Südfrankreich aus. Im 11. Jahrhundert gelangte der Gebrauch nach Katalonien und Nordfrankreich, im 12. Jahrhundert nach England und in das Gebiet der Schweiz.«
    Aus »Wikipedia für Besserwisser«

    Da sich die meisten Familiennamen aus einer Berufs- oder Amtsbezeichnung ableiten, gerne auch von Eigenschaften der Person, könnte man – so Karl der Große (1,84m) 200, 300 Jahre später gestorben wäre – von „Groß“ als Familiennamen ausgehen.

    Einen schönen Tag noch, LG, Pantoufle

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    1. Ein Eberling war vermutlich ein Schweinezüchter. Dachte ich mir schon. Mein Vater ist noch auf einem Bauernhof aufgewachsen und alle seine Vorfahren waren Bauern. Mit Schweinen.

      Herzliche Grüße aus Schweppenhausen, Kollege!

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  2. Welttag des Briefschreibens 2021
    1. September 2021 in der Welt

    Am 01. September 2021 ist Welttag des Briefschreibens. Der besser unter dem englischen Titel World Letter Writing Day bekannte Welttag hat sich handschriftlichen Briefen verschrieben.
    Dieser Text wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

    Bin beschäftigt... ✍️ 👍 😎

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    1. Ich hätte mich über einen handschriftlichen Kommentar von dir gefreut ;o)

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  3. Unterdessen wird in Wellbrocks Kloakenkolumne über totalitäre Apartheid in Hamburg nach dem nationalsozialistischen Untergrund gerufen. Das muss man sich mal vorstellen; aus den ehemaligen "Spiegelfechter" und "ad sinistram" wurde eine totale Arschkrampensuhle! Es ist erschütternd!!!

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    1. Ich finde 2G sehr gut. Dann wird man von diesen Querdenkern nicht im Restaurant belästigt. Bitte auch bei der DB einführen ;o)

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    2. Dafür ist die andere Hälfte des Spiegelfechter
      jetzt eine sozialdemokratische Kloakenschmiede.
      Die Berufsbedenkenträger sind mir alle unheimlich.
      Ständig diese verkackte Aufgeregtheit. Hau me ab damit !

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