Montag, 9. August 2021

Verschwörung im Westerwald-Express

 

Blogstuff 618

„Die waldgermanischen Bewohner des Bratwurstgürtels sehnen sich danach, von einem selbstgefälligen konservativen alten Sack belogen, beschissen und für dumm verkauft zu werden. Das entspricht nun mal am ehesten ihrem Naturell und ihren Traditionen.“ (Ardubancel Quazanga)

Der einzige Vorteil von Corona ist ja, dass man als depressiver Mensch ohne Kraft, ohne Motivation und ohne Lust, überhaupt das Haus zu verlassen, plötzlich als Idealtypus der Gesellschaft gilt. Was ist nach Corona?

Wussten Sie, dass der Begriff "shvartze" in den USA ein abwertender jiddischer Begriff für Schwarze ist? Der gerade verstorbene Comedian Jackie Mason hat Obama mal so bezeichnet. Es bleibt kompliziert. Vielleicht lassen wir das mit den Farben und nennen die Leute einfach bei ihrem Namen.

Ich habe einen Porzellanleoparden in Lebensgröße im Wohnzimmer. Noch Fragen?

Bis ins Grab steht dir die Scheiße bis zum Hals. Da machst du nix. Frauen reden drüber, Männer saufen.

„Auf die Schnelle, auf die Schnelle / Machste hier 'ne Riesenwelle“. Tic Tac Toe zum Thema Delta-Variante.

Die einen bekommen ihr Leben lang Puderzucker in den Arsch geblasen, bei den anderen ist es Ahoi-Brause.

Kann sich noch jemand an Hoimar von Ditfurth erinnern? „So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen. Es ist soweit“ war 1985 ein Beststeller. Kurz zusammengefasst, schreibt er, die Menschheit gehe den Bach hinunter, weil sie ihr Verhalten nicht ändern kann. 36 Jahre später bekommen wir einen Kanzler, der ganz überrascht ist, dass „aus irgendeinem Grund (…) das Klimathema plötzlich ein weltweites Thema geworden“ ist.

Schwaben nörgeln immer gerne, dass sie mit ihren Steuern die Hauptstadt finanzieren. Aus Berliner Perspektive sieht das ganz anders aus. Der Schwabe schuftet auf einer Baustelle, auf der gerade eine neue Pyramide hochgezogen wird. Er ist der Sklave, der den ganzen Tag die schweren Steinblöcke schleppen muss, während der Berliner, die Hände in den Hosentaschen, den Provinztrottel belächelt. Die Schwaben leben nicht besser als die Berliner, obwohl es mancher von ihnen glaubt, weil er rein materielle Maßstäbe ansetzt. Mit nichtssagenden Begriffen wie Sparsamkeit, Verantwortung oder Stolz wird der Schwabe seit Jahrhunderten manipuliert und gesteuert. Der Berliner genießt derweil das Leben in vollen Zügen und verachtet den Sklavenfleiß. Dem Schwaben bleiben nur Maultaschen und Selbstmord. Hase und Igel. Es ist kein Märchen.

Warum gibt es keine glatten Summen beim Einkauf? Wozu die dämliche Kaufmanns-Neun der Hobby-Psychologen? Deswegen haben wir die ganzen nervigen Kupfermünzen im Portemonnaie. Der Teufel hat die 9 erfunden.

Falco - The Sound of Music (Maxi) - YouTube

Le dernier cri aus der Hunsrücker Fusionsküche: Tempura-Bratwurst an ausgebackenen Erdäpfelstäbchen.

12 Kommentare:

  1. Aaaach, der Balinaa...
    Stimmt schon, Schwabe zu sein ist manches mal etwas anstrengend.
    Schnee schippen, wenigsten gibt es einen.
    Straße fegen, wenigstens hat man eine.
    VfB anschauen, wenigstens Bundesliga.
    Das Glück liegt versteckt in der Mitte.
    Und wer immer über Maultaschen labert, die ich zugegebenermaßen auch nicht abkann, der hat noch nie einen ordentlichen Zwiebelrostbraten gegessen, mit Spätzle und Soße.
    Und zudem sind wir Schnapsweltmeister.
    Kenne keine Gegend in der Welt, die eine derart umfangreiche Schnapsauswahl produziert.
    Oder haben Sie in Paris schon mal einen Quittenschnaps angeboten bekommen ?

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    1. Man muss beim Schwaben nur das richtige Knöpfchen drücken, schon prahlt er mit seiner erbärmlichen Küche. Ein Filetsteak schlägt jeden Rostbraten und Spätzle sind einfach nur belanglose Nudeln, die der Schwabe schaben muss. In Paris wird man wissen, warum man keinen Quittenschnaps trinkt. Dort hat man Besseres zu tun ;o)

      Und jetzt: Weiterarbeiten, du Knecht!

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    2. Weiterarbeiten ? Bin arbeitslos, bitte !
      Das die Schwäb. Küche nicht ganz so toll ist mag wohl auch am Protestantismus liegen.
      Um Himmels Willen keine Freude am Leben, erst im Tod.
      Aber auch die Armut im 19ten Jhd. mag ihre Spuren hinterlassen haben.
      Sowie die kargen Böden auf der Alb.
      Aber was ist denn dann eine Berliner Küche ? Gibt es das ? Currywurst oder was.
      Da fällt mir ein, daß die meisten Deutschen Sternelokale hier im Südwesten residieren.
      Ha ! Nimm das.

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    3. Ich bin der Letzte, der die Berliner Küche verteidigen würde. Oder irgendetwas aus meinem Herkunftsland Rheinland-Pfalz. Überhaupt ist die deutsche Küche schwer erträglich. Schlecht bis gar nicht gewürzt, viel zu viel Schweinefleisch und die ewige Kartoffel in allen Varianten.

      Von den Sternelokalen haben wir beide nichts, weil wir nicht das Geld haben, um dort zu essen.

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    4. Das war nicht immer so !
      Aber selbst das geilste Sternegeköchel war nicht so gut wie unerhoffte kulinarische Erlebnisse, die man tatsächlich Erlebnisse nennen muß.
      Italien, Radtour, Regen, Kälte, Hunger, Gaststätte, vor der viele LKW´s und Handwerkerautos standen. Rindsrouladen, in Italien, mit Kartoffelbrei und Blaukraut.
      Gänsehaut, Tränen, Dankbarkeit.
      Unlängst in Deutschland, Mittelfranken, Wirt 150 Kg, Köchin nicht minder.
      Sauerbraten. Mit Spätzle.
      Ein Hochamt.

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    5. Ich war nie in einem Sterne-Restaurant. Ich habe einfach keinen Bock auf das eitle Publikum und das abgehobene Drumherum. Natürlich hat jeder die 300 € für ein mehrgängiges Menü + Weinbegleitung. Wenn ich das einmal im Monat mache, reißt es auch kein Loch in meinen Geldbeutel. Aber ich fühle mich nur da wohl, wo ich in Jeans und T-Shirt sitzen kann.

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  2. „Auf die Schnelle, auf die Schnelle / Machste hier 'ne Riesenwelle“. Tic Tac Toe zum Thema Delta-Variante.

    Immerhin finden sie es Scheiße. Ich fürchte aber, auch von deren Pressekonferenzen wird sich das Virus nicht beeindrucken lassen. "Wenn wir Freunde wären, dann würdest du so eine Scheiße überhaupt nicht machen!" in Richtung Virus hat schon bei Armin, Streeck und Co nichts genützt.

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    1. "Perfekte Welle" von Juli dürfte ab Herbst auch nicht mehr im Radio laufen ;o)

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    2. Ich kenne das Lied, habe die Band aber nie verfolgt. Haben die auch so eine legendäre Pressekonferenz gegeben?!

      Vielleicht bekommt Falcos "Egoist" ein Chart-Revival. ;)

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    3. Die perfekte Welle durfte schon 2004 nach dem Tsunami nicht mehr im Radio laufen. Ungünstiger Titel in Zeiten des Klimawandels :)

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  3. Ein- und Zwei-Cent-Münzen sind in Finnland überflüssig. Im eigenen Land werden sie wegen der hohen Verbraucherpreise nur zu Sammlerzwecken geprägt. Wenn Touristen die unliebsamen Münzen mitbringen, machen viele Finnen damit kurzen Prozess, berichtet der Finanzstaatssekretär. Das Kleinstgeld wandert in Finnland oftmals auf den Müll. Die Münzen "haben keinen Wert - deshalb werden sie weggeworfen", sagte der Staatssekretär im finnischen Finanzministerium, Pertti Rauhio, gestern in Helsinki (...)

    (SPIEGEL, 2006)

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  4. #rettetdieCurrywurst10. August 2021 um 19:20

    »Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben.«

    Gerhard S.

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