Sonntag, 6. Juni 2021

Victor Sen Yung

 

Wer in den siebziger Jahren aufgewachsen ist, kennt die Fernsehserie „Bonanza“. Und wer „Bonanza“ und die Cartwrights kennt, kennt Hop Sing, den Koch der reitenden Männer-WG. Vermutlich war er der erste Chinese, den ich je gesehen habe. Er passte nicht in die Welt des wilden Westens. Er war weder Cowboy noch Indianer, weder Bandit noch Soldat der Kavallerie.

Hop Sing wurde von Victor Sen Yung gespielt. 1915 in San Francisco geboren, verlor er 1919 seine Mutter durch die Spanische Grippe und kam mit seiner Schwester ins Waisenhaus. 1922 kam sein Vater mit einer neuen Frau aus China zurück und holte seine Kinder wieder aus dem Waisenhaus.

Mit zwölf Jahren arbeitete Yung als Hausdiener einer reichen Familie, später studierte er in Berkeley. Seine Schauspielkarriere begann 1937. Ab 1938 spielte er den Sohn von Charlie Chan, eine B-Film-Reihe, die ich in meiner Jugend heiß und innig geliebt habe – vor allem wegen der pseudo-chinesischen Weisheiten („One grain of luck sometimes worth more than whole rice field of wisdom“).

1972 wurde er an Bord eines entführten Passagierflugzeugs angeschossen. „Bonanza“ wurde 1973 eingestellt, 1974 machte er seinen bescheidenen Ruhm mit einem Wok-Kochbuch zu Geld. In der Serie „Kung Fu“ spielte er von 1972 bis 1974 einen Shaolin-Mönch. Er starb 1980, ein Kollege aus „Bonanza“ bezahlte die Beerdigung.

HOP SING OF THE PONDEROSA - YouTube



11 Kommentare:

  1. Was ist eigentlich aus Flipper, Lassie und Black Beauty geworden ?
    Skippy das Buschkänguru soll beim Einkaufen überfahren worden sein.

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    1. Daktari soll bei einem Maskendeal Millionen verdient haben.

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    2. Clarence hat nach Serienende den Film "The cross-eyed Lion" mit Judy in der Hauptrolle gedreht.
      Der Film war ein Flop.

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    3. Flipper? Kenne keine Kneipe mehr, wo einer steht. Gibt's Kneipen überhaupt noch?

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    4. Clarence arbeitet jetzt bei MGM und leitet die Abteilung Vorspann.

      Kneipen gibt's nicht mehr. Nur noch den guten alten DIY-Rausch.

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    5. Ne schöne, alte Eckkneipe in eiche-rustikal, mit muffigen Vorhängen und dem Geruch kalten Rauches. Im Winter mit glitschigem Schmier im Eingangsbereich. Auf dem Tresen, Gläser mit Soleiern und Salzgurken, dazu eine Klarsichthaube mit Mettwürstchen und Frikadellen darunter.
      " Ich nimm mir mal eins, nä ?!"
      " Ja iss gut, mach ich auffn Deckel."
      Geldspielautomaten, Flipper, viel Pilsken und zwischendurch nen eiskalten Schinkenhäger.

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  2. https://www.youtube.com/watch?v=kA-PdP4k4Xw

    „Bonanza“ immer sonntags um 18.10 Uhr aus,
    auch dann noch, als die Serie nach dem Tod von „Hoss“-Darsteller Dan Blocker 1972 eingestellt worden war.

    14 Jahre lief „Bonanza“ im deutschen Fernsehen....

    UND

    da bin ich - immer- mitgeritten ;)))

    * Yee-haw [/ˈjiːhɔ/] *

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    1. ... habe ich auch bald 😜 mute ich aber keinem Pferderücken mehr zu 🐎💨
      Es gibt ja auch kein BONANZA mehr 🤷‍♀️

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  3. Danke für die Erinnerung an Victor Sen Yung.

    Fred

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  4. Für alle Freunde von Bonanza gibt es den sehr vergnüglichen Podcast "Bonanzas for Bonanza" vom Western-Poeten Dalton Wilcox (mit freundlicher Unterstützung des Comedians Andy Daly):
    https://www.earwolf.com/show/bonanas-for-bonanza/

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