Dienstag, 11. Mai 2021

Ich gestehe: Ich habe die Grünen gewählt

Bei meiner ersten Bundestagswahl 1987. In ihrem Parteiprogramm von 1980 sind sie noch gegen die NATO, die "Verfilzung zwischen Parlamenten, Regierungen, Bürokratien und der Wirtschaft durch Beraterverträge, Zuwendungen und Aufsichtsratssitze", "Gewalt durch Kriegshandlungen" und die Ausbeutung der Natur und der Dritten Welt. 

Die Grünen - Das Bundesprogramm (boell.de)



9 Kommentare:

  1. Die waren auch für mich als junger Mensch echte Hoffnungsträger.
    Mit der Aufgabe des Rotationsprinzips war die Sache dann erledigt.

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  2. Die Leute stellen keinen Müll und Kühlschränke mehr in den Wald, Altautos werden nicht mehr im nächsten Steinbruch entsorgt, im Rhein kann man keine Filme mehr entwickeln ...und Flaschenpfand...In fast 40 Jahren ist umweltmäßig wenig passiert..Dank der Grünen..

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  3. "Die Leute stellen keinen Müll und Kühlschränke mehr in den Wald" -- ich weiß nicht, wo Sie leben, aber der hiesige Entsorger hat jetzt Mülldetektive eingestellt, um genau so was einzudämmen.

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  4. Statistische Ausreißer gibt es in jedem Bereich.
    Mein Fazit war ein anderes.
    Die ökologische Aufbruchstimmung der 80er ist mit
    den Grünen in Regierungsverantwortung verpufft.
    Sieben Jahre im Bund mit der SPD haben den Eindruck
    hinterlassen, dass die Atomenergie in der einen Hand
    ungefährlicher als in der anderen sein soll.
    Maßgebliche Weichen zur Abwendung einer absehbaren Klimakatastrofe
    wurden nicht gestellt. Ich erinnere mich
    an den Weckruf des Club of Rome, an die damaligen Alarmmeldungen
    vieler Wissenschaftler, die mediale Aufbereitung des Themas durch
    Hoimar von Dittfurth und anderen.
    Die Klimaangelegenheit ist uralt. Trotzdem haben die Grünen die
    Kohleverstromung in NRW durchgewunken. An den Kitsch mit dem
    3-Literauto und anderem Bling-Bling werden sich auch noch einige
    erinnern. Der Energiepflanzenanbau mit Industriedünger für
    Biogasanlagen ist auch so ein Ding. Getreideanbau zur Alkoholvergärung
    als E10 Zuschlag..Rapsanbau als unbezahlbarer Dieselersatz.usw...
    Tank oder Teller war für Grüne nie eine Frage wenn es um die
    Interessen der Industrie und Autolobby ging. Aus dieser selbst
    verkorksten Ausgangslage wollten sie sogar eine Agrarwende
    stricken. Die Grünen sind machtgeil und wollen scheitern.

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    1. Das Deprimierende ist ja, dass man diese Liste endlos weiterführen könnte. Ich denke als Ex-Zivi immer noch an das Zeit-Interview von Göring-Eckart, in dem sie sagte, die Grünen seien nie eine pazifistische Partei gewesen. Kosovo. Hartz IV. Klimagerechter Wohlstand.

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    2. Ja, die Latte ist endlos. Sinn des Flaschenpfandes war auch nie,
      PET-Flaschen in Automaten zu zerdrúcken um den Plastikrotz zur Pulloverherstellung
      nach China zu schippern.

      Noch schlimmer ist die Dämlichkeit der Grünen, den Deutschen
      aufzwingen zu wollen, aus zwei angezettelten Weltkriegen nichts gelernt zu haben.

      Wenn die jetzt das Thema SOZIAL-Ökologie aufgreifen, empfinde ich
      das als Bedrohung.

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    3. „ Noch schlimmer ist die Dämlichkeit der Grünen, den Deutschen
      aufzwingen zu wollen, aus zwei angezettelten Weltkriegen nichts gelernt zu haben.“ - Verneigung und kurze Stille...

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  5. Apropos "Plastikrotz zur Pulloverherstellung", mit dem Plastikrotz werden hier in Indonesien die Öfen zur Tofuherstellung betrieben.
    Vor gut vier Jahren war ich mal in Ost-Java in einem Dorf wo der Plastikrotz meterhoch lag, der dann auf den Feldern weitläufig verteilt wir und wie Heu gewendet wird damit der auch von allen Seiten trocknet. Dann würde das Zeux an die umliegenden Tofufabriken verkauft (der heutige Preis für ein Kilo Plastikrotz liegt bei 1200 IDR, ungefähr 6-7 Eurocent, damals nur geringfügig geringer).
    Aus den Ziegelschornsteinen quoll der tiefschwarze Rauch (in die Fabriken selber ließ man mich nicht rein). Ich muss nicht erst erwähnen, dass ich in den zwei Std. auch ohne Corona nur mit Maske rumlief und ich muss auch nicht erwähnen, dass ein großer Teil vom Globalen Norden importiert wurde.

    Fred

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    1. Die gelben Säcke werden in Deutschland tonnenweise als Kohlenstoffzuschlag
      bei der Herstellung von Gußstahl verwendet. Man wirft die vollen Säcke
      in die Stahlschmelze.

      Das indonesische Flaschenrecycling ist allerdings auch nicht von
      schlechten Eltern.

      Ich wollt mal gucken, wem eigentlich die Firmen für Wassersprudler
      wie Sodamax usw. gehören. Bei den aufgerufenen Apothekenpreisen
      habe ich den Verdacht, dass große Getränkekonzerne dahinter stecken.
      Das ist aber zu viel Arbeit für vorerst nix.

      Unser Leitungswasser ist gut. Warum den deutschen Plastikflaschenmüll
      in Asien verteilen ?

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