Dienstag, 11. Mai 2021

Die zehn besten Blogs, die Sie noch nie gelesen haben

 

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"Ich möchte eine Welt, in der man aus der Toilettenschüssel trinken kann, ohne Ausschlag zu kriegen!" (Frank Drebin)

Nachdem man über Frauen, Migranten, Behinderte und Homosexuelle keine Witze mehr macht, gibt es seit Jahren in jedem Frühling Witze über Spargel. Hat Gemüse etwa keine Identität?

Seit Anfang März 2020 habe ich im Supermarkt kein Klopapier mehr gekauft. Als der Lockdown in der ersten Welle kam, habe ich einfach im Internet eine Euro-Palette Klopapier bestellt (100 Pakete mit jeweils acht Rollen). Die hat man mir vom Lkw mit einem Gabelstapler in die Garage gefahren. Wenn jeder so gedacht hätte wie ich, wäre niemandem das Klopapier ausgegangen. Einfach auch mal logisch denken, Leute!

Die Bundesligasaison ist fast vorbei und am 15. Juni spielt die DFB-Auswahl („La Mannschaft“) bei der EM gegen Frankreich. Letzten Sommer waren wir beim Champions-League-Endspiel zehn Leute aus zehn Haushalten, die sich vor einer Leinwand nebst Beamer versammelt hatten. Die Inzidenz lag damals unter zehn und es gab kaum Corona-Tote. Beim ersten WM-Spiel vor drei Jahren gegen Mexiko waren wir sogar 13. Das Champions-League-Endspiel sehe ich ganz sicher allein wie auch schon das Halb- und das Viertelfinale. Aber vielleicht geht ja im Juni schon was? Zum Beispiel im Garten. Anpfiff ist um 21 Uhr. Dunkel genug, um die Leinwand zu sehen.

Wenn es nach der Zahl der Bürger geht, ist Deutschland in der Statistik nicht weit vorne, aber beim Gesamtgewicht sind wir bestimmt in den Top Ten.

Dank der erfreulichen Entwicklung in Sachen Pandemie mache ich schon Pläne für den Sommer in Berlin, wenn ich hoffentlich geimpft sein werde. Ich werde auf dem Oberdeck eines BVG-Busses durch die Stadt gondeln. Ich möchte ins James June, einen Biergarten in der Karl-Marx-Allee, wo ich zwei oder drei Tankbier von Pilsner Urquell, das beste Bier der Hauptstadt, trinken werde. Der Wochenmarkt auf dem Winterfeldtplatz. Endlich wieder bei schönem Wetter zwischen den Ständen herumschlendern. Die vielen kleinen Händler mit ihren Leckereien. Im Gegensatz zum Supermarkt gibt es auch Stände, an denen man etwas essen kann. Man kommt am Stand mit dem Kaiserschmarrn vorbei und möchte gleich eine Portion haben. Wie ein Kind. Man kann nicht warten. Man will es nicht aus der Filiale eines Supermarktkonzerns nach Hause tragen, man will es sofort. Und man bekommt es sofort. Die Rufe der Obsthändler. Und bei schlechtem Wetter gibt es immer noch die schönen Markthallen in Kreuzberg am Marheinekeplatz und in der Eisenbahnstraße oder in Moabit. Seit Oktober war ich nicht mehr in Berlin. Die große Nervensäge an der Spree fehlt mir.

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Hufeisentheorie – aber als Currywurst (Brauerei-Gasthof Gradl in Leups / Pegnitz).

17 Kommentare:



  1. Erster Schultag in Berlin. Der Direktor ruft die Schüler auf:

    "Mustapha El Ekhzeri?" - "Anwesend!"

    "Achmed El Cabul?" - "Anwesend!"

    "Kadir Sel Ohlmi?" - "Anwesend!"

    "Mohammed Endahrha" - "Anwesend!"

    "Mel Ani El Sner?" - Stille im Klassenzimmer.

    "Mel Ani El Sner?" - Stille im Klassenzimmer.

    Ein letztes mal: "Mel Ani El Sner?"

    Jetzt steht ein Mädchen in der letzten Reihe auf und sagt: "Das bin wahrscheinlich ich. Aber mein Name wird MELANIE ELSNER ausgesprochen."

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    1. Am ersten Tag in der Kita ist Vorstellung der Kinder. Alle müssen ihre Namen sagen:
      "Jenny", "Björn", "Hassan", "Naomi", "Ronda".
      Am Ende ein kleiner Junge: "Pirschelbär"! Die Erzieherin fragt nach und er trotzig: "Ja, ich heiße Pirschelbär." ????

      In der Mittagspause schaut die Erzieherin in der Kartei nach und findet dort den Namen "Pierre Gilbert".

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    2. Über Namen macht man keine Witze.

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  2. und hier ein kleinod sprachlicher hunze aus einem der zehn:

    "Kurzum: die Religion hat in seiner Gänze ihre Berechtigung versiegt. Versucht man das Gesamtbild so klar und objektiv wie möglich zu sehen, stößt man unwillkürlich auf einen Kampf um Kultur und einer ideologischen Zeitenwende, deren Krieger nicht mehr mit Schild und Schwert ganze Städte durchpflügen, sondern bestrebt sind, mit der noch mächtigeren Feder jeden Ansatz von Glauben und Unergründlichem auszuradieren."

    Wer dies akzeptiere, könne einen mehrwert aus seinen gedanken ziehen - sagt er.

    dass su's nur weisst!

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  3. bei einem der freunde verlorener bodenhaftung.

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  4. Das ist keine klassische Currywurst, da aus einer Wurst mit Pelle hergestellt.
    Currywurst ist nur echt mit einer sog. Oberländer, eine Wurst ohne Darm/Pelle, erfunden nach dem 2. WK, da es in der Nachkriegszeit wenig Darm für die Wurstherstellung gab.
    Auf schwäbisch eine "Nackede".
    Man lese hierzu auch Uwe Timms "Die Entdeckung der Currywurst".
    Ich gebe neben Ketchup und dem glaube nur in Deutschland existierenden Currypulver noch diese Chilisauce "The flying goose" hinzu.
    Stilbruch, aber als 2. Frühstück sehr gut, gerne bei Kater. Wohl bekomm´s.

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    1. Im Namen aller Leser dieses Blogs möchte ich Ihnen für diese Information danken.

      Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Currywurst ohne Darm gegessen und lese zu diesem Thema auch nicht die Fachliteratur.

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    2. Beeindruckend. Hier schlägt das komprimierte Metzgerei- Wurst- und Fleischwaren-Fachwissen auf.

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    3. Nur die Srirachasoße von Flying Goose mit dem roten Verschluss nehmen - Aufschrift "Hot" oder "Very Hot". Alles andere ist rausgeschmissen Geld.

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    4. Hallo Herr Eberling,
      Wurst ohne Pelle gibt es bei Penny unter der Eigenmarke Butcher.
      "Für die echte Currywurst" steht sogar drauf.

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    5. In Berlin ist man tolerant. Man hat die Wahl zwischen Currywurst mit und ohne Darm. Ich habe dort in dreißig Jahren noch keinen Pedanten getroffen, der anderen erklärt, das es keine "echte Currywurst" wäre, wenn man sie mit Darm bestellt. Aber Penny ist natürlich ein großartiger Kronzeuge :o)))

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    6. Als Ruhrpottler kann ich nur sagen, dass das auf dem Foto ins StGB aufgenommen gehört.

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  5. Man sollte ein derart wichtiges Kulturgut wie die Currywurst nicht so stiefmütterlich behandeln.
    Als zeitweiser Berliner müssen Sie die "Spandauer ohne Pelle", so der richtige Name der im Süden der Republik Oberländer genannten Wurst ohne Darm, kennen und schon gegessen haben.

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    1. "müssen"? Geht's noch? :o)))

      Ich bin seit dreißig Jahren Berliner und habe tausende von Currywürsten verdrückt. Ich habe mich jedes Mal bewusst für die "Curry mit" entschieden. Kein Berliner würde so dogmatisch und rechthaberisch wie Sie reagieren.

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    2. Herrlich !
      Man stelle sich vor, man müsste über etwas wirklich wichtiges diskutieren.
      Dunkles Bier oder Helles.
      S 04 ja oder nein ( Ich nein ).
      Impfling oder "zu Impfender".
      Ich halte "Impfling" für eine Unverschämtheit aus dem Munde von Jens Spahn.

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  6. F. hat mich rausgeworfen warum

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