Samstag, 6. März 2021

Und ewig lockt die Lockerung

 

Blogstuff 568

„Es gibt Leute, die sich nur in Scharen vergnügen können. Der wahre Held vergnügt sich ganz allein.“ (Charles Baudelaire)

Mein Pizzafahrer meinte neulich: "Mach's gut, mein Lieber." So weit ist es schon gekommen!

Wenn man heutzutage die Musik von Stevie Wonder Scheiße findet, ist man ein behindertenfeindlicher Rassist. Früher war es leichter, Musik nicht zu mögen.

Ich lasse mich erst impfen, wenn die Stiftung Warentest die Impfstoffe geprüft und bewertet hat.

Die Erbärmlichkeit des Endes von Angela Merkels (Name von der Redaktion geändert) Regierungszeit ist erschütternd. Minister wie Spahn, Scheuer und Giffey hätten längst aus der Bundesregierung fliegen müssen. Auch Amthor, Fischer, Löbel und Nüsslein (Bestechungsgeld heißt auf Deutsch Provision) sind in der Fraktion untragbar. Dazu das Impfdebakel. Wenn Corona wirklich die größte Krise der Nachkriegszeit ist, müssen wir auch über das größte Regierungsversagen der Nachkriegszeit sprechen. Außerdem beschäftigt sie immer dicke Kanzleramtsminister wie Altmaier und Braun, neben denen sie besonders schlank wirkt.

Hurra! Am Montag dürfen Blumenläden und Flugschulen wieder öffnen.

Das Dorffest zeigt unsere Welt im Kleinformat. Vor dem Festzelt stehen die beiden ortsbekannten Kommunisten und verteilen Flyer, die zur Revolution aufrufen. Sie sind unauffällig gekleidet und jederzeit zur Flucht bereit, falls die Polizei hier aufkreuzt. Daneben stehen die Raucher. Das Zelt füllt sich an diesem Samstagabend innerhalb einer Stunde. Gerade regt sich eine kahlgeschorene Umweltaktivistin über die vielen Flyer auf, die achtlos auf den Boden geworfen wurden. Sie sagt nichts zu den duftenden Schweinshaxen mit Klößen, die an ihr vorübergetragen werden, obwohl sie Veganerin ist. Aus den Lautsprechern plärrt Rex Gildo. Fiesta Mexicana.

Ab Montag im Kino: „Die Öffnungsmatrix“ mit Keanu Reeves als Markus Söder. Nimmt er die rote Pille, wird bei einem Inzidenzwert von 50 alles geschlossen, nimmt er die blaue Pille, wird bei einem Inzidenzwert von 50 alles geöffnet.

Vor einhundert Jahren, 1921, gab es die „Märzkämpfe in Mitteldeutschland“, eine bewaffnete Arbeiterrevolte, die von den Kommunisten begonnen wurde. Halle, Leuna, Merseburg und das Mansfelder Land waren die Zentren des Aufstands. Grund war der Regierungsbeschluss, die preußische Polizei in das Industriegebiet zu schicken, da es immer wieder zu wilden Streiks gekommen war. „Ein jeder Arbeiter pfeift auf das Gesetz und erwirbt sich eine Waffe, wo er sie findet“, hieß die Parole. Es kam zu Brandstiftungen und Plünderungen, Werksbesetzungen und Bombenanschlägen auf Justizgebäude und Bahngleise. Regierungstruppen schlugen den Aufstand nieder, es gab 180 Tote. Viertausend Arbeiter wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, vier von ihnen hingerichtet.

The Sisters Of Mercy - No Time To Cry - Music Video - YouTube


Das FDP-Wahlprogramm ist da!

 

6 Kommentare:

  1. Sie regen sich über Merkel auf ? Daß die seit Jahren nichts tut weiß man doch.
    Wobei das ja so nicht stimmt. Sie ist im Hintergrund ständig am machen.
    Hier wird immer gemauschelt, Kabinettspolitik gemacht, abgesprochen.
    Muß recht anstrengend sein. Aber das mit der Demokratie wurde ja schon besprochen.
    So isses halt. Wenn einem jetzt auf offener Straße, bei Wind, die Leute in der Innenstadt vorwurfsvoll zurechtweisen, man solle eine Maske tragen, im Freien. Harr....

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    1. Das ist hier auf dem Land deutlich entspannter. Gerade habe ich mich länger mit meinen Nachbarn auf der Straße unterhalten. Ohne Maske, im üblichen Abstand, und ich habe den Hund gestreichelt. Aber in Deutschland werden die Ordnungsfanatiker nie aussterben ;o)

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  2. Die Erbärmlichkeit der Frau M. ist kaum zu überbieten. Sie hat Ausmaß und Folgen des Corona-Datenmüllhaufens erkannt und möchte noch schnell vorm Gong in die Kabine. Die Verantwortung tragen jetzt die Ministerpräsidenten und Bürger durch Übernahme von Teststäbchen. Auch Kohl hat seine Kanzlerschaft noch auf den letzten Metern komplett verschissen.

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    1. An Kohls Abgang mit illegalen Parteispenden musste ich heute auch denken.

      In Sachen Schnelltest traue ich Aldi mehr zu als der Politik.

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  3. „Ob der Philipp heute still
    Wohl bei Tische sitzen will?“
    Also sprach in ernstem Ton
    Der Papa zu seinem Sohn,
    Und die Mutter blickte stumm
    Auf dem ganzen Tisch herum.
    Doch der Philipp hörte nicht,
    Was zu ihm der Vater spricht.
    Er gaukelt
    Und schaukelt,
    Er trappelt
    Und zappelt
    Auf dem Stuhle hin und her.
    „Philipp, das mißfällt mir sehr!“

    ... und

    Haben nichts zu essen mehr.

    aus "Der Struwwelpeter" vom Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann aus dem Jahr 1844

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  4. Apropos Pizzafahrer. Letztens las ich:
    Wieso sollte ich eine Firma gründen? Wenn ich "Chef" genannt werden will, gehe ich mir einen Döner kaufen.

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