Mittwoch, 6. Januar 2021

Wo die Straßen keine Namen haben


Blogstuff 542

„Es ist fürchterlich, aber man braucht, man muss Kontakte (…) haben. Es geht nicht anders, aber es können nicht wenig genug sein.“ (Thomas Bernhard)

Aktuell hat der Landkreis Bad Kreuznach, in dem ich wohne, 301 Neuinfizierte (sieben Tage), der ganze Kontinent Australien hat nur 279 aktive Corona-Fälle.

Ein leider längst verstorbener Freund hat in den Achtzigern aus einem Plexiglasrohr eine Bong gebaut, die etwa sechzig Zentimeter lang war. Man hat nicht seinen Mund gegen die Öffnung gedrückt, sondern sein halbes Gesicht, weil das Rohr so breit wie ein Bierdeckel war. Ein anderer Mensch musste das Kickloch bedienen, während man auf dem Sofa saß und die Bong auf dem Boden stand. Vorteil: Ein Zug und du warst für den Rest des Abends bedient. Die Bong war auch unkaputtbar, nur das Glas-Chillum musste gelegentlich ersetzt werden.

Ab 1. Februar akzeptiert Bonetti Media nur noch geimpfte Leser. Fotografien des Impfnachweises können Sie mir bei Mail zuschicken.

Ein Supermarkt ist in etwa so aufgebaut wie ein Rockkonzert. Am Anfang muss man durch Obst und Gemüse. Das ist wie die erste Vorgruppe. Braucht eigentlich kein Mensch. Dann wird es immer besser, Wurst und Wein kommen ins Spiel, und am Ende kommt der Höhepunkt der Show: der Kassenbereich. Hier gibt es Schokoriegel, kleine Schnapsflaschen und Zigaretten.

Die Natur hat den Mann auf Fortpflanzung programmiert. Er ist bis von der Pubertät bis ins hohe Alter fruchtbar. Wenn er jeden Tag ein Kind zeugt, kann er eine ganze Kleinstadt produzieren (70 x 365). Mit seinen Samenzellen kann er theoretisch einen ganzen Planeten bevölkern. Es ist also eine soziokulturelle Glanzleistung der Frau, einen Mann so zu domestizieren, dass er von der Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit des Kindes bei ihr bleibt.

Andy Bonetti ist ein Vollblutschriftsteller. Er kann seinen Kugelschreiber mit verbundenen Augen auseinandernehmen und wieder zusammenbauen.

Ich wusste übrigens als Erster, dass 2020 ein Seuchenjahr werden würde. Im vergangenen Winter gingen mir nacheinander das Notebook, der Fernseher, die Waschmaschine und der Tiefkühlschrank kaputt. Letzterer am 1. März – wenige Tage später kam der Lockdown. Achten Sie also auf Unglücksmeldungen aus meinem Haushalt.

Wenn ich sämtliche Räume in meinem Haus und in meiner Berliner Wohnung, die sich durch Türen von anderen Räumen trennen lassen, also auch Flure, Heizungskeller, Werkstatt, Garage (obwohl ich noch nicht mal ein Auto habe), zusammenrechne, komme ich auf die Zahl 31. Plus Gartenhäuschen. Ich war selbst erstaunt, als ich mit der Zählung fertig war. Wer braucht vier Bäder und drei Küchen?

Deee-Lite - "Good Beat" (Official Music Video) - YouTube

Hätten wir im November einen echten Lockdown durchgezogen …

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen