Freitag, 29. Januar 2021

Im faden Dunst der Ungewissheit

 

Blogstuff 552

„Nüchtern betrachtet ist es auch echt peinlich für einen Planeten, wenn er sich innerhalb von ein paar hundert Jahren von einer Affenart zerstören lässt, die täglich 6-8 Stunden bewusstlos sein muss, um zu funktionieren.“ (ELHOTZO @ twitter)

„Apokalypse Now“ beruht bekanntlich auf Joseph Conrads Roman „Herz der Finsternis.“ Ein Mann kommt nach Afrika, fährt mit einem Schiff einen Fluss hinauf durch den Urwald und muss feststellen, dass die westliche Zivilisation mit jedem Kilometer dünner wird. Er findet aber nicht den romantisch verbrämten „edlen Wilden“, sondern puren Horror. Er trifft nicht die besseren Menschen im Vergleich zum dekadenten Europa, stattdessen betritt er die Welt des Todes und des Verfalls. Ein Menschenleben gilt hier nichts. Coppola überträgt die Story auf Vietnam und den Mekong, auf dem die Bootsbesatzung durch Szenen des Untergangs bis zum Ende fährt, wo sie – ein wunderbarer Sarkasmus – einen weißen US-Offizier als König der menschlichen Apokalypse trifft. Wir ahnen, trotz des offenen Endes, dass mit seiner Ermordung nichts anders wird. Eine Reise ins freudlose Abwärts. Diese Vorstellung fasziniert uns bis heute.

Ich schreibe gerade an einem Drehbuch über einen Typen, der nur 48 Stunden hat, um seine Unschuld zu beweisen. Der Schlüssel ist seine alte Grundschullehrerin. Er braucht 47 Stunden, um zu ihr zu fahren. Eine Million Abenteuer und Todesängste. Gangster, Aliens, Reifenpanne. Die Lehrerin fragt ihn bei seiner Ankunft, warum er nicht einfach angerufen hat.

Bei uns im Dorf werden die Küken noch mit der Milchflasche großgezogen.

Der Lockdown ist für Menschen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung kein Problem. Sie neigen zur Einsamkeit, ziehen sich vor anderen zurück und haben wenig Kontakte zu anderen Menschen und zu ihrer Umwelt im Allgemeinen. Sie sind passiv und neigen zu exzessiven Tagträumen. „Außenstehenden erscheint es manchmal, als würden schizoide Menschen eher richtungslos vor sich hin leben und sich bezüglich ihrer Ziele 'treiben lassen'. Die betreffenden Personen können auch selbstversunken und losgelöst von ihrer Umgebung wirken.“ (Wikipedia: Schizoide Persönlichkeitsstörung)

Max Verstappen bezeichnete einen Konkurrenten während eines Formel-1-Rennens im vergangenen Jahr über Funk an seine Box als „Mongo“. Jetzt fordern die Organisation Mongol Identity und Lundeg Purevsuren, der Botschafter der Mongolei bei den Vereinten Nationen, eine Entschuldigung. Kannste dir nicht ausdenken.

“Europa im Griff der Mutanten“ titelt faz.net. Von solchen Schlagzeilen habe ich als Kind immer geträumt, wenn ich gerade einen SF-Roman gelesen habe.

Fun Fact For Fans: Sämtliche Covid-19-Viren auf der ganzen Welt wiegen weniger als Andy Bonetti. Das ist wieder einer dieser Momente, in denen zaghafte Ergebenheit in andächtige Bewunderung umschlägt. Dieser alte Haudegen!

Dream Baby (How Long Must I Dream) - YouTube


Während wir zuhause sitzen und nicht reisen dürfen, macht Lauterbach mit Gates und Soros eine Riesenparty auf Malle. Menno!

8 Kommentare:

  1. „Nüchtern betrachtet ist es auch echt peinlich für einen Planeten, wenn er sich innerhalb von ein paar hundert Jahren von einer Affenart zerstören lässt, die täglich 6-8 Stunden bewusstlos sein muss, um zu funktionieren.“

    So ein Quatsch. Peinlich sind nur die Affen.

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    1. Aber der Planet hat die Affen doch hervorgebracht.
      Also hats der Planet verkackt!11

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  2. "Weshalb in Corona-Zeiten offensichtlich wird, dass Otto Julius Bierbaum nach 111 Jahren immer noch recht hat. Und weshalb sozialer Humor jetzt die angebrachteste Variante des Lustigseins wäre."

    Titelzeile ... von @PANORAMA ... müsste ich abonnieren, wenn ich die Antwort erfahren wollen würde ;))) *SCHIEXXdrauf*

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    1. https://www.humorinstitut.de/media/Schwa%CC%88bische-Zeitung-vom-1.-August-2020-Interview-Kareen-Seidler.pdf

      Kannste ohne Abo lesen.

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  3. Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Danke, jetzt weiß ich endlich was ich habe. Aber ich leide gar nicht drunter, nur unter den anderen Menschen ...


    Sie sind passiv und neigen zu exzessiven Tagträumen. „Außenstehenden erscheint es manchmal, als würden schizoide Menschen eher richtungslos vor sich hin leben und sich bezüglich ihrer Ziele 'treiben lassen'.

    Eine Gesellschaft, die das als Störung betrachtet, ist falsch.

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    1. Diese Diagnose wurde mir schon vor langer Zeit von einer Psychiaterin gestellt. Ich find's herrlich. Stört mich null. Ich habe meine Ruhe.

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  4. Das ist Lauterbachs Zwillingsbruder!!

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