Montag, 2. November 2020

Hier entsteht ein neuer Blogpost


Blogstuff 512

„Wer jetzt keine Fritteuse hat, kauft sich keine mehr.“ (Rilke zum Thema Lockdown der Gastronomie)

Wenn Trump die Wahl verliert, haben wir nur noch Corona. Denken Sie mal drüber nach.

Wer profitiert von der Coronakrise? Da wird gerne Big Pharma genannt und anschließend lüpft man wissend eine Augenbraue. Aber es geht nur ein Unternehmen als Sieger über die Ziellinie, die anderen bleiben auf ihren Entwicklungskosten sitzen. Die Branche insgesamt wird also nichts gewinnen. Ich vermute eher das Gegenteil.

Wenn eine #Ausgangssperre kommt, gründe ich eine Bürgerwehr und wir ziehen nachts mit zehn Mann los, um das zu kontrollieren.

Monopoly: Die einen fangen das Spiel mit einem Batzen Geld ihrer Eltern an (Erben), die anderen müssen warten, bis sie ein paar Mal über Los gegangen sind, um in der Badstraße die Miete zahlen zu können. Beim Kapitalismus stehen die Sieger schon vor Spielbeginn fest.

Fällt der Kopf von Friedrich Merz bis Januar eigentlich unter die Rubrik „Spekulativer Leerstand“?

Bonetti Media – von der Konkurrenz empfohlen.

Wäre der zweite Lockdown des Jahres nicht der richtige Zeitpunkt für die üblichen marxistischen und utopischen Glasperlenspiele über Alternativen zum bestehenden Wirtschaftssystem und zu den herrschenden neoliberalen Dogmen? Wer möchte anfangen? Die Gebetsmühlen im Tempel linker Selbstgefälligkeit müssen in Bewegung bleiben.

Als ich noch im Drogenhandel aktiv war, brachten wir das berühmte Hunsrücker Gras säckeweise mit Eseln nach Koblenz, wo es in Richtung Amsterdam verschifft wurde. Angehörige wilder Bergstämme lauerten uns unterwegs auf, Wolfsrudel folgten unserer Spur. Aber davon wollt ihr jungen Leute ja nichts mehr wissen.

Es gab einen Zahlendreher, als der Maya-Kalender auf Windows 10 umgestellt wurde. Die Welt geht nicht 2012 unter, sondern 2021. Trumps zweite Amtszeit beginnt, Merz wird Bundeskanzler und 2020 wird uns im Rückblick wie ein Jahr des Glücks vorkommen.

Wie entspannt wäre ein Leben in völliger Gedankenlosigkeit, ein im Wortsinn unmoralisches Dasein. Wir würden uns über günstige Lebensmittel freuen, über die gesparten Heizkosten, die wir dem Klimawandel zu verdanken haben, und die vielen Billigflüge, mit denen wir die ganze Welt erkunden können. Es gibt genügend Medikamente, Klamotten, Alkohol und Fernsehserien. Ich möchte jetzt kein „Aber“ hören. Folge mir auf die dunkle Seite des Hedonismus. Das Leben ist eine Pralinenschachtel, wenn man das Kleingedruckte auf der Rückseite nicht liest.

Fehlfarben – Militürk. https://www.youtube.com/watch?v=FRxD2w0-GN0

 


14 Kommentare:

  1. "Badstraße"
    Ob man sich bei der Übersetzung für das Spiel dieselbe im Wedding zum Vorbild nahm?

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    1. Könnte sein. Im ersten deutschen Monopolyspiel hieß die heutige Schlossallee noch Schwanenwerder. Dort lagen vor dem Krieg die Villen des Berliner Geldadels.

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    2. "- Während des „Dritten Reichs“ hat Joseph Goebbels das Spiel ebenfalls verboten, angeblich wegen der Wuchermieten für das Prominentenviertel Schwanenwerder, in dem der „Reichspropagandaminister“ wohnte." (https://www.tz.de/welt/monopoly-kuriosesten-fakten-brettspiel-zr-4828987.html)

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    3. Ich war mal in einer der Villen auf Schwanenwerder. Sie ist Tagungsstätte der Evangelischen Akademie zu Berlin. In den Pausen schlenderte man über den Rasen zum Wasser ... kann man aushalten ;o)

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  2. „Wer jetzt keine Fritteuse hat, kauft sich keine mehr.“ (Rilke zum Thema Lockdown der Gastronomie)

    Wirst mir ganz l a n g s a m unsympathisch, meinen RILKE so zu verunglimpfen ;D

    *augenrollendZWINKERT*

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  3. Muss das nicht Fritteurin oder Frittenfrau oder Fritierdame heißen? Ich bin fast ganz verunsichert oder so.

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    1. Fritteur*in oder auch Frittierende. Es macht mich traurig und wütend, dass du Inter- und Transsexuelle in deinem Kommentar ganz offen diskriminierst.

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    2. Richtig.
      Es heißt ja auch nicht mehr Vietnamöse, sondern Vietnamesende.

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  4. Das witzige an diesen Glasperlenspielen im linken Klein-Bloggersdorf ist, wie dort über Alternativen zum System diskutiert wird, was "die Menschen" noch alles könnten, wenn sie nur wollten etc. Die Kommentarbereiche darunter sind aber meistens ein einziger Sandkasten, wo nur so die Fetzen fliegen und immer wieder mal einer endgültig "Adieu" sagt. Einfach nur unwürdig.

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    1. Es gibt Blogs, da schaue ich ausschließlich in den Kommentarbereich, weil die Leser dort nicht nur ihre geistige Verwahrlosung dokumentieren, sondern auch ihre sprachliche Hilflosigkeit. Ein grauenhaftes Spektakel, bei dem ich aber - ähnlich wie bei einem Verkehrsunfall - einfach nicht wegsehen kann.

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  5. Apropos Pralinenschachtel, der Schmitt weiß dazu auch etwas.

    Grüße vom Fred


    https://youtu.be/oKjzWxwtqa0

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