Mittwoch, 14. Oktober 2020

Müssen wir nach dem Osterhasen auch dem Weihnachtsmann absagen?

 

Blogstuff 503

„Der Mensch erkennt nur, was er zu erkennen Trieb hat; es ist vergebliche Arbeit, Menschen etwas verständlich zu machen, was zu verstehen sie gar keinen Drang haben.“ (Friedrich Wilhelm Joseph Schelling)

Der IWF erwartet durch Corona bis 2025 einen Wohlstandsverlust von 28 Billionen Dollar. Da ist es doch gut, wenn man gar kein Vermögen hat. Pro Kopf sind es 3.500 Dollar. Aber wer auf dieser Welt hat schon so viel Geld auf der Bank?

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Für seine Verdienste um die kirgisische Literatur hat er die Hans-Wurst-Gedächtnismedaille in Fichtenholz mit Lametta und Gummibärchen verliehen bekommen.

10. Oktober: Im Traum trage ich zum ersten Mal eine Schutzmaske – und zwar im Freien, in einer belebten Fußgängerzone. Corona hat mein Unterbewusstsein erreicht.

Es gab einmal eine Zeit, da waren Autorennen keine langweiligen Kommerzveranstaltungen, sondern echte Abenteuer. Das Rennen Peking-Paris von 1907 führte durch Gegenden, in denen noch nie zuvor ein Auto gesehen wurde. Der Start war am 10. Juni in der chinesischen Hauptstadt, die Sieger, der italienische Fürst Scipione Borghese und sein Mechaniker und Chauffeur Ettore Guizzardi, erreichten am 10. August Paris. Nur zwei Wagen kamen ins Ziel, Charles Goddard brauchte zwanzig Tage länger. Der Preis: eine Magnumflasche Champagner. 

Ich glaube, die Politiker sind von der freitagsbewegten Jugend deswegen so genervt, weil sie sich nicht wie die anderen Lobbyisten verhält. Sie haben erstens kein Geld und keine attraktiven Jobs für ausstiegswillige Politiker zu bieten, außerdem lassen sie sich nicht mit ein paar Korrekturen an bestehenden Gesetzen abspeisen. Ihnen geht es ums Ganze, um Werte, nicht um Geld. Man kann mit ihnen nicht einfach in ein Nobelrestaurant auf Firmenspesen oder Staatskosten essen gehen und die Sache ist schon beim Aperitif erledigt. Das irritiert die Parteipolitiker.

Nicht zu fassen. Neulich erzählt mir mein Vater, er hätte auch auf der Binger Elisenhöhe ein Baugrundstück kaufen können – für denselben Preis (15 DM pro Quadratmeter) wie in Schweppenhausen. Aber die Elisenhöhe ist heute ein Nobelviertel mit Rheinblick, die Grundstücke erzielen den zehnfachen Preis im Vergleich zum Hunsrück. Aber damals störten ihn die Geräusche der Frachtschiffe! Kurz zuvor hatte er 3000 Quadratmeter Wiese gekauft, die später zum Naturschutzgebiet erklärt wurde (hundert Meter von einem heutigen Baugebiet entfernt) und daher heute wertlos ist …

Amen Corner - (If Paradise Is) Half As Nice. https://www.youtube.com/watch?v=xiWre8UTCjo


Meine regelmäßige Lektüre. Praktisch coronafrei. Vor allem „Mein schöner Garten“. Das hebt gerade im emotional heiklen Herbst die Laune.

6 Kommentare:

  1. Nimm-deinen-Teddybär-mit-zur-Arbeit-Tag 2020
    14. Oktober 2020 in der Welt

    ... und die WELT ist in Ordnung ♥

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  2. "Ich glaube, die Politiker sind von der freitagsbewegten Jugend deswegen so genervt, weil sie sich nicht wie die anderen Lobbyisten verhält. [...]" Nö. Die machen es in solchen Fällen anders herum und kapern dann die Sprachrohre von FFF (z. B. Frau Neubauer) für sich. Durch den Parteiapparat wird dann alles so schön weich gespült, dass man sich gar nicht mehr an Klimaziele erinnern will, aber dafür gibt es dann schon mal die Zustimmung zum Krieg und so.

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    1. In zehn Jahren fordert Luisa Neubauer im Bundestag, dass deutsche Rüstungsexporte nur in NATO-Staaten gehen dürfen und bekommt dafür Applaus von den Grünen, der SPD und den Linken.

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  3. schöne erinnerung:
    nach amen corner kam julie discoll, brian auger & the trinity mit road to cairo. ich habe kabel gezogen. das nannte man damals kameraassistenz.

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    1. Wenn du im Beatclub gearbeitet hast, warst du damals am richtigen Ort. Ich musste bei Ilja Richter die Discokugeln abstauben ;o)

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    2. ja, absolut. allerdings führten die stars sich auch wie solche auf. mit dem fetten daimler vom flughafen ins hotel, ins studio zur probe, playback bis das schlagzeug synchron, driscoll und auger harmonierten, zuschauer im studio ordentlich drapiert, einschließlich claqueuren, aus der regie gebrülle wegen allem möglichen, der kameramann an der 1 genervt, wenn ich mit dem schweren kabelstrang nicht richtig mitlief, die 'live'-darbietung, mit dem fetten daimler ab ins hotel oder zum flughafen. na ja driscoll war damals ein weltstar, dementsprechend war der trubel um sie schon beachtlich. die pressemeute aus dem häuschen und sie im pariser kartoffelsack - aber mini as mini can - und mit quietschorangenen streichholzhaaren eher so twiggymäßig zugange...

      ich war 17 und verknallt

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