Mittwoch, 28. Oktober 2020

Haben wir die richtige Entscheidung getroffen?


Heute war ich mit meiner Familie in einem Restaurant verabredet. Wir dachten uns: Wer weiß, wie lange wir uns noch in der Öffentlichkeit treffen können? Das Hygienekonzept von ClassicX in Grolsheim war vorbildlich. Im Eingangsbereich, ein gläserner Tunnel von fünf Meter Länge, haben wir uns – natürlich mit Maske – die Hände desinfiziert. Dann haben wir gewartet, bis uns die Kellnerin zu unserem reservierten Tisch gebracht hat. Das Personal hatte Masken auf und Handschuhe an. Wir haben uns per Handy über einen QR-Code identifiziert, der auf dem Tisch angebracht war. Damit ist Betrug mit persönlichen Daten automatisch ein Riegel vorgeschoben. Die Kellnerinnen haben das Essen und die Getränke an den Tisch gebracht, wir haben es weitergereicht.

Geht es noch besser? Haben wir solche Konzepte für Privatbesuche? Wofür wird die Gastronomie bestraft? Und die Kultur? Verstehen wir uns nicht falsch: Ich stehe hinter den Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Aber man opfert die falschen Bereiche. Das Restaurant mit angegliederter Autoausstellung (siehe Bilder) ist nicht das Problem. Das Problem sind die Schwachköpfe, die es immer noch nicht verstanden haben, dass wir alle elementare Grundregeln einhalten müssen, um den Winter mitsamt der Familie zu überstehen. Der älteste Mensch am Tisch war 86. Ich möchte mit meinem Vater Weihnachten feiern. Punkt. Ende der Diskussion.





3 Kommentare:

  1. Ich hasse diejenigen,
    die List für Weisheit,
    die Ungehorsam für Kühnheit
    und Geschwätz für Wahrheit nehmen.
    Konfuzius

    (551 - 479 v. Chr.)

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  2. Heiliger Scheißdreck! Ich lese gerade im Tagesspiegel, dass Wolfgang Kubicki dieselbe Meinung zu den Restaurantschließungen hat wie ich. Wird denn die ganze Welt verrückt?

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  3. Hat das Händewaschen also doch nichts gebracht? Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich hoch, dass einfach nicht genügend gelüftet wurde. Vermieter müssten also nur verpflichtet werden, die Fenster in ihren Wohnungen auszubauen. Wir werden uns nie wieder gemeinsam ohne uns auf blinden Aktionismus freuen können. Zum Glück gibt`s ja auch keine Länder, wo man sich hätte dran orientieren können. Die Fotografen sind erfreut, allerdings nur, solange die Bilder nicht alltäglich werden. Der Michel beschreitet nun wieder seinen eigenen Weg, um letztlich doch mit einem letzten Bluthusten verdient den Löffel abzugeben. Natürlich nicht ohne vorher den Weg für die anderen möglichst unpassierbar gestaltet zu haben.

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