Montag, 10. August 2020

Andy Bonetti’s Körperwelten

 

Blogstuff 474

„Ein großer Teil der Kräfte des Menschengeschlechts wird der Hervorbringung des allen Notwendigen entzogen, um das ganz Überflüssige und Entbehrliche für wenige herbeizuschaffen. Solange daher auf der einen Seite der Luxus besteht, muss notwendig auf der andern übermäßige Arbeit und schlechtes Leben bestehn.“ (Arthur Schopenhauer)

Für die Stechmücken bin ich doch nur ein Fly-Through.

Wie lange haben wir uns über zwölf Terrortote in Berlin aufgeregt? Glückliche Zeiten.

Hufeisentheorie im Humorbereich: Auch über sehr schlechte Witze muss man einfach lachen.

Fans haben es seit Jahren erwartet. Heute kann ich es offiziell bekannt geben: Bonetti Corp. wird einen eigenen Luxussportwagen produzieren. V12-Motor mit tausend PS, 360 km/h Höchstgeschwindigkeit, Rallyestreifen, beheizbarer Kaffeehalter, Radio Eriwan serienmäßig, Navi mit Hunsrück-Akzent, Minibar statt Handschuhfach, Duftbaum mit Currywurstaroma.

Die Schutzmaske ist zum Symbol von Gemeinsinn und Widerstand geworden. Es hängt davon ab, ob man sie trägt oder nicht. Daran zeigt sich die ganze Oberflächlichkeit der Debatte. Der Zorn über das neue Leben artikuliert sich politisch hilflos wie zuletzt in Berlin gesehen (Freiheit vs. Diktatur).

Es gibt ja den Witz, manche Männer seien so unfähig in der Küche, sie würden sogar Wasser anbrennen lassen. Nun, ich gestehe freimütig, dass ich es geschafft habe. Ich hatte gerade Wasser aufgestellt, in dem ich zwei Frühstückseier kochen wollte, als das Telefon klingelte. Der Anrufer lud mich zu einer kleinen Landpartie ein und wollte mich um die Mittageszeit abholen. Also fing ich an, im Internet nach Restaurants im Zielgebiet zu suchen. Nach einer halben Stunde fiel mir – Achtung Wortspiel – siedend heiß ein, dass der Topf noch auf dem Herd stand. Ich rannte in die Küche und hob ihn von der glühenden Herdplatte. Der Topfboden war innen und außen rabenschwarz. Im Hause Bonetti wird noch der allerdümmste Witz zur Wirklichkeit.

Ich habe mich noch nie getraut, in der Disco eine fremde Frau anzusprechen. Egal wie besoffen ich war. Und ich bin schon 53. Das Selbstbewusstsein hätte ich inzwischen, aber jetzt sind alle Clubs zu.

Die Pest wütete im 14. Jahrhundert sieben Jahre lang in Europa. Auch Corona wird voraussichtlich ein Marathonlauf und keine Episode, die sich auf 2020 beschränkt.

Rhetorisches Highlight des Monats: „Problematisch ist nämlich, dass die Betreiber dieses Cancel culture benannten puritanischen Reinheitswahns, sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus Inkompetenz, nicht auf die Kraft des besseren Argumentes setzen, sondern allein auf Druck, Verordnungen, Verbote und Sanktionen. Darin offenbart sich eine besorgniserregende antiaufklärerische Autoritätsfixiertheit, die auch beim Gutwilligsten irgendwann eine Anti-Haltung provozieren muss. Weil jeder halbwegs antiautoritär Tickende weiß, dass Verbote im Zweifel immer die dümmste Idee und allenfalls letztes Mittel sind.“ (Stefan Rose)

Ennio Morricone - Le professionnel. https://www.youtube.com/watch?v=3q90J4_CpdI

 

Kommentare:

  1. ....na, da kannst du froh sein, dass du die Eier noch nicht drin hattest......ist mir mal passiert, da konnte ich ein Ei an der Küchendecke abkratzen.....

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  2. 1000PS und einen lumpigen Rückwärtsgang. Mit so'ner ranzigen Kaffemühle will sich doch kein gestandener Rennfahrer blamieren.

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