Dienstag, 16. Juni 2020

Der Anfang einer großen Karriere


Eine Suite im Waldorf Astoria in Manhattan. Der Page schiebt gerade einen Servierwagen herein. Ein Eiskübel mit einer Flasche Champagner, Kaviar und Weißbrotschnittchen, Hummer und frische Austern werden den drei Herren serviert, die in schweren Clubsesseln aus schwarzem Leder um einen niedrigen Tisch aus Mahagoniholz sitzen.
„Sie müssen unbedingt den Beluga-Kaviar probieren, Philipp. Ich darf Sie doch Philipp nennen? Es ist der beste Kaviar der Welt.“
Der junge Mann schiebt sich die Brille ein wenig hinauf und beugt sich vor. „Bekomme ich keinen Teller?“
Der Amerikaner lächelt nachsichtig. „Nehmen Sie einfach ein Stück Weißbrot und mit dem Löffel können Sie, Verzeihung, kannst du dir so viel Kaviar auf das Brot machen wie du willst.“
Amthor nimmt den kleinen Löffel in die Hand. „Der sieht aber komisch aus.“
„Er ist aus Perlmutt“, sagt der dritte Mann. Er ist wesentlich älter als der andere Amerikaner. Ein erfahrener Venture-Capital-Experte, er investiert seit zwanzig Jahren in der IT-Branche. Silicon Valley an der Westküste und Silicon Alley an der Ostküste. „Löffel aus Silber oder gewöhnlichem Metall würden den Geschmack des Kaviars beeinträchtigen.“
Amthor probiert. „Schmeckt irgendwie salzig.“
Der junge Amerikaner klopft ihm auf die Schulter. „Hast du schon mal einen 1992er Dom Pérignon probiert?“
Amthor lächelt schüchtern. „Zuhause in Mecklenburg-Vorpommern trinken wir ja nur Rotkäppchen-Sekt.“
Die beiden Amerikaner lachen schallend. „Du hast Humor“, sagt der Ältere. „Das gefällt mir. Du wirst es weit bringen.“
Amthor nippt am Glas. „Sehr lecker.“
„Wollen wir uns nachher noch ein paar Mädchen kommen lassen?“ fragt der junge Amerikaner.

Amthor läuft rot an. „Ich wollte mich eigentlich für die Ehe aufsparen.“

„Vielleicht ein Strip Club? Ich kenne da einen tollen Laden.“ Der ältere Amerikaner lächelt jovial.

„Wir wollten doch über Ihre Geschäftsidee sprechen“, sagt Amthor.

„Ach, zuerst brauchen wir Geld. Viel Geld. Das Produkt kommt dann ganz von allein. Wir kaufen einfach ein paar vielversprechende Start-Ups auf, wenn wir genug Scheinchen zusammen haben.“ Der ältere Amerikaner lacht und schlürft eine Auster.

Amthor lächelt die Männer an und nimmt einen tiefen Schluck aus dem Champagnerglas. „Da kann ich Euch helfen.“

„Lasst uns anstoßen“, sagt der junge Amerikaner. „Das wird eine ganz große Sache. Guttenberg und Maaßen sind auch an Bord. Zwei erfahrene Männer aus deiner CDU.“

„Dann kann doch nichts mehr schiefgehen“, strahlt Amthor und erhebt sein Glas. „Auf die deutsch-amerikanische Freundschaft!“

Bobby Vee - Take Good Care Of My Baby. https://www.youtube.com/watch?v=CW3mKvrwE5Y

Der nächste Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern.

Kommentare:

  1. Öhm, ja.
    Eine US-Firma, die Überwachungstechnik herstellt und von rechtskonservativen bis sehr rechten Politikern und Geldgebern gefördert wird, erschreckt mich etwas.
    - Roland Berger
    - Charles-Édouard Bouée
    - August François von Finck
    - Hans-Georg Maaßen
    - August Hanning
    - Phillip Amthor
    Altruisten unter sich.
    Da schreiben sich die Verschwörungstheorien von alleine ....

    Eiskalt kopiert von:
    https://perspektive-online.net/2020/06/augustus-intelligence-wenn-geheimdienste-adel-wirtschaft-politik-und-faschisierung-verschmelzen/

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    1. Guter Artikel, allerdings dichten sie Amthor 30 Lenze an. Er ist Jahrgang 1992, siehe Anspielung in meinem Text. Aber das mit der Verschwörungstheorie ist eine gute Idee. Die Quersumme seiner 2817 Aktienoptionen ist übrigens 18. Nur Zufall?

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    2. Bisschen mager, Maaßen hat dem Artikel nach mit dem ganzen nichts zu tun und die CDU Type hat die übliche Abgreife veranstaltet.

      Dazu ein Nichtskönner mit gutem Friseur und genau so Fachfremder Büroorganisator. Das auf einem Feld das längst von Multis besetzt ist. Old Germany hat da eine "Expertise" wie vormals ein Bantu Staat beim Eisenbahnbau.

      Geht wohl eher darum Staatsknete abzugreifen, Feudalstaatsscheisse. Danach wird das Projekt entweder scheitern oder weiter verkauft. Schädlinge bei der Arbeit.

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  2. Captain-Picard-Tag 2020
    16. Juni 2020 in Universum



    Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen.
    Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert,
    jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen.
    Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben.
    Denn letztlich [...] sind wir alle nur sterblich.


    Jean-Luc Picard


    Eine Nascherei für den gehobenen Geldbeutel bietet das Restaurant „Serendipity 3“ in New York. Für 25.000 Dollar (umgerechnet 19.000€) bekommt der Gast hier das teuerste Dessert der Welt serviert: „The Frrrozen Haute Chocolate“.

    Die exklusive Nachspeise setzt sich aus seltenem Kakao, Trüffeln und essbarem Gold zusammen und wird in gefrorener Form serviert. Der Kakao stammt aus 14 verschiedenen Ländern und wird mit Schlagsahne und fünf Gramm 24-karätigem Gold garniert. Serviert wird die Kreation in einer goldenen Schale, verziert mit einkarätigen Diamanten.


    ...mir heute kommen lass (ړײ)

    *ESwirdgeklotztundnichtmehrgekleckert*

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  3. PS

    Bei diesem Preis darf der Gast dann sogar die Schale und den goldenen Löffel dazu behalten.

    YEAH !!!

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