Sonntag, 24. Mai 2020

Die wahre Religion


Jeder weiß: Kapitalismus ist unsere Religion, Geld ist unser Gott. Dazu werden wir in den Schulen erzogen, die Medien indoktrinieren uns permanent und an unserem Arbeitsplatz haben wir diesem Glauben zu huldigen. Ketzerische Marxisten und Anarchisten finden keinen Platz in unserer Gesellschaft, sie sind Ausgestoßene.
Bei meinen Recherchen unter den Sklaven des Systems bin ich jedoch auf einen Kult gestoßen, der sich hinter der öffentlichen zelebrierten Religion des Kapitalismus verbirgt. Es ist der Voodoo-Kult des 21. Jahrhunderts. An Orten, deren genaue Lage ich nicht preisgeben darf, finden geheimnisvolle Rituale statt, bei denen die wahren Götter verehrt werden, die sich hinter der Maske der offiziellen Religion verbergen. Während die Gläubigen das Geld in die Kaufhäuser, Supermärkte und Geschäfte tragen, um ihrem Gott zu huldigen, flüstern sie ihre Gebete. Bei ihren nächtlichen Zusammenkünften ist es ihnen erlaubt, die Namen der echten Heiligen auszusprechen.
Das Geld als höchster Gott, der unsere Konsumwelt erschaffen hat, ist in Wirklichkeit Bondye. Er ist aus Sicht des Voodoo nicht direkt in menschliche Angelegenheiten involviert. Er hält die Welt im Gleichgewicht. Über die Loa, Geistwesen, ist er im Kontakt mit den Menschen.
Das Wachstum als höchste Göttin ist in Wirklichkeit Mawu-Lisa. Sie wird auch als Sonnen- und Mondgöttin verehrt.

Die wichtigsten Loas:
Ayizan ist die Schutzheilige des Marktes, des Handels und der Priesterschaft. Außerhalb des Kults wird sie als „Mutter Merkel“ verehrt. Das geheime Erkennungszeichen dieses Geistwesens ist die Raute. Ihr wird üblicherweise ein Hahn geopfert (=> Koch, Wulff, Guttenberg, Merz usw.).
Azacca ist der Schutzgeist der Landbevölkerung und der Ernährung. In unserer Welt wird er „Monsanto“ genannt. Gläubige kaufen Bayer-Aktien, im Voodoo werden ihm Maniokschnaps, gekochter Mais oder Rohrzucker geopfert.
Bosou Koblamin ist der Schutzgeist des Krieges. Seine weltliche Entsprechung ist der US-Präsident. Ihm wird rituell ein Schwein geopfert.
Loco ist der Schutzheilige der körperlichen Gesundheit, Patron der Ärzte und Heiler. Damit ist natürlich Bill Gates und seine Stiftung gemeint. Man dient ihm mit dem Kauf von Betriebssystemen und Software. Ihm zu Ehren pflanzt man Blumen.
Simbi Andezo symbolisiert als Geistwesen die Hellsichtigkeit, ist aber auch die Patronin der Sümpfe. In unserer Welt ist es Google. Wir opfern ihm unsere persönlichen Daten, während einer Voodoo-Zeremonie aber Schlangenhaut und Kerzen.
Dieser Voodoo-Kult wird durch Zusammenkünfte mit Priestern an geheim gehaltenen Orten zelebriert, tief in der Nacht, zum Klang der Trommeln, wenn die Gläubigen in Trance fallen und die Namen ihrer Loas rufen. Für den Hausgebrauch empfehlen wir den Einsatz von Voodoo-Puppen, die ihren Vorgesetzten oder einen Politiker ihrer Wahl symbolisieren sollen.
Ryuichi Sakamoto feat. Iggy Pop - Risky. https://www.youtube.com/watch?v=sOmuFTk1tLk

7 Kommentare:

  1. Seltsam? Aber so steht es geschrieben.

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    1. Gespenstergeschichten. Sehr gut! Wann kommt das Heft über den tödlichen Virus aus der Hölle, der von John Sinclair vernichtet wird?

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    2. Sobald Sinclair die gnostische Gemme wieder gefunden hat, geht das Heft in Druck.

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  2. Der Sonntag hat unmittelbar etwas mit der Würde des Menschen zu tun.
    Er erinnert daran, daß der Mensch kein Mittel zum Zweck und
    daß Arbeit nicht der einzige Inhalt und das höchste Ziel des Lebens ist.

    Auch Sonntagskinder sind oft rechte Alltagsmenschen.

    (Erwin Teufel)

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    1. Ich bin ein Sonntagskind. Deswegen arbeite ich nicht :o)

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  3. Die geheimen Zusammenkünfte zu rituellen Voodoo-Zeremonien werden von den Gläubigen Corona-Partys genannt.

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    1. Das ist eine andere Religion. Die Gläubigen bilden ähnlich hermetische Zirkel wie die Zeugen Jehovas oder Scientology.

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