Montag, 18. Mai 2020

Der 20-Billionen-Dollar-Raub


Erinnern Sie sich noch an den großen BER-Betrug? Ein lumpiger Provinzflughafen kostete Milliarden Euro mehr als geplant. Niemand störte sich daran. Was ist, wenn Sie zwanzig Billionen für das größte Bauprojekt der Menschheitsgeschichte brauchen, damit Bill Gates und der Rest der globalen Elite aus dieser Welt flüchten können, die ohnehin nicht mehr zu retten ist? Das ist die Geschichte über den größten Raub, den es jemals gegeben hat:
Ich habe Bill Gates nie gesehen. Aber ich stand auf seiner Liste. Wir sind eine Million Menschen, die von einem Gremium der Bill & Melinda Gates Foundation ausgewählt wurden. Unternehmer, Intellektuelle, Wissenschaftler, Künstler, Ärzte – jeder von uns ist auf seinem Gebiet erfolgreich. Ein Abbild der Welt. Die Reise ging in die Rocky Mountains, mehr darf ich nicht verraten. Dort hat Gates ein riesiges Gelände gekauft, das durch diverse Sicherheitsanlagen geschützt ist. Der Eingang ist in einem Farmhaus in der Mitte des Grundstücks. Mit einem Fahrstuhl geht es fünfhundert Meter tief in die Erde. Dort hat man Gatesville aus den Felsen geschlagen, alle hundert Meter hat man gigantische Säulen stehen lassen, die das hohe Gewölbe stützen.
Man hatte mir gesagt, ich solle nur leichtes Gepäck mitbringen. Persönliche Dinge, mehr nicht. Für alles andere wäre gesorgt. Also hatte ich nur einen Rucksack mit ein paar Büchern und Erinnerungsstücken dabei, dazu einen Stick mit meinen ganzen Texten und Fotos. Der Mann, der mir mein kleines Haus zeigte, gehörte zu den ersten tausend Bewohnern von Gatesville. Mein Haus hatte ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Arbeitszimmer, eine Küche und ein Bad. Etwa neunzig Quadratmeter, umgeben von einer Wiese und Bäumen.
„Ich hätte nicht gedacht, dass die Stadt so grün ist“, sagte ich zu ihm.
Er lächelte. „Wir beziehen unsere gesamte Energie aus Erdwärme. Damit beleuchten wir das Gewölbe sechzehn Stunden am Tag. Die Pflanzen versorgen uns mit Sauerstoff.“
Wir gingen in die Küche. „Ich habe gar keine Geschäfte gesehen. Wo geht man hier einkaufen?“ fragte ich.
„Hier gibt es weder Geschäfte noch Geld. Alles, was sie brauchen, können sie online anfordern. Obst, Gemüse und Getreide bauen wir in Hydrokulturen an. Wasser haben wir hier unten zur Genüge. Fleisch wird künstlich hergestellt. Bekleidung und Schuhe werden aus hochwertigem Kunststoff in einer vollautomatischen Fabrik hergestellt. Farbe und Form können Sie selbst auswählen.“ Er zeigte mir die Küchengeräte, Teller und Bestecke. Alles war komplett eingerichtet.
„Aber es gibt doch auch sicher Personal, um die ganze Stadt zu versorgen, oder?“
„In Gatesville gibt es keine Hierarchie“, antwortete er. „Jeder von uns arbeitet zwanzig Stunden in der Woche. Sie können Kinder unterrichten, bei der Ernte helfen, Brot backen oder ein Konzert geben. Was immer Sie wollen. Die Nachfrage nach Tätigkeit ist höher als das Angebot. Aber Sie haben als Schriftsteller sicher auch genug mit ihren eigenen Projekten zu tun. Die Stadt funktioniert mit einem Minimum an Arbeitsaufwand, für alles gibt es Maschinen. Ihre Produkte werden von Drohnen gebracht. Es gibt ein System von Magnetschwebebahnen, die sie überall hinbringen.“
Wir gingen ins Wohnzimmer, wo ich meinen Rucksack abstellte. „Und die ganzen Unternehmer haben ihr Leben und ihr Vermögen aufgegeben, um hier unten zu leben?“
„Nein. Sie steuern in Gatesville ihre Unternehmen. Sie veranstalten Videokonferenzen und beschäftigen Doppelgänger oder Bevollmächtigte. Anwesenheit ist ein überflüssiger Aspekt der Arbeit. Gelegentlich besuchen sie auch die Oberfläche.“
„Man kann Ausflüge an die Oberfläche machen?“ fragte ich.
„Selbstverständlich. Nach ihrer Rückkehr werden Sie dekontaminiert und von unseren Ärzten untersucht.“
„Und wenn ich den Menschen draußen von dieser Stadt erzähle?“
Der Mann lachte schallend. „Dann wird man Sie für einen Spinner halten. Wir haben die Corona-Krise inszeniert, um eine Erklärung für die verschwundenen zwanzig Billionen Dollar zu haben, die der Bau gekostet hat. Es waren nur wenige Leute eingeweiht, die Ingenieure und Techniker haben zur Belohnung einen Platz in der Stadt bekommen, an dem sie mit ihren Familien wohnen können. Sie halten hier alles am Laufen. Der Lockdown war der perfekte Weg für die Elite, um sich zurückziehen zu können. Alle mussten zu Hause bleiben, das Personal wurde in den Urlaub geschickt.“
Ich grinste. Der Plan war perfekt. „Ich glaube, hier könnte ich es ewig aushalten.“
„Stellen Sie sich auf mindestens zweihundert Jahre ein“, sagte er ernst. „Unsere Forscher sind bei der Entschlüsselung unserer Gene schon sehr weit. Das ewige Leben ist das Kernprojekt dieser Stadt. Willkommen in Gatesville!“
Pointer Sisters – Automatic. https://www.youtube.com/watch?v=sDU6K02igoU

Kommentare:

  1. Dick und Lem waren stolz auf die Geschichte. Mehr!

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  2. Ihr Hunde, wollt ihr ewig leben?

    Friedrich II., der Große

    (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

    *GRUSEL*

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  3. Guter Text zu den Hygiene-Demos und ihre Rolle beim Wieder-Hochfahren des kapitalistischen Systems:

    https://www.untergrund-blättle.ch/politik/deutschland/hygienedemos-und-die-linke-4189.html

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