Dienstag, 14. April 2020

Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown


Blogstuff 418
„Immerhin habe ich das Strömende unserer Zeit so stark gefühlt wie selten in meinem Leben.“ (Stefan Zweig)
Die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung werden verlängert. Ende des Lockdowns: 3. Mai. Das Jahr kann ich Ihnen allerdings noch nicht verraten. Teile der Antwort würden die Bevölkerung verunsichern.
Sollten die Deutschen in Zukunft jemals revoltieren - was sie natürlich nicht machen werden -, dann ruft die Regierung einfach „Seuchenalarm“ und macht den ganzen Laden dicht. Die Politik ist der große Profiteur der Krise.
Jeder junge Mensch will Architekt werden, aber wir enden alle als Hausmeister.
Wäre es eigentlich technisch machbar, dass ab 18 Uhr Bier aus dem Wasserhahn kommt?
Kommt nach Covid19 eigentlich Covid20? Man weiß so wenig.
Es ist erschreckend, dass eine bedeutende Maßeinheit wie der Fußballplatz bis heute nicht normiert ist. Er darf zwischen 90 und 120 Meter lang und zwischen 45 und 90 Meter breit sein. Üblich ist jedoch eine Größe von 105 x 68. Wie viele Menschen in einem Sicherheitsabstand von zwei Metern passen auf den Platz? 1768. Hätte ich nicht gedacht. Nächste Woche: Wie viele Leute passen ins Saarland, wenn sie den Sicherheitsabstand einhalten.
Die Jahresrückblicke von Urban Priol und Günther Jauch im Dezember werden dieses Mal ziemlich monothematisch. Warum sollte man sich den Rückblick auf ein Jahr anschauen, das man eigentlich ganz schnell vergessen will?
Keine Fußball-EM? Okay. Keine Olympischen Spiele? Na gut. Aber jetzt sagt die SPD auch noch ihre traditionelle Spargelfahrt ab! Wird denn die ganze Welt verrückt?
Der Mensch kann alles in Scheiße verwandeln – rein physiologisch betrachtet.
George Bernhard Shaw hat einmal geschrieben, der Weg zur Hölle sei mit guten Vorsätzen gepflastert. Jetzt nehmen wir uns vor, nach der Corona-Krise unsere Lebensweise zu verändern. So wie im letzten Jahr, als wir über den Klimawandel diskutiert haben. So wie nach der Finanzkrise usw.
Neun Uhr morgens. Ich laufe hinunter ins Dorf, um Altglas zum Container zu bringen. Ich treffe einen Freund, der gerade mit dem Bus aus dem Nachbardorf kommt. Er hat sich an der Tankstelle eine Tüte voll Jackie-Cola-Dosen gekauft. Wir setzen uns auf die Bank und trinken zusammen. Ein arbeitsloser Ex-Junkie und ein Blogger. Beim Abschied sagt er „Ich mag dich“. Das hat er in vierzig Jahren noch nie zu mir gesagt. Ghettofaust – die erste Berührung seit vier Wochen. Freundschaft in Zeiten von Corona.– Sein Sohn ist übrigens Krankenpfleger in einem Altersheim. Sozusagen an der Front. Er ist stolz auf ihn.
"Corona" ist nur ein gigantisches Ablenkungsmanöver. Währenddessen reißen sich die Reptiloiden die ganzen seltenen Erden für ihre Handys unter den Nagel. Wacht mal auf, Leute!
2010 erschien „Empört Euch!“ von Stéphane Hessel. Damals dachte ich noch, es wäre eine gute Idee, wenn die Leute sich aus ihrer Apathie befreien würden. Inzwischen geht mir die Dauerempörung extrem auf den Zeiger.
Greta war die Vorhut: Lebt bitte nachhaltig und klimabewusst. Das hat nichts genützt. Dann kam Corona mit der Peitsche. So läuft das in Zukunft, Leute!
Wir sind nicht zwischen zwei Phasen der Freiheit, sondern zwischen zwei Lockdowns.
The Psychedelic Furs – Heaven. https://www.youtube.com/watch?v=4G_CAYf-itw

5 Kommentare:

  1. Also hier ist der Altglas Container voll. Der freundlich müffelnde Massenpfandflaschenabgeber am Automaten wollte meine Buddeln auch nicht haben, hatte aber gute Tips wo ich Sie abgeben könne. Ein tolles System, alle möglichen Läden in der Gegend nehmen die zurück. Leider, o Zufall, kein einziges alle. Mindestanlaufstellenzahl diesmal vier (unter drei hab ich noch nie geschafft). Nächstes mal wandern die wieder in den Müll.

    Die Maßnahmen bei dieser völlig normalen Grippewelle werden vermutlich andere werden als bezweckt. Vom Prinzip werden weder Politiker nach Politologen, andere Popanze, Genderschranzen, Banker und Femofaschisten gebraucht. Auch Greta T. kann wieder auf Mijjionenteuren Yachten segeln gehen da aus Friday for future ja MoDiMiDoFr @home wurde.

    Man kann mit einmal einkaufen die Woche wunderbar klar kommen und wenn der Himmel weiter so blau bleibt spart man sich auch den Flug und Autoverkehr, denn Tropenklima vorprogrammiert.

    Krise ist auch immer ne Chance, u.a. die Schmarotzer loszuwerden weil Sie auf einmal auffallen.

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  2. "Warum sollte man sich den Rückblick auf ein Jahr anschauen, das man eigentlich ganz schnell vergessen will?"

    Und warum geht mir das jedes Jahr so? ;-)

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  3. Was passiert, wenn Mama bei der Telefonkonferenz erschossen wird? Wer macht dann das Mittagessen?

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    1. Vielleicht ist die Mama längst durchs Fenster abgehauen und hat sich nur Vorsprung verschaffen wollen.

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  4. Der Gesichter der @home-Papa's wenn ich die ixjot anlasse und die Plastemütze uffsetze - unbezahlbar! ;)

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