Mittwoch, 11. März 2020

Wenn alle Deutschen 14 Tage zu Hause bleiben


Stellen Sie sich das mal vor! Jeder von uns bleibt zwei Wochen zu Hause. Die erste Frage ist natürlich: Was gibt es zu essen? Bei der Hamsterfamilie in der Großstadt gibt es Nudeln mit Reis und an jedem zweiten Tag Ravioli. In Wichtelbach kaufen wir uns vor der Ausgangssperre noch ein frisches Brot und ein zweiter Laib wird eingefroren. Ich habe Wurstkonserven: Bierschinken, Schwartenmagen, Pfeffer-Lyoner aus meinem Landkreis. Gulaschkonserven, Nudeln, Reis und Wein habe ich sowieso immer vorrätig. Wenn es im eigenen Dorf nix zu kaufen gibt und man kein Auto hat, kennt man das seit Jahr und Tag.
Was würden wir machen? Nicht jeder kann im Homeoffice arbeiten. Der Florist zum Beispiel. Die Krankenschwester sowieso nicht. Vielleicht würden wir das Handy zu Gesprächen nutzen. Freunde anrufen. Die Oma. Ich fände es ja phantastisch, wenn in dieser Quarantänephase alle Medien abgeschaltet wären. Wir würden endlich zur Besinnung kommen. Kein Fernsehen, kein Radio, kein Internet. Vielleicht nur ein einziger Sender, der im Stundentakt die wesentlichen Nachrichten bringt, und ansonsten nur ein Aquarium oder unkommentierte Landschaftsbilder zeigt.
Kein Konsum, keine Produktion. Zeit zum Nachdenken. Zeit für die Familie. Mal wieder ein Buch lesen. Die alten Urlaubsbilder anschauen. Auch die ganz alten, auf denen Sie noch einen Schnurrbart haben. Ein bisschen im Haus rumstöbern. Was es hier für Zeug gibt. Die Kugelschreiber, die nicht mehr funktionieren, diesmal wirklich wegwerfen. Klamotten für die Kleiderspende in Säcke packen. Ein Tagebuch anfangen. Dinge anders machen, wenn man wieder nach draußen darf.
Was für ein Segen wäre das.
P.S.: Wir haben die ersten Infizierten in unserer Verbandsgemeinde, in Langenlonsheim. Zwischen mir und dem Sensenmann liegen nur noch zwei Dörfer und wenige Kilometer. Ein Gymnasium in Bad Kreuznach, auf das auch die Kinder aus Schweppenhausen gehen, wurde geschlossen. Zum Glück sind wir mit der Digitalisierung so weit, dass die Schüler auch zu Hause unterrichtet werden können. Die Vokabeln kommen jetzt per Fax und für den Sozialkundeunterricht wurde ein WhatsApp-Gruppe eingerichtet.
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuznach/erster-corona-fall-im-landkreis-bad-kreuznach_21393241
P.P.S.: Die Impfgegner haben übrigens ihre Demo in München wegen Corona abgesagt.

6 Kommentare:

  1. Zum gestrign 80.Geburtstag von Chuck Norris - noch nachträglich- alles GUte:

    Chuck Norris wird nicht krank. Er bietet Viren einen Unterschlupf an.

    ... (ړײ) *Bonettiso.g.unterschreib*

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  2. Das wird hier nie passieren. Doch nicht bei dem heiligen Gral der Arbeit und dem verbundenen Präsentismus. Die Seuche wird sich daher verdient ausbreiten. Im Übrigen ist es nicht so, dass der Staat unfähig gewesen wäre, entsprechende Maßnahmen zu treffen (aber auch dann würden die glücklichen Sklaven noch arbeiten). Man nutzt die Seuche als Vehikel zur Operation Marktbereinigung.

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  3. Bonjour tristesse11. März 2020 um 11:27

    >>> Dinge anders machen, wenn man wieder nach draußen darf. <<<

    Allerneueste Durchhalteparolen für alle Deutschen in Quarantäne:

    Die schlechte Nachricht! <<<

    Aktien kaufen gegen Altersarmut anstatt Klopapier;

    Hört! Hört!

    Bischöfe empfehlen sparsamen Umgang mit Weihwasser;

    Unbedingt!

    Einmal pro Jahr ordnungsgemäß Randalieren.

    >>> Die gute Nachricht!

    Kein ☃Schneemann☃ ist in diesem Winter erfroren,

    und am Ende trat plötzlich der Schluss ein ...

    Der ✿*゚Frühling゚・✿ kommt früher!

    p.s.

    Die *beste* Nachricht!

    Fremd ist der Deutsche nur in der Fremde, also bleibt wo Ihr seid!

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  4. Da kann eigentlich nur die katholische Kirche dahinterstecken, die den Menschen mal wieder das Vögeln vermiesen will.

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  5. Schöne Geschichte.
    Wir leben in großartigen Zeiten, auf Einmal nur noch alte, weiße Männer am Megaphon.
    Echte Fachleute eben. Hallo Quotentussies und "Realität-durch-Sprechakte-Erschaffer", endlich abgetaucht?
    Ach wie traurig, da wird wohl das Sommerfestival der "Fridays for Future" im Berliner Olympiastadion einer realen Gefahr zum Opfer fallen.
    Sind die Unisex Gender Toiletten in Berlin auch alle Covid-19 sicher?
    Oder müssen, bevor das Gesundheitsamt seine Arbeit machen kann, erst noch ein paar Straßenschilder vom "kolonialen Erbe" gereinigt werden?
    Wie gut im Happy-Hippo-Land alles läuft, offenbart die Google Suche "Einreiseverbot für Deutsche", die Liste wird immer länger.
    Und die Bundestrulla recyclet einfach ihre Sprüche von 2015. Nach "Wir schaffen das" kommt jetzt "Unsere Solidarität und unser Herz sind auf eine Probe gestellt".
    Also, ich Bundeskanzlerin, habe ein für mich abgestelltes 24h Ärzteteam, ihr nicht? Oooooh.
    Schönen Tag noch.

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