Donnerstag, 16. Januar 2020

Organspende als Musical


In der DDR war die Organspende Pflicht, es sei denn, man widersprach zu Lebzeiten. 1975 wurde ein Transplantationsgesetz verabschiedet, das Jens Spahn einfach nur kopiert hat. Es gab mehr Organe als Empfänger, daher konnte man Organe in die Bundesrepublik exportieren. Kein Witz. So manches sozialistische Herz schlug also im Körper des kapitalistischen Klassenfeinds weiter. Das ist doch der richtige Stoff für einen Spielfilm oder ein Musical! „Rote Herzen, schwarze Seelen“. Einem üblen Ausbeuterschwein in Stuttgart wird das Herz eines verstorbenen Stahlarbeiters aus Eisenhüttenstadt eingepflanzt. Plötzlich führt der Boss die 35-Stunden-Woche und das Weihnachtsgeld in seinem Betrieb ein. So in etwa. Ich werde mal einen Praktikanten dransetzen.

4 Kommentare:

  1. Und auch hier ist wieder zu konstatieren: Bonetti hätte die Möglichkeit gehabt, die DDR zum besseren Deutschland zu machen und nicht nur zum eingezäunten Niedriglohnsektor.

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  2. das ist nun wirklich Praktikanten-Stuff, aber zunem Hollywood-Schinken hätte es gereicht. wegen der doch inherenten Dramatik eher auch als Oper!

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  3. Das mit der Organspende ist Unsinn. Mein Vater ist 1981 nach einen Verkehrsunfall als Fussgänger im Krankenhaus verstorben. Mein mußte der Organspende schriftlich zustimmen. Ich war dabei! Wessis, nicht wissen worüber Sie reden & das im Brustton der Überzeugung. Armes Opfer des Kapitalismus

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    1. "Im Gesundheitsrecht der DDR ist festgelegt, dass es zur Entnahme keine Einwilligung der Angehörigen braucht."

      Quelle: https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/organspende-ddr-100.html

      Erst informieren, dann mitreden. Armes Opfer des Sozialismus.

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