Montag, 4. November 2019

Bonetti – Auswahlbibliographie zur Sekundärliteratur


Blogstuff 360
„Der säuerliche Geruch nach Küche und Bier und Wein, nach Schweiß und halbgarem Fleisch, dieser Ritter- und Landsknechtgeruch, in dessen Dunst das Abendland die Welt erobert hat und der nun nur mehr in Wirtshäusern ein kleinbürgerliches und haustierhaftes Dasein fristet, freilich immer noch bereit, hervorzubrechen und über Schlachtfelder sich zu legen, er war auch hier vorhanden (…).“ (Hermann Broch: Die Verzauberung)
Jeden Sonntag sitze ich im Gasthaus zum schwarzen Ochsen zu Gericht. Nach einer Portion Schweinebraten mit Knödeln und zwei Weißbier bin ich bereit, mein Urteil zu fällen. Zuerst wird mir ein Kind mit kurzen Haaren und Brille vorgeführt. Man erklärt mir, es handle sich um die Verteidigungsministerin. (wird fortgesetzt)
Die Erinnerung hebt einzelne Momente aus der unermesslichen Flut vergangener Tage. Plötzlich taucht ein Bild auf, der Blick aus dem Fenster meines Kinderzimmers: auf die mit Teerpappe gedeckte Garagenanlage, auf die exakte Kopie unserer Mietskaserne dahinter, in der mein Schulkamerad Torsten wohnte, auf ein Stück Wald und auf einen Fabrikschornstein.
Es gibt offensichtlich ein großes Interesse an Verboten im Bereich der Ernährung. Juden und Muslime haben ihre tradierten Regeln, der atheistische Deutsche hat sich neue, quasi-religiöse Vorschriften erfunden: Laktoseintoleranz und andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, vegane und vegetarische Ernährung, Trennkost und Diäten.
Seine Welt ist das belanglose Geschnatter, er fürchtet die Konsequenz der Tat. Er fühlt sich geborgen und behütet im Überwachungsstaat. Wenn eine einzelne Person mit den Mitteln der Intrige und der Hinterlist vernichtet wird, nur um die Gemeinschaft zu stärken, hat er Verständnis für die Welt der Politik. Klare Wertmaßstäbe, in Zahlen gegossen und ganz konkret in Form von Scheinen und Münzen leicht zu transportieren, bevorzugt er gegenüber den abstrakten Begriffen der Morallehre. In Gesellschaft älterer Angestellter, in einer Atmosphäre behäbiger, ungelüfteter Kleinbürgerlichkeit fühlt er sich wohl. Er führt ein fiktives Medienunternehmen mit einer hohen dreistelligen Zahl an Mitarbeitern, aber sein Therapeut sagt, er mache Fortschritte: Andy Bonetti.
Die Adria – Rivale der Riviera?
„Zur Zeit ist unser einziger Kundenberater eine rauchen. Bitte warten Sie.“
Restauranttipp in Berlin: Portofino, ältester Italiener in der Stadt (seit 1964), in der Kantstraße 63. Die Spanferkelpizza mit Auberginen war die beste Pizza, die ich seit vielen Jahren gegessen habe.
The Gun Club – Brother and Sister. https://www.youtube.com/watch?v=J1yNuta9uk8

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