Dienstag, 8. Oktober 2019

Von den Ostdeutschen lernen, heißt siegen lernen


Wie haben die Bürger der DDR eigentlich 1990 die sozialistische Wirtschaft an die Wand gefahren? Ganz einfach: Boykott. Produkte „Made in GDR“ wurden nicht mehr gekauft. Selbst die Spreewaldgurke und der Dresdner Stollen lagen wie Blei in den Regalen der untergehenden HO-Welt. Der Trabant wurde über Nacht von einem Objekt kollektiver Sehnsucht zu einem Stück Zonenschrott herabgewürdigt.
Und so machen wir es auch mit der kapitalistischen Wirtschaft der BRD. Anders ist dieses Land, ist diese Welt nicht mehr zu retten. Ab jetzt werden keine neuen Klamotten oder Schuhe mehr gekauft, bis das vorhandene Material im eigenen Haushalt aufgebraucht wird. Danach gilt die Devise: mehr als zwei Paar Schuhe und zwei Hosen braucht der Mensch nicht.
Hygiene: Es wird nur einmal die Woche geduscht. Mit Seife geht man sparsam um, mit Wasser auch. Liebe Damen, Sie müssen jetzt ganz tapfer sein: Make-Up, Parfüm und Deo werden verboten. Ab jetzt sehen sie wieder so aus, wie die Natur es gewollt hat. Es wird gestunken wie in der guten alten Zeit. Toilettenspülung nur noch mit Regenwasser oder Wasser vom Fluss. Halten Sie Eimer bereit. Toilettenpapier entfällt, hier lernen wir vom Inder, die eigene Hand zu gebrauchen.
Ernährung: Obst und Gemüse aus der Region, Kiwi und Avocado entfallen. Fleisch wird streng rationiert und nur auf Lebensmittelkarte ausgegeben.
Stromverbrauch: Wird pro Kopf rationiert und bei Erreichen des Limits wird der Strom abgestellt.
Heizung: Raumtemperatur maximal 18 Grad. Im Winter werden zu Hause Pullover und Wollsocken getragen.
Medien: 2 h Internet pro Tag + 2 h TV oder Radio.
Verkehr: Umstellung auf ÖPNV, massiver Ausbau des ÖPNV-Systems. Verbot des Verkaufs von Neuwagen. Komplette Einstellung des Flugverkehrs und des internationalen Frachtverkehrs, Verbot von Kreuzfahrten, Schließung aller Flughäfen und Seehäfen.
Genossen, das ist der einzige Weg, den Planeten zu retten. Wir müssen den Kapitalismus von innen zerstören, wir müssen das System aushungern. Nach und nach sterben einzelne Branchen ab. Zuerst die Automobilindustrie, dann die anderen Branchen. Mit der wachsenden Arbeitslosigkeit entfällt quasi natürlich der ganze überflüssige Konsum.
Seit Jahren predige ich in diesem Blog Verzicht. Wir dürfen nur noch die Dinge kaufen, die wir wirklich zum Leben benötigen. Glaubt mir, es ist unser einziger Ausweg. Runter von der Droge Ressourcenverschleiß, redet wir wieder miteinander, seht Euch den Sonnenuntergang an – und nicht den Untergang der Erde.
P.S.: Politik ist die Kunst, einen Kompromiss zwischen unterschiedlichen Positionen zu finden. Eine Standardfloskel, die wir alle kennen. Kann es einen Konsens zwischen der Ignoranz und der Todesangst geben? Eine Seite leugnet die Klimakrise oder hofft auf den glücklichen Einfall eines Ingenieurs in letzter Minute, die andere Seite sieht in dieser Krise das apokalyptische Ende der Menschheit, das unaufhaltsam auf uns zurollt. Der lauwarme Kompromiss der Regierung Merkel fächelt dem überhitzten Planeten ein wenig Luft zu und überschminkt seine fieberroten Wangen mit Puder. Es könnte zu wenig sein. Gestern haben ein paar Tausend Menschen von „Extinction Rebellion“ Straßenkreuzungen blockiert. Was wäre, wenn die 1,4 Millionen Menschen, die im September im Rahmen von „Fridays for Future“ demonstriert haben, mit Blockaden und anderen Aktionen des zivilen Ungehorsams das Land lahmlegen? So viele Polizisten gibt es gar nicht, um überall die Ordnung wieder herzustellen.
Aphrodite's Child - The Four Horsemen. https://www.youtube.com/watch?v=3KCbqhJt16k

Alles wird gut, sagt der Herr zu seinem Knecht.

9 Kommentare:

  1. Meine Musik Vorschläge zum Thema:

    Für Extinction Rebellion:
    The Bollock Brothers - The four horsemen of apocalypse
    https://www.youtube.com/watch?v=cRa6c8rg9BI

    Für die Antifa und Kapitalismuskritiker:
    Dead Kennedys - Holiday In Cambodia
    https://www.youtube.com/watch?v=Qr6NOsluHYg

    Für alle, die die Klimarettung bezahlen sollen:
    Queen & David Bowie - Under Pressure (Classic Queen Mix)
    https://www.youtube.com/watch?v=YoDh_gHDvkk

    Für alle, die entweder vom Status Quo oder von der Klimarettung profitieren:
    Frank Sinatra - My Way (Remastered 2008)
    https://www.youtube.com/watch?v=qQzdAsjWGPg

    Für alle, die glauben, nur noch eine Diktatur kann uns retten:
    Freddy Quinn - Hundert Mann und ein Befehl
    https://www.youtube.com/watch?v=DHLOR-o6TsM

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  2. "Danach gilt die Devise: mehr als zwei Paar Schuhe und zwei Hosen braucht der Mensch nicht."

    Mehr habe ich auch nicht ... upsie - doch - ein Kleid noch, für sonntags (ړײ) *mitfreundlichemGRUßausden60igern*

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  3. Alles was wir mit Freude nicht einkaufen spart das Geld, dass wir für gute Lebensmittel, gesellige Abende, Film... und ein Glas guten Wein verwenden können. Damit unterwandern wir den Kapitalismus und fühlen uns sauwohl dabei. Wir denken selbst, und weniger Duschen freut die Haut - denkt an die 50-er Jahre.

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    1. Meine Rede. Heute habe ich nur das Allernotwendigste gekauft. Ein Buch ("Sonne und Beton") und gleich kommt der Pizzaservice aus Daxweiler angerauscht :o)

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  4. Wein dürfte es dann aber eigentlich auch nicht mehr geben.

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    1. Wieso? Ein veganes Produkt aus meiner Region. Von meinem Haus bis zum Weinberg sind es nur 50 Meter. Zum Winzer sind es 200 Meter. Wer kann seinen Wein schon zu Fuß direkt vom Erzeuger holen?

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    2. Wein ist für des Kiezschreibers Gehirn Betriebsmittel. Ohne Wein kann es keine Lyrik absondern .

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  5. Vangeliskacke. Was für ein oller Schrott.Und ich kotze auf diese neue Klimareligion.

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  6. ...veganer Wein...was ein Quatsch....ws ist mit den gequetschten Tierchen ?......lach

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