Samstag, 5. Oktober 2019

Die entscheidende Grafik für alle Klimaschützer


Diese Grafik zeigt, wie groß die Generation Greta in unserer Gesellschaft ist. Nehmen wie die drei Kohorten, die die Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren umfassen: 8,6 Millionen Menschen, etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Die geburtenstarken Jahrgänge finden sich in den Generationen der Eltern und Großeltern. Es sollte also nicht nur Druck auf die Politik ausgeübt werden, um Maßnahmen zum Klimaschutz zu bewirken. Es müssen in den Familien die eigenen Eltern und Großeltern überzeugt werden, sich bei der nächsten Wahl für das Thema Zukunft stark zu machen. Denn das Wählerpotential der Freitagsbewegten ist zu gering, um wirklich Druck auf die sogenannten Volksvertreter ausüben zu können.
Was wird überwiegen, die Bereitschaft zur Verhaltensänderung und zum Verzicht oder der verhängnisvolle Hang zu spätrömischer Dekadenz um den Preis des Untergangs unseres Plastik-Imperiums in fünfzig oder hundert Jahren? Ich bleibe skeptisch. Auch weil ich kein Vertrauen in die Macht und den Willen der Parteien habe, die Gesellschaft spürbar zu verändern. SUV oder Bus, Steak oder Gemüse, Shopping oder Nachhaltigkeit, Gegenwart oder Zukunft? Ich glaube, die Arschlöcher werden sich durchsetzen. Bora Tuwa Bora Sani, wie es im Senegal heißt. So ist es und so wird es immer sein.
P.S.: Den Kalenderspruch aus Afrika habe ich mir nur ausgedacht. Bitte nicht zitieren.

13 Kommentare:

  1. Mittlerweile hat Bonetti beim Klimawandel nur noch mein Mitleid.
    Woher der Glaube, dass da jemand was verändern will?
    Sie sind zu jung, sie kennen 1968 nur aus Büchern, aber ich kann mich nicht entsinnen, daß Kiesinger die Vorgänge begrüßt hat, da sind auch keine Eltern mit marschiert, denn damals wollte man das Problem tatsächlich lösen durch Abschaffung des Kapitalismus.
    Da wurde Demonstranten nicht von der Polizei wohlwollend begleitet, sondern nieder geknüppelt.
    Mit welcher Begründung soll ich denn bei Eltern oder Großeltern eine Änderung ihres Verhaltens einfordern, wenn ich selbst Smartphone-, Streaming- oder Messengerjunkie bin?
    Diese Generation hätte, aufgrund der Tatsache das im aktuellen kapitalistischen Zyklus die Profitrate fast zum Erliegen gekommen ist, es so leicht wie keine zuvor, durch Kaufboykotte Alles, aber auch wirklich Alles, zu erzwingen.
    Was würde wohl passieren wenn alle Apologeten des Untergangs mal kurz inne halten würden, sich auch nur befristet von Netflix und Co verabschieden, 2 Monate keine neue Klamotten, 6 Monate kein neues Smartphone usw.?
    Sie will nicht verzichten, sie will weiter shoppen, nur eben in Grün.
    Die FFF, Greta, Extinction Rebellion, sie alle erinnern an Alkoholiker, die nur eine Möglichkeit sehen von der Krankheit los zu kommen, das Alkohol Verbot, aber bitte nur die Sorte Alkohol, die gerade ein Imageproblem hat.
    Und solange diese Tatsache besteht würde ich als Eltern oder Regierung auch nur Applaus für die Bewegung spenden und ansonsten einfach abwarten, bis der Einstieg in das Berufsleben der Jugend ansteht.
    Dann bleiben alle schön sitzen, wenn Eine/r skandiert: "Wer nicht hüpft ist für Kohle".
    Dann ist Kohle auf einmal der Lebensinhalt.

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    1. Deswegen äußere ich hier ja seit vielen Monaten meine Skepsis gegenüber FFF. Auch im heutigen Blogpost sage ich nichts anderes. Es will niemand wirklich etwas verändern.

      Vielleicht lesen Sie einfach zuerst den Text, bevor Sie Ihren Altherrenzorn im Kommentarbereich verklappen? Thema Verzicht: Seit Jahren schreibe ich hier, dass genau das der Weg ist, den Kapitalismus zu attackieren. Dazu brauche ich keine Alt-68er, die mir die Welt erklären.

      Weitere Kommentare in diesem Tonfall werde ich nicht mehr freischalten.

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    2. Das ich in meiner Ausführung den nötigen Respekt habe vermissen lassen bitte ich zu entschuldigen.
      Da habe ich sehr daneben gegriffen.

      "Es müssen in den Familien die eigenen Eltern und Großeltern überzeugt werden, sich bei der nächsten Wahl für das Thema Zukunft stark zu machen."
      Für mich klingt das eben einfach so, als wäre die Klimabewegung auf einem guten Weg und müsste eigentlich nur genügend Menpower entwickeln und die Kuh ist vom Eis.
      Nichts ist vom Eis, alleine die Frage warum die" Wissenschaft" im politischen Auftrag das Spurengas CO2 als Hauptverursacher benannt hat, ist Antwort genug.
      Das die sogenannten Erwachsenen nichts besseres zu tun haben, als die Jugendlichen in diesem Schwachsinn zu unterstützen zeigt doch eindeutig, dass Alle den tieferen Sinn des Ablenkungsmanövers verstanden haben.

      Beispielhaftes Zitat aus der Agenda 2030 der UNO ist Punkt 8:
      "Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern."
      Ob ich das Unwort "nachhaltig" verwende oder nicht spielt keine Rolle. Wachstum, Arbeit und Vollbeschäftigung sind nicht mit der Ökologie vereinbar.
      Gerade eben kämpfen Deutschlands Windkraftproduzenten für eine Aufweichung des Artenschutzes, der TA Lärm und der Bebauungsordnung um mehr Windräder endlich auch in Naturschutzgebieten und wesentlich dichter an Ortschaften bauen zu dürfen.

      Das, liebe Kinder, ist nachhaltiger, grüner Kapitalismus.
      Und mit Verlaub ist das die Position, auf die hingewiesen werden müsste.
      Der Rest ist nur wieder "Alt gegen Jung", gestern noch bei der Rente, heute in der Umwelt.
      Das Schöne am Sündenbock ist es ja, dass man eigene Fehler nicht hinterfragen muss.
      Deswegen benutzen die Machthaber weltweit sie so gerne.

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    3. Dann hast du den Text falsch interpretiert oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Nochmal in Kurzform: 1. Generation Greta hat aufgrund geringer Größe keine Mehrheit. 2. Um eine Mehrheit zu bekommen, müssen die Alten überzeugt werden. Das wird schwer, weil die Alten nicht mehr betroffen sein werden (hatte ich neulich einen langen Text dazu geschrieben). 3. Selbst wenn es eine "grüne" Mehrheit im Bundestag gibt, fehlt den Politikern der Wille, tatsächlich etwas zu ändern - v.a. den grünen Miles&More-Hedonisten.

      Solange FFF nicht den Kapitalismus als Kernproblem benennt und bekämpft, bleibt alles nur Lametta und verläuft sich im Sand wie Attac, Occupy usw. zuvor.

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  2. Sani ... heißt LERNEN (ړײ)

    Was sagt uns das ... am heutigen:
    Mach-was-Nettes-Tag 2019
    - 5. Oktober 2019 in der Welt ... ?

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  3. In allen Berechnungen fehlt z.B. der Energieverbrauch für Smartphone und Internet, Recherchieren im Netz braucht viel Strom, muss man den jungen Leuten mal sagen. Und alles in die Cloud stellen, und... Ich habe etwas gesagt und bekam als Antwort: Dafür esse ich kein Fleisch und fliege nicht. Wenn es so einfach wäre!

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    1. Die junge Generation ist einfach in einer Konsumwelt geboren, die sie kaum hinterfragt. Wir beide kennen noch eine Welt, in der man nicht aus ökologischen Gründen auf Flugreisen verzichtet hat, sondern weil sich unsere Familien eben keine Flugreisen leisten konnten.

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  4. Konkret würde ich Forderungen wie Euro5 / Euro6 Abgasvorschriften nebst Katalysatoren und bleifreien Sprit, Rauchgasreinigungsanlagen, Wind- und Solarparks, Klärwerke, Fettabscheider, Wärmedämmung, KKW-Stilllegungen, Recyclingsysteme, Dosen- und Flaschenpfand, Altgeräte- und Batterierücknahmeverordnungen nebst einer sinnvollen Grafik mit zumin. ähnlich großen Kohorten vorschlagen.

    Aber ich bin ja auch nicht minderjährig und gehe auf den Medienstrich.

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    1. Drei Tage ohne Strom, dann bricht das Chaos aus. Aber freiwillig auf manchen Strom oder Gerät verzichten geht und macht Spaß. Alles sind nur Scheinplattformen, und ich denke wir können sehr glücklich sein, wenn kleinere Katastrophen eine Änderung des Wirtschaftens bewirken. Ich habe Kinder und Enkel, ich kann nicht so tun, als ob es nicht gefährlich wird. Und trotzdem resigniere ich nicht und lebe Tag für Tag, es ist mein einziges Leben, das ich habe.

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  5. Beim "Klimaschutz" gehts um die Kohle.
    Lieschen Müller denkt bei Kohle an Braunkohle, die deutsche Wirtschaft und Olaf Scholz an was anderes ;)

    Mich stört, mit welch massiver PR die deutschen Gazetten das Thema begleiten.
    Über die "Raketenabwehr" in Polen sprechen sie nicht.

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