Montag, 10. Juni 2019

Warum kostet das chinesische All-You-Can-Eat-Buffet nur 7,90 €?


An den Kosten für Pacht und Energie kann es nicht liegen, ein chinesisches Restaurant hat keinen Preisvorteil gegenüber einem italienischen oder deutschen Lokal. Aber die Personalkosten können schon weit auseinander liegen, wenn es ein Familienbetrieb ist und alle in eine Kasse wirtschaften. Dann muss der chinesische Wirt seiner Frau, seinen Kindern und anderen Familienangehörigen nur pro forma den Mindestlohn oder was auch immer bezahlen.

Der Gewinn liegt im Einkauf, wie es in der Gastronomie heißt. Wenn sich einige Restaurants zu einer Genossenschaft zusammenfinden, können sie zu Großhandelspreisen einkaufen. Dann kostet das Kilogramm Peking-Ente nur 4,09 € (alle Preise vom April 2019) und das Kilogramm Entenbrust mit Haut und ohne Knochen 10,10 €. Aus einem Kilogramm kann man zehn Portionen machen. Hühnchen kosten 2,98 € pro Kilo, Brustfilet 5,74 € und Wings 2,23 €. Das wird am Buffet bevorzugt angeboten, weil es unschlagbar billig ist. Kauft man tiefgefrorene Ware, wird es noch billiger. Dann kostet ein Kilo Huhn nur 2,36 € und ein Kilo Peking-Ente 2,57 €. Althennen, die wegen mangelnder Legeleistung ausgemustert werden, kosten sogar nur zehn bis dreißig Cent pro Kilo, je nach Marktlage.

Über den Reis müssen wir uns erst gar nicht unterhalten. Der Großhandelspreis liegt aktuell bei etwa 35 Cent pro Kilo. Salat und Gemüse sind sehr unterschiedlich im Einkauf. Mir hat mal ein Gastwirt erklärt, das teuerste am Beilagensalat sei die Tomate. Haben Sie schon mal eine Tomate in einem China-Restaurant gesehen? Selbst wenn ein so gefräßiges Monstrum wie Andy Bonetti kommt, der bekanntlich wie eine Anakonda den Unterkiefer aushaken kann und ganze Bottiche in seinen Schlund schüttet, der sich auch noch die Jackentaschen vollstopft, die er mit Alufolie ausgekleidet hat, macht das Restaurant Gewinn. Und Vati Staat sahnt 1,50 € Mehrwertsteuer von den 7,90 € ab.

Alle dürfen sich nach einer solchen Mahlzeit als Sieger fühlen. Zusätzlicher Vorteil: Nach dem Essen ist der Gast geimpft, hat ausreichend Antibiotika und Glyphosat zu sich genommen und hat auf diese Weise sogar noch etwas für seine Gesundheit getan.

Genau so billig wie ein China-Buffet: Wahllos zusammengewürfelte Bilder zum Thema. Das Internet bietet uns alle Informationen und Illustrationen, die wir nicht brauchen.

4 Kommentare:

  1. Ich brauche das ganze Essen nicht, ich /wir kochen selbst. Wenn keine Zeit ist, gibt es Nudeln mit Pesto o.ä.
    In unserer Nachbarschaft war mal ein Chinarestaurant, die hatten soviel mehr Müll im gelben Sack als die ganze Straße gemeinsam: Dosen und Plastik. Müllessen schafft Müll, Krankheiten und unterbezahlte Mitarbeiter und gequälte Tiere. Die Allgemeinheit zahlt dann später die Folgekosten, kassiert hat vielleicht nur eine Mafia.

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  2. Zur Feier des Tages ("Feiertag") war ich heute mit der Familie in einem Gasthaus mitten im Wald, war sehr schön und man konnte draußen sitzen. Da ich kein Auto habe und es in Schweppenhausen keine Restaurants gibt, muss ich sowieso alles selbst machen. Aber dann weiß ich wenigstens auch, was drin ist und wie es schmeckt :o)

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  3. Der größte Einzelposten beim Chinamännlein sind die 5 Tonnen Glutamatverbrauch im Monat.

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  4. Ein Rezept mit Hund wäre auch mal eine gute Idee.

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