Donnerstag, 20. Juni 2019

Merkmale des Nazi-Terrorismus

"Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren - bis zur letzten Patrone." (Horst Seehofer)
Der Nazi-Terrorismus weist fundamentale Unterschiede zum islamistischen Terrorismus und zum Linksterrorismus auf. Erste Gedanken zu einem Thema, das uns seit der Weimarer Republik beschäftigt und uns weiter beschäftigen wird.
Zunächst fällt auf, dass es nach der Ermordung von Walter Lübcke kein Bekennerschreiben gab. Keine Organisation hat sich offen zu dieser Tat bekannt. Es wurden keine Forderungen gestellt. Es gibt auch keine Selbstmordanschläge von Nazi-Terroristen.
Nazi-Terroristen verfügen über einen parlamentarischen Arm. Parteien (AfD, NPD, früher: DVU, Republikaner usw.) dienen als Tarnorganisationen. Das unterscheidet sie von RAF, Bewegung 2. Juni, Al-Qaida und IS.
Nazi-Terroristen haben den Sicherheitsapparat, also Polizei, Bundeswehr und Nachrichtendienste, infiltriert. Das NPD-Verbot scheiterte an der hohen Zahl von „Verfassungsschützern“ in der Partei. Das erschwert ihre Verfolgung in erheblichem Maße, wie bereits im Fall des NSU zu sehen war.
Die Polizei überwacht nicht die Sympathisanten der Nazi-Terroristen. Es gibt keine Rasterfahndung oder Aufrufe an die Bevölkerung zur Unterstützung (man denke an die unseligen RAF-Fahndungsplakate, auf denen Gesichter durchgestrichen wurden).
In der Politik gibt es keine Diskussion über Nazi-Terrorismus und seine Bekämpfung. Volksverhetzer wie Thilo Sarrazin, Björn Höcke oder Erika Steinbach dürfen unbehelligt ihrer Tätigkeit nachgehen.
Während es zur Zeit der RAF höchstens „klammheimliche Freude“ in der Bevölkerung gab, wird heute im Internet und bei Demonstrationen offen zu Hass und Mord aufgerufen, ohne dass die Ermittlungsbehörden eingreifen. Auch der Entstehung „national befreiter Zonen“ im Osten Deutschlands wird tatenlos zugesehen.
Den Linksterrorismus gibt es nicht mehr. Islamistischer Terror hat, mit Ausnahme des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche 2016, in Deutschland nie eine große Rolle gespielt. Nazi-Terroristen haben bisher seit der Wiedervereinigung hunderte von Menschen ermordet.
Wird dieser Terror mit voller Absicht von Politik und Medien ignoriert? Gibt es eine klammheimliche Freude bei Mitgliedern der AfD und der CDU/CSU, bei Mitarbeitern der Polizei und der Nachrichtendienste, bei BILD, Cicero und Tichys Einblick, wenn ein Afrikaner durch die Straßen gejagt oder ermordet wird?

17 Kommentare:

  1. Jetzt, wo es einen alten weißen Mann getroffen hat, einen Berufspolitiker, berichten die Medien doch.

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    1. Aber wie zurückhaltend wird berichtet. Gerade in Hinblick auf die Medien-Hysterie der 70er Jahre stelle ich mir vor, was hier los wäre, hätte ein offensichtlich Linker einen deutschen Kommunalpolitiker ermordet.

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    2. Ja, ein Linker oder ein Kriegsflüchtling. Dann wäre nicht nur in den Medien die Hölle los, dann gäbe es überall Hausdurchsuchungen und Straßensperren.

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    3. Es gab damals, zu Zeiten der RAF, noch eine zweite RAF: Die bravbürgerliche 'Rübe-ab-Fraktion', die sich bezüglich ihren Vorstellungen vom Strafvollzug keinen Zwang antat. Möchte nicht wissen, wie viele brave Bürger jetzt denken: Tja, ist er schon ein wenig selbst schuld, der Lübcke, was schwingt er auch solche Reden.

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    4. Die "schweigende Mehrheit" der "besorgten Bürger" - das deutsche Grauen.

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  2. Dazu kommen Reichsbürger und Prepper.

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  3. Das ist unerträglich. Seit Tucholsky ist bekannt, dass die Justiz auf dem rechten Auge blind ist. Leider begreifen viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die Gefahr nicht, die von Überwachung und anderen technischen Möglichkeiten ausgehen. Bei uns nicht sofort, aber die Mehrheiten ändern sich vielleicht, und Anfänge sind gemacht, zum Gewöhnen(Polizeigesetz...).
    Was soll ich tun?

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    1. Wenn es um Terrornetzwerke geht, kannst du als Einzelne gar nichts machen. Da sind die Ermittlungsbehörden gefordert. Man hat doch jahrelang nach mehr Geld für Polizei und Geheimdienst gerufen und es auch bekommen - jetzt will ich Taten sehen. Jedem Steinewerfer vom Hamburger G20-Gipfel wird jahrelang hinterher recherchiert und gefahndet. Der Staat muss jetzt beweisen, dass die Gesetze für alle gelten, egal ob links oder rechts. Sonst verliert er noch mehr Unterstützung.

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  4. Die Theorie wird leicht mit den vergangenen und künftigen Problemen fertig; vor den gegenwärtigen ist sie machtlos.

    François de La Rochefoucauld (1613-80)

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  5. ….ist doch klar, dass die jetzt das grosse Muffensausen bekommen...da hat ein Rechter nun einen von der falschen Zielgruppe erschossen und nun kommt die Angst, dass der sich nicht vielleicht nur vertan hat, sondern eine neue Richtung gefunden hat......

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  6. Also Nazis scheitern schon daran das es kaum noch Juden in Deutschland gibt.

    Den Sicherheitsapparat mussten Sie auch nicht infiltrieren, der ist von sich aus stramm rechts. Deswegen wird die NPD auch nicht verboten, es ist eine reine BND Veranstaltung. Von sich aus sind die Typen nun mal nicht in der Lage eine Partei zu führen ohne das einer mit der Kasse abhaut. Der Rest hat dann eher den Charme der legendären Axel Stoll (s. Youtube) Versammlungen.

    Sarrazin mag ich auch nicht, aber was er sagt ist nachvollziehbar und belegt trocken technokratisch. Man muss sich nur mal die Mühe machen das direkt zu lesen/hören ohne das Tamtam der Presse.

    G20 war die Ariadne( (Troja) von Scholz. Seine Beigabe um nach Berlin zu kommen. Wohne da direkt und kenne die Typen. Das was da lief war klar vom Staat inszeniert, die Verfolgung der "Steinewerfer" lediglich Mimikri. Die importierten "Aktivisten" (militärische Ausbildung erkannt man an der Motorik) sind gleich wieder nach Hause gefahren.

    Dein toller Staat ist nicht auf dem rechten Auge blind, er besetzt beide Flügel. Bei den linken ist das nur leichter.

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  7. Also Nazis scheitern schon daran das es kaum noch Juden in Deutschland gibt.

    Den Sicherheitsapparat mussten Sie auch nicht infiltrieren, der ist von sich aus stramm rechts. Deswegen wird die NPD auch nicht verboten, es ist eine reine BND Veranstaltung. Von sich aus sind die Typen nun mal nicht in der Lage eine Partei zu führen ohne das einer mit der Kasse abhaut. Der Rest hat dann eher den Charme der legendären Axel Stoll (s. Youtube) Versammlungen.

    Sarrazin mag ich auch nicht, aber was er sagt ist nachvollziehbar und belegt trocken technokratisch. Man muss sich nur mal die Mühe machen das direkt zu lesen/hören ohne das Tamtam der Presse.

    G20 war die Ariadne( (Troja) von Scholz. Seine Beigabe um nach Berlin zu kommen. Wohne da direkt und kenne die Typen. Das was da lief war klar vom Staat inszeniert, die Verfolgung der "Steinewerfer" lediglich Mimikri. Die importierten "Aktivisten" (militärische Ausbildung erkannt man an der Motorik) sind gleich wieder nach Hause gefahren.

    Dein toller Staat ist nicht auf dem rechten Auge blind, er besetzt beide Flügel. Bei den linken ist das nur leichter.

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  8. By the way, Iphigenie war gemeint, nicht Ariadne.

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  9. Kein Witz: In der sachsen-anhaltinischen CDU will man jetzt eine Koalition mit der AfD prüfen. Motto, ebenfalls kein Scheiß: "Das Soziale mit dem Nationalen versöhnen." -- Für wie deppert halten die einen eigentlich?
    Kritik wird dann vermutlich mit dem Steinbach-Zitat von den linken NationalSOZIALISTEN gekontert.

    Das ist doch alles nur noch eine einzige Beleidigung der Intelligenz.

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    1. Sonneborn meinte, die neue Koalition könnte sich "Sozialnationalisten" nennen. Smiley.

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    2. Das sind Zeiten, in denen die Realität die Satire an Bissigkeit übertrifft.
      Manchmal denke ich, da schreibt die Titanic das Drehbuch, aber sowas denkt sich niemand aus.

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    3. Sonneborn bleibt unter seinen Möglichkeiten.

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