Sonntag, 16. Juni 2019

Am Brunnen

Der Brunnen in der Mittagshitze. Kleine Kinder und Hunde im Wasser, Mütter sitzen am Rand. Jetzt mit dem glühenden, schweißnassen Schädel eintauchen. Oder wenigstens die Hände kühlen. Noch besser wäre es freilich, wenn ich mit einer Arschbombe hineinspränge, aber dann wäre das flache Becken leer. Was würden die Leute denken? Erschrockene Eltern, Handyvideos im Internet, vielleicht käme sogar die Polizei. So bleibt nur der sehnsüchtige Blick aufs Wasser, während man vorüber geht. Es gibt Freiheiten und Unfreiheiten, die stehen in keiner Verfassung.

Es ist nicht auszuhalten.

Kommentare:

  1. Lege Dich in einen Bach! Springen nutzt eh nichts, wenn die Wassertiefe fehlt. Oder halte den Kopf unter den Wasserhahn, um einen kühlen Kopf zu behalten. Das waren meine Ratschläge zu der Sommerhitze, Deine Gedanken beim Brunnen kann ich verstehen.

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  2. Der kluge Anhalter trägt immer ein Handtuch bei sich.
    Ein Handtuch, kein Badetuch wohlbemerkt.
    Dieses nützliche Kulturgut lässt sich nässen und kühlt den Mann von Welt vortrefflichst ab.
    Auch in manch anderer Situation kann es ein nützlich Ding sein.
    Hatte Bonetti dies nicht auch in seinem Reiseführer beschrieben?

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