Mittwoch, 1. Mai 2019

Nur mal so am Rande

Ich mache es heute ganz kurz, weil ich ja auch noch was anderes zu tun habe. Den Vögeln lauschen. An der Matratze horchen. Sie wissen schon. Ich komme zum Fazit: Das Hauptproblem ist der deutsche Idealismus.
Wir wollen immer hundert Prozent und zwar sofort. Ansonsten werden wir hysterisch und der Weltuntergang droht, wenigstens aber der Verlust des Abendlands. Das ist natürlich die falsche Einstellung und führt zu nichts.
Wenn man achtzig Prozent erreicht hat, ist das ein unglaublicher Erfolg. Selbst siebzig Prozent sind Weltklasse. Aber der Deutsche sieht immer nur schwarz und weiß. Hundert oder null Prozent. Der Weg, wenn es denn mal klappen sollte, führt aber vom Dunkelgrauen ins Hellgraue. Er ist mühselig und ohne Pathos, dafür jedoch mit Geduld und Schweiß verbunden.
Weitsicht und Langmut sind Eigenschaften, die dem Charaktergemisch zwischen Rhein und Oder nicht gegeben sind. Wir drehen gerne durch. Vielleicht wurde Düsseldorf an einem Tag erbaut, Rom sicher nicht. Ich sage: Das wird schon. Und wenn nicht, ist es auch egal. Dann ist wenigstens Ruhe im Karton.
Fred Astaire & Ginger Rogers - Let's Face the Music and Dance. https://www.youtube.com/watch?v=c08wiEyVuak

3 Kommentare:

  1. Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.

    Friedrich Hebbel (1813 - 1863)

    UND heute - am Tag der Arbeit - nur das nötigste, als 5% arbeiten...
    beim Kaffeekochen, Mittagessen, Kaffeetrinken, Abendessen und beim 1/4le Pfalzwein oder Berliner Weiße Trinken (ړײ)

    *zwinkerndwinkewunkt*

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    1. Dir auch einen schönen arbeitsfreien Tag der Arbeit. Ich bin heute Nachmittag bei Familie Ackerbau zu Gast und werde mir bei hoffentlich schönem Wetter die Urlaubsfotos anschauen und die Urlaubsgeschichten erzählen lassen. Dann werde ich auch sehen, ob der Acker schon bestellt ist.

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  2. Danke !
    Für diese tröstenden Worte.
    Damit man auch selber einsieht, daß es nicht immer perfekt sein muß.

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