Freitag, 10. Mai 2019

Mama, ich will Wurstprinzessin werden!




Jetzt bei ALDI Nord. Auf den Jungs-Verpackungen sind Autos drauf. Die Verblödungs- und Manipulationsspirale rotiert immer schneller.

13 Kommentare:

  1. Wir können nicht alle Prinzessinnen sein.
    Irgendjemand muss doch klatschen, wenn ich auf meinem Einhorn ...in meinem Bugatti ... vorbeireite.

    *manischLOL*

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  2. Denn man Prost:
    https://tinyurl.com/y4zobyym

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  3. Den Quatsch gibt es schon ewig, habe ich mich auch diverse Mal in meinem Blog drüber aufgeregt. Äpfel im Heidi- oder Wikie und die starken Männer-Schale, Brot in Cars- oder Disney-Folie... Und es gibt Leute, die da auch noch was drauf geben. Ich sehe in meinem Aldi (Süd) immer wieder Leute, die den ganzen Apfel-Packungs-Stapel nach der richtigen Packung durchwühlen. Bei Kinder-Duschgel oder Badeschaum ist das auch schlimm... Ich feiere ja das von Rossmann mit der Feuerwehrfrau drauf. Hätte ich ein Mädchen und müsste der unbedingt so was kaufen, dann bekäme die nur das. Mädchen können nämlich auch harte Arbeit machen und gefähliche Jobs aushalten (und gelb mögen )- so, die brauchen nicht alles in rosa. Und Jungs dürfen auch vor etwas Angst haben und was weiß ich Prinz sein wollen oder Pferde mögen und rosa Zeug anziehen, wenn sie wollen. Mann! Heutzutage wirst du als Junge schon blöd angeguckt wenn du das Wunderland-Katjes-Zeug isst, weil das pink oder lila eingepackt ist... (schon gehabt.)

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    1. Schön finde ich auch die pseudo-präzisen Angaben "mit 10% magerem Geflügelfleisch". Was sind die anderen 90%? Fettes Schweinefleisch und Schlachtabfälle? "30% weniger Fett". Im Vergleich zu was?

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    2. Das auch, das auch. Das ist das nächste perfide an dieser Art Marketing. Die Kinder sehen die Sachen und wollen sie unbedingt haben. Sie insistieren darauf mit Methoden, die einige Kinder eben so an sich haben. Die Eltern sind so genervt oder auch beschämt, dass sie das Zeug kaufen ohne sich zum Beispiel über die Inhaltsstoffe Gedanken zu machen.

      Wir als Kinder in den 80ern und frühen 90ern hatten auch Joghurt in Bechern auf denen Alfred J. Kwak oder die Gummibärenbande als Motiv war und wollten das haben, aber das war ganz normaler Erdbeerjoghurt, der halt Kindern schmackhaft gemacht werden sollte - wofür Eltern damals noch dankbar waren, da sie dachten, dieses industriell gefertigte Zeug sei gesund, war ja Joghurt und der ist aus Milch, Milch heißt Calcium und Calcium ist gut für die Entwicklung etc. - und nicht irgendwie unterschwellig die Botschaft vermitteln sollte "Dieses für Mädchen" (denn so sind Mädchen) und "Dieses für Jungs" (denn so sind Jungs).

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    3. Ich bin extrem auf die Spielsachen reingefallen, die in den Süßigkeiten waren. In den Kartons von Kellog's, meine Lieblingssorten waren Frosties und Smacks, war immer noch irgendwas drin. Das wollte ich haben. Also als erstes den Karton aufreißen und das Spielzeug rausholen. Im Nutella-Deckel waren winzige Comicbücher von Asterix oder Schablonen zum Malen. In der Folge hatte ich schon in der fünften Klasse ein Gebiss wie eine Pralinenschachtel: voller Füllungen. Man verkauft den Kindern auf diese Weise Zucker ("Getreideflocken"), Fett ("Prinzessinnenwurst") und Farbstoffe.

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    4. Das kenne ich auch noch. Kannstest du die Plastik-Ufos und -Schiffe, die es bei McDonalds bis ca. 1985 als Vorläufer der Juniortüte gab? Die Spielsachen waren mir ziemlich egal, ich wollte die Ufos. Einige Kindersendungen aus der Zeit hatten Kooperationen mit Senf- oder Ketchupherrstellern ("Hallo Spencer" zum Beispiel war auf Senfgläsern), aber auch mit Nutella und so (ich glaube, da gab es Wackelbildchen). Und die "Tattoos" in den Bazooka-Kaugummis kann man auch in die Richtungt zählen. Wenigstens war das noch geschlechtsneutral.

      Gerade im Supermarkt: Ich habe mir Fisherman's Friend gekauft. Hinter mir stand ein Junge, nahm Himbeer und hielt das seiner Mutter hin, weil die offiziell Rapsberry heißen und er das Wort nicht kannte. Sie: Er soll das weg tun, das ist für Mädchen.

      Also nichts mehr rosanes essen, weißte Bescheid.

      (Ich warte dann mal darauf, dass mir Hoden wachsen, ich esse fast nur die schwarzen Fisherman's mit Salmiak und die müssten dann ja exklusiv für Männer sein.)

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    5. Der Werbespruch "Sind sie zu stark, bist du zu schwach" richtet sich ja direkt an Männer, denen Stärke und dicke Muckis ja bekanntlich über alles gehen.

      Achte beim Einkaufen mal auf Light-Produkte, die werden nur von Frauen gekauft.

      Meine Generation konnte man ja noch mit Pril-Blumen ködern. Auf jeder Badezimmerkachel eine :o)

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    6. Wir - im Sinne von meine Generation - hatten den kurzzeitigen Nachfolger der Prilblumen: Runde fluoreszierende Aufkleber mit geschweiften Sternen. Der Stern leuchtete im Dunkeln und der Schweif war ein Regenbogen. Fand ich cool, aber wir - meine Familie - hatten nie Pril. Ich gebe allerdings zu, dass ich vor mehreren Jahren als die eine Werbeaktion "Jetzt mit Prilblumen" hatten nur wegen der Aufkleber mal eine Flasche gekauft habe, also nein, ich bin nicht total immun.

      Ich bin mir nicht sicher ob die "Light"-Produkte nur oder primär von Frauen gekauft werden, aber es stimmt, dass die die Zielgruppe der Werbung sind, für männliche Konsumenten wurde "Zero" erfunden. Das ist wie mit Mars und Snickers, die sollen sich an Männer richten, Frauen sollen Youghurette und Raffaello (beides pfui) essen.

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    7. Ich habe mir heute beim Bäcker im Nachbardorf einen halben Zitronenkuchen gekauft. Ich glaube, der ist Unisex ;o)

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    8. Hoffen wir's, sonst dreht sich meine Oma im Grab um, die hat mir immer Zitronenkuchen gebacken.

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  4. Bestimmt kommt auch dazu gleich wieder irgendein Sozialdemokrat daher und erzählt einem, ... man müsste doch nur ... hier und da ein paar Stellschrauben drehen und diese und jene Steuer erheben und dann könne man den Kapitalismus schon zum Guten wenden.

    Die Konzepte Eigentum, Tausch, Geld, Produzieren für den Profit statt für den Bedarf will man einfach nicht hinterfragen.

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