Dienstag, 5. Februar 2019

Kampf dem Feindstaub


Blogstuff 277
„Wenn Dir jemand sagt, ich sei tot, glaube es nicht... Ich bin der Regen und das Feuer, das Meer und der Wirbelsturm. Sei nicht traurig. Ich sterbe niemals.“ (Klaus Kinski)
Der folgende Text war in der Kategorie „Merkwürdigster Textanfang“ für den Goldenen Bleistift in Offenbach nominiert:
Sie hatten Captain Speck in eine Wurstmaschine gestopft, durch den Wolf gedreht und dann in den künstlichen Darm eines billigen Anzugs gepresst. Der grobe dunkelblaue Stoff lag auf ihm wie eine zweite Haut, glatt und ohne eine einzige Falte. Es geschah, als er einen Eimer frittierter Hähnchenteile in sich hineinstopfte. Er hörte das leise Knacken, als ob er in ein Eis mit Schokoladenüberzug gebissen hätte. Der Anzug bekam einen Riss und dann platzte er auf und Teile von Captain Speck quollen heraus wie die Füllung aus einem kaputten Sofa. „Der KGB mag dich nicht“, hörte er eine dröhnende Stimme, „Mütterchen Russland will, das du stirbst.“ (wird nicht fortgesetzt)
Meine alte Waschmaschine (Baujahr 1992) brummt und vibriert wie eine chinesische Mondrakete. Wenn ich mich beim Schleudergang draufsetze, ist es wie Rodeoreiten.
Vielleicht steigt der Meeresspiegel gar nicht, sondern die Kontinente versinken langsam im Ozean, weil es immer mehr Menschen gibt und wir immer fetter werden.
Hätten Sie’s gewusst? Die Frisbee-Scheibe wurde 1977 von Sir Montgomery Frisbee erfunden und diente ursprünglich zur Abdeckung von Mikrowellenmahlzeiten.
Im Hechtsprung und mit gezogener Waffe rolle ich über die Motorhaube eines Ford Gran Torino. Leider hat es keiner gesehen, weil ich es in Schweppenhausen gemacht habe.
Als ich in den achtziger Jahren Politikwissenschaft studiert habe, haben wir in einem Seminar auch den militärisch-industriellen Komplex durchgenommen, die Zusammenarbeit von Rüstungsindustrie, Pentagon und Politikern. Im Informationszeitalter bilden US-Internetkonzerne, US-Geheimdienste und Politiker den neuen Komplex. Ich bezweifle aber, dass man an der Uni etwas darüber lernen kann.
Glitzerhoden bei Hunden. Trend oder Unsinn? Diskutieren Sie mit Ihrem Friseur:
https://newsboost.de/glitzerhoden-bei-hunden-ist-das-der-neue-trend?fbclid=IwAR0YZyGPw0_viHvK48o9uFEGXPeMd9WTsqgqgPrlJMasJdWDcevmQMrscMI
Wenn ich noch einmal zwanzig wäre, würde ich alles anders machen. Ich verstehe die Menschen nicht, die selbstgefällig behaupten, sie würden alles nochmal haargenau so machen. Wie langweilig. Das Leben als banale Wiederholung. Ich würde andere Dinge ausprobieren. Nicht, weil mein jetziges Leben oder meine Vergangenheit voller Fehler gewesen wären, sondern aus Neugier. Kein Studium, kein Umzug nach Berlin, vielleicht eine Familie gründen, Handwerker werden oder den Pilotenschein machen. Ein ganz neues Leben führen.
„Meine Tochter heißt Alexa. Ich stehe doch jetzt da wie ein Vollidiot!“ (Heinz Pralinski)
Geschäftsidee: Golfballautomaten auf Golfplätzen aufstellen.
Björn Höcke: Ein Würstchen, das davon träumt, eine Wurst zu werden.
Mein Werbe-Claim „Stein oder nicht Stein – das ist hier die Frage“ wurde sowohl von Obi, Bauhaus als auch von Hornbach abgelehnt.
Weil es immer heißt, Bonetti sei nicht sozial: Seit 2017 ist er stellvertretender Leiter des achtsamkeitsbasierten und glutenfreien Eltern-Kind-Kreises im Mehrgenerationenhaus Bad Nauheim.
Fehler in meinen Texten quittiere ich nur noch mit dem Kommentar „Das war bestimmt die Autokorrektur.“
Rheingold - Fan, Fan, Fanatisch. https://www.youtube.com/watch?v=y-0x6yDlVrM

Es wird definitiv eng - ein Symbolbild zur Lage in Venezuela.

Kommentare:

  1. Ich hab noch eine "Priv*l*g" von "Qu*l*e" und setze mich auch beim Schleudern drauf. Bisher dachte ich, ich sei allein mit meiner perversen Neigung.. Aber jetzt, wo Du es sagst...

    AntwortenLöschen
  2. Events im Februar 2019
    5 Di

    Hast-du-gepupst?-Tag
    Welt-Nutella-Tag
    Vietnamesisches Neujahr (Tet-Fest)
    Chinesisches Neujahrsfest
    Safer Internet Day
    Tag der Meteorologen
    Nationaltag des Schokoladenfondues

    ...und in China fällt wieder ein Sack Reis um

    *puuups*

    AntwortenLöschen
  3. Du würdest gar nichts anders machen.
    Ich hab es ausprobiert. Was mir im im Zeitreisebüro nämlich verschwiegen wurde, vorsätzlich wie ich jetzt vermute, ist die Tatsache, dass du dein jetziges Wissen bei der Rückführung verlierst.
    Erst letzte Woche, als ich wieder vor dem Büro stand (Inhaber kein Geringerer als Perry Rhodan), fiel mir Alles wieder ein. Schönen Dank auch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kommt auf das Jahr an. Wäre ich jetzt, 2019, wieder zwanzig - und gerne ohne mein heutiges Wissen -, dann würde ich z.B. keinen Zivildienst mehr machen, weil es den nicht mehr gibt. Vielleicht würde ich nach dem Abi wirklich wieder studieren, aber heute ist der NC anders. Mein Neffe ist nach dem Abi letzten Sommer für ein halbes Jahr nach Australien gegangen, Work&Travel. Die Möglichkeit gab es damals gar nicht, da konnte sich kein normaler Mensch eine Reise nach Australien leisten. Wenn ich jetzt zwanzig wäre, würde ich vielleicht auch mal ins Ausland?

      Wenn es keine Zeitreise zurück ins Jahr 1986 wäre, sondern die biologische Uhr heute von 52 auf 20 Jahre zurückgedreht würde, wäre vieles anders. Es gibt ja auch Zufälle, durch die man eine bestimmte Richtung einschlägt. 1995 wollte ich mich mit einem anderen Doktoranden selbständig machen, einen Internet-Newsletter wollten wir machen. Dann bot man mir aus heiterem Himmel einen Job in Forschung&Beratung an, bei dem ich nicht nein sagen konnte. Es passiert ja nicht alles haargenau ein zweites Mal.

      Löschen
  4. Rheingold !
    Das waren ja eigentlich Popper, die an verachtete.
    Aber die waren derart vorne, absolut moderne Musik !

    Dreiklang Dimensionen
    so tacktvoll

    AntwortenLöschen
  5. Die Kryptografie, bzw. ihre Entwickler, sind ja deswegen so geil auf den Quantencomputer, weil es in der atomaren Welt genau das nicht gibt:
    „Es gibt ja auch Zufälle, durch die man eine bestimmte Richtung einschlägt.“

    Die einzige TV-Serie im Privatfernsehen die je konstant geschaut habe, handelte von spektakulären Flugzeugunglücken und der anschließenden Aufarbeitung durch Experten.
    Würde man das Leben und Verhalten eines Menschen, sei es nur an einem einzigen Tag, so haarklein analysieren, wie diese Unfälle, käme einfach nur heraus, das selbst die Hormonausschüttung um 10:45 Uhr in der Nebenniere, welche später am Tag zur Entscheidung XYZ führte, eine Ursache hatte.
    Nein, ich glaube nicht an Voherbestimmung oder ähnlichen Quatsch, aber im Nachhinein lässt sich für jedes Verhalten, jede Entscheidung und jede Handlung die exakte Ursache ermittelt.
    Und so herum betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch mit der gleichen Vorgeschichte zu irgendeinem Zeitpunkt seines Lebens, eine andere Entscheidung treffen würde, gleich Null.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Hormonausschüttung in der Nebenniere und andere Dinge aus der Welt der Biologie und Physik sind aber nicht die einzigen Einflussfaktoren. Der Zufall spielt eine große Rolle. Frau X lässt am Morgen ihre Kaffeetasse fallen. Sie wischt den Kaffee auf und wirft die Scherben der Tasse in den Mülleimer. Deswegen verpasst sie ihren Zug und muss auf den nächsten Zug warten. Nur deswegen lernt sie Herrn Y kennen. Hätte sie den Zug erwischt, hätte sie mit anderen Menschen im Abteil gesessen. Frau Y und Herr X heiraten und ohne die fallende Kaffeetasse hätten sie sich nie kennengelernt. Es ist nicht alles exakt berechenbar und nicht jede Entscheidung hat eine logische Ursache. Welches Hormon entscheidet, welche Schokolade ich nachher im Supermarkt kaufen werde? Da können Sie mein Verhalten noch so genau analysieren, Sie werden es nie vorhersagen können. Ich habe ja noch nicht einmal einen Einkaufszettel ;o)))

      Löschen
    2. "Es ist nicht alles exakt berechenbar und nicht jede Entscheidung hat eine logische Ursache"
      Ich meinte eigentlich deutlich geschrieben zu haben, das es nicht um Vorhersage geht.
      Selbstverständlich ist nicht alles exakt berechenbar (im Sinne einer Vorhersage) und selbstverständlich hat ALLES eine logische Ursache.
      Das die Kaffeetasse fällt ist kein Zufall.
      Bei der Unfallanalyse wird festgestellt, das während der Produktion der Kaffeetasse ein Mikropartikel in der Form eine Unebenheit hervorgerufen hat.
      In dieser Unebenheit sammelt sich später die nicht mal sichtbare Wassermenge, die dafür sorgt, dass Frau X die Tasse aus der Hand rutscht.
      Genauso können wir exakt analysieren, woher der Mikropartikel kam, oder warum Frau X Herrn Y überhaupt sympathisch findet. Es gibt keinen Zufall.

      Und noch einmal: Es geht nicht um Vorhersage, es geht um rückwirkende Ursachenermittlung.
      Niemand kann vorhersagen, wie eine Person handelt oder entscheidet. Ist die Handlung aber ausgeführt oder die Entscheidung gefallen, kann man bei umfassender Kenntnis aller Parameter genau beschreiben, warum die Person so entschieden hat, und nicht anders.

      Aus diesem Grund wird sich auch jeder Mensch, dem die Folgen seines Handelns ja noch nicht bekannt sein können, da sie in seiner individuellen Zukunft liegen, in die gleiche Situation zurück versetzt, genauso wieder entscheiden.

      Beispiel Schokolade: Welche Schokolade Sie gleich kaufen entscheidet ganz einfach ein Hormon- und Chemikalienmix in Ihrem Verdauungssystem und Kleinhirn.
      Auch kein Zufall.
      Der Mix entsteht aus der Kombination ihrer Vorlieben (Erfahrung, Erziehung, Erinnerung, Beeinflussung von Außen; jeder einzelne Punkt wieder ermittelbar warum, wieso, weshalb) und den Anforderungen die Ihre Bauchspeicheldrüse an das Kleinhirn vermeldet.
      Einzig und allein die Tatsache das biochemische Prozesse nach dem gegenwärtigen Stand der Technik noch zu komplex sind, um sie auch nur ansatzweise adhoc zu beschreiben, lässt den Raum für den Traum vom "freien Willen", dem "Zufall" und "Gott".

      Einfach mal nach Toxoplasmose gondii googeln und nachlesen wie dieser Parasit mit seinen biochemischen Waffen Mäusen die Angst vor Katzen austreibt, weil die Katze sein Endwirt ist.

      Löschen
    3. Das halte ich für eine Hypothese, da es noch niemandem gelungen ist, den "Hormon- und Chemikalienmix" im gesamten Körper während eines Besuchs bei REWE zu analysieren. Ob Sie recht haben oder Ihrerseits einer ideologischen Fixierung auf die Möglichkeiten der Wissenschaft unterliegen, kann nach heutigem Stand also nicht ermittelt werden. Die Vorstellung, ich hätte keinen freien Willen, finde ich wenig schmeichelhaft, da ich weder Beruf noch Familie habe und den lieben langen Tag immer das mache, worauf ich gerade Lust habe. Ich wusste zum Beispiel heute morgen noch nicht, welches Buch ich heute aus dem Regal ziehe, um es zu lesen. Ich hoffe doch, mein Bewusstsein hatte einen Anteil an dieser Entscheidung und nicht nur Hormone und Chemikalien. Mir fehlt an diesem Punkt Ihr felsenfester Glaube an die Biochemie.

      Löschen
    4. P.S.: Darf ich fragen, welchen Beruf Sie ausüben? Das wäre für mich sehr aufschlussreich. Haben Sie eine Naturwissenschaft studiert?

      Löschen
    5. Rein zufällig lese ich hier folgendes:

      "Das die Kaffeetasse fällt ist kein Zufall."

      Amazon hat aber diese blöde Kaffetasse samt "Mikropartikel in der Form einer Unebenheit" ausgerechnet mir geschickt hat, und nicht meiner Nachbarin.

      Und das soll kein Zufall sein?

      Aha, dann war es also reine Absicht - Bonetti Media diesen Skandal bitte übernehmen!

      Löschen
    6. Wieso soll überhaupt ein "Mikropartikel" die ganze Schuld am Tassensturz tragen. Mir sind schon etliche Gläser aus der Hand gefallen, vermutlich hatte das jeweils eine hormonelle Ursache.

      Löschen
    7. "Wieso soll überhaupt ein "Mikropartikel" die ganze Schuld am Tassensturz tragen"

      Ganz einfach, umgangssprachlich nennt man die auch Feindstaub.

      Löschen
    8. Wo bleibt denn bei dieser Betrachtung die Magie,
      die unser Leben bestimmt ?
      Wo doch sogar der Mathematik eine gewisse Magie
      inne wohnt.
      Die Wissenschaft spricht sogar von Unschärfe.
      Man versucht Zustände über Wahrscheinlichkeiten zu beschreiben.
      Also bitte!

      Löschen
  6. gibt es nun Laplace's demon oder nicht...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Keiner kann diese Frage beantworten. Aber ich bin einer Gegner des Determinismus, weil der Gedanke so deprimierend ist und jede Revolte zum Scheitern verurteilt.

      Löschen
  7. *"Im Hechtsprung und mit gezogener Waffe rolle ich über die Motorhaube eines Ford Gran Torino"*
    Du hast eindeutig zuviel Starsky&Hutch gesehen! Aber war das nicht eher so, dass die über die Motorhaube von Hutch's alter Kiste gerollt sind? Irgendwie hatte die nach jeder Sendung mehr Beulen und Dellen.
    Und hieß der Gran Torino nicht auch "Striped Tomato"? Womit wir bei eingedosten SpaghettiOs in Tomatensoße sind (s. Post Ein Eberling kommt selten allein vom 10.2.19).
    ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Läuft ja wieder im Fernsehen. Ich war in den späten Siebzigern ein extremer Fan der Serie. Alles Role Models für mich, inklusive Huggy Bear :o)

      Löschen