Samstag, 16. Februar 2019

Als der Igel auf einen Baum kletterte und einen Delphin traf


Blogstuff 282
„Nach einem kurzen Blick auf unseren Planeten würde ein Außerirdischer sagen: Ich will den Chef sprechen!“ (William S. Burroughs)
Mütterchen Russland hat den Sowjetkapitalismus. Die Reichen sind reich und die Armen sind arm. Bei uns gibt es den amerikanischen Finanzkapitalismus. Die Reichen sind reich und die Armen sind arm. Die Chinesen haben den kommunistischen Kapitalismus. Die Reichen sind reich und die Armen sind arm. Das ist der ganze Unterschied.
Liebe Dichter! Das Mondlicht fließt nicht silbern. Da glänzt nichts. Dafür ist die Kraft des Mondlichts zu schwach. Es ist fahl, blass und deprimierend.
Was macht Heinz Pralinski? Am 23. März spielt er mit seiner Band „Umgehungsstraße“ im Berliner Tempodrom.
Ich bin ja beim Thema Zeitumstellung für einen radikal neuen Ansatz. Eine Stunde vor oder eine Stunde zurück – das ist doch pillepalle. Warum sagen wir bei der nächsten Zeitumstellung im März nicht – peng! – ab jetzt ist es der 28. Oktober 2022. Und wir sehen einfach mal, was passiert, und was es mit uns macht. Ein Vorteil ist zum Beispiel, dass niemand für diesen Tag einen Termin im Kalender stehen hat. Außerdem hat man natürlich eine Menge unangenehme Dinge verpasst: das schmerzhafte Date mit dem Zahnarzt, die Bundestagswahl 2021, das Vorrundenaus der Fußballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2020 und gefühlte tausend Tatort-Wiederholungen.
Old and busted: https://kiezschreiber.blogspot.com/2015/02/der-himmel-uber-berlin.html
Haushaltstipps: Sie vermeiden Tränen beim Zwiebelschneiden, wenn Sie die Mettbrötchen mit Gurkenscheiben belegen. Fettflecken auf ihrem T-Shirt halten sich länger, wenn sie regelmäßig mit Margarine bestrichen werden.
Die Demokratie ist am Ende, machen wir uns nichts vor. Was folgt? Die Diktatur des Proletariats? Nein. Die Diktatur des Proleten. Er ist übergewichtig, unrasiert, launisch und sitzt in Unterhosen vor seinem Computer. Aber wir sollten zuversichtlich sein. Andy Bonetti ist kein Österreicher.
Das Fernsehen ist der Märchenonkel. In Filmen sterben die Guten wie James Bond oder der Tatort-Kommissar nie. Am Ende verliert das Böse. In den Nachrichten wird Angst erzeugt, aber zugleich auch auf die Politiker hingewiesen, die uns von dieser Angst erlösen können. Es ist wie im Kinderzimmer, wenn unsere Eltern uns eine Geschichte vor dem Einschlafen erzählen. Inklusive Lust an der Wiederholung. Auch da bedient uns das Fernsehen perfekt.
Die Gier der Gierigen ist größer als die Angst der Ängstlichen. Wird sich die Situation jemals ändern?
Re-Flex - The Politics Of Dancing. https://www.youtube.com/watch?v=4uDAd8_2K0E

Gute Nacht. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.

4 Kommentare:

  1. Guten Morgääähn
    ... mit sehr erbaulicher FrühstücksLEKTÜRE, Herr Bonetti (ړײ) *chapeau*

    ZITAT DES TAGES:

    Der wirklich freie Mensch ist der, der eine Einladung zum Essen ausschlagen kann, ohne dafür einen Vorwand angeben zu müssen.

    Jules Renard
    frz. Schriftsteller

    Jetzt ... in´s hoffnungsvolle Mettbrötchen (mit Gurken) beiß und den heißen Cappuccino hinterher schütt !!! *sonnigenWEgrußdalass*

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  2. Ich weiß nicht mehr genau wo ich es gelesen habe, jedenfalls der beste Vorschlag zur Zeitumstellung.
    Wir stellen zwei mal täglich um. Mittags um 14:00 Uhr wird die Uhr eine Stunde später gestellt, das freut die Arbeitnehmer, nachts um 2:00 dann eine Stunde früher, das freut die Langschläfer.

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    1. Sehr gut. Aber denken wir noch einen Schritt weiter. Um 9 Uhr werden die Uhren auf 17 Uhr umgestellt, dann hat man früher Feierabend. Dafür verlängert sich der Abend um acht Stunden, damit hat man mehr Zeit hat, um Freunde zu treffen und eine gute Flasche Wein aufzumachen ;o)

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