Sonntag, 27. Januar 2019

Wenn der Bulle dreimal klingelt

Dreimal habe ich es persönlich erlebt, dass die Polizei vor der Tür steht. Eine klassische Szene, die man aus jedem Fernsehkrimi kennt.

Einmal, in den achtziger Jahren in Ingelheim, handelte es sich um nächtliche Ruhestörung. Die Kellerwohnung meines Kumpels war so klein, dass man nach Öffnen der Wohnungstür direkt im einzigen Zimmer stand, als wäre man im Hotel.

Das zweite Mal war 1992 in Berlin, als es auf der anderen Straßenseite einen Terroranschlag gegeben hatte. Diesmal war es ein Kommissar und sein junger Assistent. Leider war ich morgens um acht viel zu müde, um mich an etwas zu erinnern. Dabei hatte ich vom guten alten Küchenfenster genau beobachtet, wie die Terroristen geflohen waren. Hinterher war ich aber zu faul, um anzurufen. Damit habe ich sicher zur Entlastung der Berliner Behörden beigetragen, deren sozialistische Untätigkeit geradezu legendär ist.

Beim dritten Mal war ich in der Wohnung eines anderen Kumpels, der sein Auto an einen weiteren Kumpel verliehen hatte, der auf einem Parkplatz einen Blechschaden verursacht und Fahrerflucht begangen hatte. Wir waren fünf Leute, alle komplett stoned und haben Paranoia bekommen. Wir waren kurz davor, die Bong aus dem Fenster zu schmeißen und das Dope im Klo runterzuspülen wie in einem Freak Brothers-Comic.

P.S.: Nicht gerechnet die Szenen, wenn die Polizei dein Auto kontrolliert oder du vom Zoll angehalten wirst. Das hätte jetzt den Rahmen gesprengt, liebe Lesende :o)))


3 Kommentare:

  1. Gerichtsvollzieher mit Kettenhund hattest du noch nicht? Haste was verpasst! :P

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  2. Flughafen München, Anfang der 2ker: Zwo Monate Finnland, malochen in der Pampa stand an. Koffer mit Spielkonsole, DVD-Player und massig raubmordkopierten Krams schon eingecheckt. Die Kabelage dafür, nebst einigen Packen Würstchen im Handgepäck -> schockstarre Gesichter beim Sicherheitspersonal. "Kommens ma bidde mit." Durfte das Ding selbst ins Séparée tragen; auf die Frage was da drin sei reagierte ich achselzuckend mit Griff zum Reißverschluß. So fix hatte ich noch keinen eine Waffe ziehen sehen. Panik pur. Später Erleichterung. Haben mir noch das Bild vom Scanner gezeigt - Verständnis meinerseits, Unverständnis ob meines Wunsches nach einem Ausdruck. *Grrrmpff*

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    1. Ich habe am Flughafen mal bei der Kontrolle den Scanner-Mann gefragt, ob der längliche Metallgegenstand nicht seine Misstrauen erregen würde. War irgendein Deo-Spray oder so. Er bat mich auf seine Seite und zeigte mir den Bildschirm. Dose war klar zu sehen. Aber es hätten irgendwo Kabel rausgucken müssen, erklärte er mir. Hab mich aber bei der nächsten Reise nicht getraut, was zu basteln :o)

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