Montag, 14. Januar 2019

Warum wir die Demokratie nicht brauchen

Warnung an Allergiker: Kann Spurenelemente von Sarkasmus enthalten.
Demokratie heißt Herrschaft des Volkes. Das haben wir alle in der Schule gelernt und natürlich ist das völliger Unsinn. Das Volk herrscht nicht, die Politiker herrschen. Und selbst das ist nicht die ganze Wahrheit.
Es wurde eine kleine Gruppe von Berufspolitikern geschaffen, die in sogenannten Parteien organisiert sind. Diese Menschen werden mit Geld regelrecht zugeschissen, so dass sie gar nicht auf die Idee kämen, am herrschenden System etwas zu ändern. Sie bekommen für ihre politischen Tätigkeiten mindestens das Fünffache eines Durchschnittsverdieners und wem das nicht reicht, bekommt Aufsichtsratsmandate oder Beraterverträge, bis er sein eigenes Gewicht in Gold besitzt.
Sehen wir uns die Parteien genau an. Das ursprüngliche Angebot besteht aus CDU/CSU, SPD und FDP. Alle drei Parteien sind identisch. Hinzu kamen in den achtziger Jahren die Grünen, die sich schnell angepasst haben und heute mit jeder Altpartei kompatibel sind. In den Neunzigern kamen die Linken dazu, denen man mit einem sonnigen Platz am Berliner Schweinetrog schnell die linken Ideen ausgetrieben hat. Letztes Jahr kam die AfD ins Parlament. Erinnern Sie sich noch? Die Rechten wollten die Altparteien „jagen“. Ein Jahr später sind sie mit viel Geld befriedet worden und haben bereits ihren ersten Parteispendenskandal.
Das ganze Geld, mit dem die Politiker nach Art des Gänsestopfens gemästet werden, ist natürlich in den Augen der Industriellen und des Finanzadels nur ein bescheidenes Sümmchen, das jedoch gut angelegt ist. Außerdem zahlt es der Pöbel selbst. Politiker muss man nicht mehr bestechen und wenn man es dennoch tut, reichen ein paar Tausender pro Nase oder ein paar Millionen „Parteispenden“. Deswegen muss die Oberschicht nicht das Vermögen antasten, das finanziert man quasi von den Zinsen des Kapitals. Wenn es um Macht geht, gilt das Prinzip „Follow the money“. Mehr muss man über das Thema Herrschaft nicht wissen.
Es können nur diejenigen herrschen, die vom System profitieren. Alles andere würde die Ordnung zerstören.
Die eigentliche Frage, die sich gegenwärtig stellt, ist doch, ob wir dieses alte Theaterstück von der Volksherrschaft überhaupt noch brauchen? China hat bewiesen, dass Demokratie und Kapitalismus auch getrennt voneinander hervorragend funktionieren. Eine Diktatur trifft Entscheidungen schneller als eine Demokratie – und Zeit ist bekanntlich Geld. Der Schnellere macht das Rennen. So eine Diktatur des Proletariats hat ja auch durchaus etwas Erhabenes. Sie bietet auch im 21. Jahrhundert Lösungen für Probleme, die unsere westlichen Demokratien nicht mehr in den Griff kriegen.
Das Hauptproblem des Westens ist doch der irrsinnige Gedanke, alle Menschen seien gleich. Nein! Sind sie nicht. Sollen sie auch nicht sein. Gleichheit und Gerechtigkeit sind unser Untergang. Es können eben nicht alle Menschen Auto fahren, Fernreisen unternehmen und Fleisch essen. Wir müssen zurück zur Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts, die demokratische Entwicklung des 20. Jahrhunderts war falsch. Aus Angst vor dem Bolschewismus haben wir vor hundert Jahren einen großen Fehler gemacht.
Die Grünen als Partei der Besserverdienenden hatten schon recht, als sie damals fünf Mark pro Liter Benzin forderten. Jetzt müssten es fünf Euro sein. Fleisch sollte so teuer werden, dass nur die Reichen Steaks essen können. Vor zweihundert Jahren konnten sich Arbeiter gar kein Fleisch leisten. Recht so! Die Leute müssen in der neuen Klassengesellschaft gezwungen werden, sich gesund zu ernähren und sich ökologisch korrekt fortzubewegen. Billigflüge, Lohnerhöhungen, Kindergeld – das ist doch alles Wahnsinn. Wir brauchen Studiengebühren wie in den USA. Wir setzen den Leuten mit höherer Bildung doch nur unnötig Flausen in den Kopf.
Gab es zu Zeiten Goethes schon den Klimawandel? Nein. Die Straßen waren leer und die Luft sauber. Der Pöbel hat sechs Tage die Woche geschuftet und es hat kaum zum Leben gereicht. Sie haben beim Arbeiten geschwitzt und nicht beim Joggen. Sie haben die Klappe gehalten, weil sie noch nicht mal die Zeitung lesen konnten. Heutzutage geben Hinz und Kunz ihren Senf dazu. Als Wutbürger und Gelbwesten werden sie aufmüpfig. Das haben wir von der verfluchten Drecksdemokratie. Die ganzen Meinungen sind doch völlig irrelevant. Schluss damit! Es kann nicht jeder in einer Villa wohnen oder Mitglied im Golfclub sein. Die Zahl der Hotelbetten in St. Moritz und Davos ist begrenzt, Leute. Wo ist der deutsche Trump, wo ist der furchtlose Milliardär, der endlich mal aufräumt?
In Letter Form - Edison's Medicine. https://www.youtube.com/watch?v=58EqqalcmDA

6 Kommentare:

  1. Geld alleine als Druckmittel reicht nicht.
    Man muß die nützlichen Idioten,also die Politiker, bei irgend einer Sauerei, etwas unappetitlichem erwischen.
    Der Gang in den Puff, ein Foto der Nase mit einer kleinen Line ( Koks ), eine Trunkenheitsfahrt, irgend eine Vorteilsname, es gibt soviele Fallstricke.
    Es sind alles nur Menschen. Und schon sind Sie Wachs in den Händen.

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  2. Der Blogführer hat sich wieder viele kluge Gedanken gemacht, um die Schafe zu erwecken. Dafür sei IHM zum wiederholten Male unendlicher Dank ausgesprochen.

    Jedoch, ein Zweifel verblieb mir beim Studium des Manifestes: wie kann man etwas abschaffen, das gar nicht existiert?

    Was Sinn machen könnte, wäre das durchgängige VERBOT (Grüne Standardforderung) der Nennung des Wortes "Demokratie". Als ersetzendes Synonym kann "Durchfall" genommen werden, weil es auch mit "D" anfängt.

    "Das Volk", vor allem das deutsche Volk hat sich noch nie für Demokratie, also für die Ausübung SEINER Herrschaft interessiert, es ging immer nur wählen, im Laufe der Zeit mit nachlassender Begeisterung. Zum Ausgleich lässt es sich einreden, für weniger Geld immer noch mehr zu arbeiten, Höchstmieten als Gottesgeschenk anzusehen und dann völlig gedankenlos jeden Schrott (must have) per Ratenkauf zu konsumieren.

    Auch andere Völker interessieren sich nicht für ihre angebliche Herrschaft, die von ihnen ausgehen soll.

    Nur Franzosen weisen ihre jeweiligen Politiker von Zeit zu Zeit auf Schieflagen hin. Der aktuell pubertierende französische Sonnenkönig versucht daher, seine bockigen "Herrscher" (man muss doch nicht jeden Scheiß wortwörtlich nehmen)zu kriminalisieren, weil es etwas lauter wurde.

    Italiener sind politisch kluge Menschen, denn sie haben zu keiner Zeit eine Regierung benötigt. Es gab immer Placebos, die wurden aber nur für die Außendarstellung benötigt. Im Inneren gibt es den Pabst und diverse organisierte kriminelle Vereinigungen.

    In der Schweiz wird die funktionierende aktivierende Demokratie nur deshalb nicht abgeschafft, weil Schweizer bei ihren Volksentscheiden noch konservativer entscheiden, als Bayern und Schwaben zusammen. Schweizer Politiker müssen dort also keine politischen Erdbeben erwarten. Banken und Versicherungen sind und bleiben sicher.

    Ein weiteres untrügliches Zeichen für die Nichtexistenz der "Demokratie" ist die Konzentration von Wirtschaftslobbyisten auf die tatsächlichen "Machtzentren".

    In einer echten Demokratie hätte jeder einzelne Herrscher wenigstens einen eigenen Lobbyisten hinter sich herlaufen und bräuchte sich um Mittag- und Abendessen keine Sorgen zu machen.

    Ansonsten hat der Blogführer "den Nagel auf den Kopf getroffen", aber sowas von...

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    1. Gut beobachtet: Wo sind die Lobbyisten, die um unsere Stimme buhlen? Die Parteien lassen nur kurz vor den Wahlen Plakate drucken und Werbefilme drehen, deren stalinistische Trostlosigkeit eine Beleidigung unseres Verstandes ist. Nur die Konzerne denken an uns, denn sie wollen unser Geld. Da ist auch die Reklame gleich viel besser, man denke nur an die allseits beliebte Check 24-Familie. Als Konsument funktionieren wir aber auch ohne Demokratie und McKinsey verdient auch an der Beratung von Diktaturen. Wozu also Wahlen und Parlamente?

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  3. Ich bin mir sicher, daß auch ich von der "Macht" korrumpiert würde.
    Der Mensch ist in dieser Hinsicht extrem leicht zu beeinflussen.
    Soll keiner sagen, ich ! Nie !
    An mir bemerkte ich das, als ich mal einen Firmenwagen hatte, dicke Karre, wichtig wichtig.
    Ich kannte mich nicht mehr. Wie ich durch die Gegend gekurvt bin, Vorfahrt genommen habe, überholt habe, furchtbar. Es dauerte eine Zeit, bis ich mich wieder im Griff hatte, dann ging es.
    So geht es den Leuten garantiert auch , wenn Sie zu Macht kommen, egal ob in einer Firma oder in der Regierung. Der Schwabe sagt, es nimmt ihnen den Spund hinaus.
    Nur die Aufrechtesten können da wiederstehen. Die werden aber dann auch nie was größeres, Minister, Resortleiter, Mineralsekretär oder sonst ein "Führer".

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  4. Nach dem diverse europäische Fürsten und Könige über die Jahrhunderte veritable Finanzpleiten hingelegt haben und man ohne Zerrüttung der "gottgewollten" Ordnung das Volk nicht an den Kosten der Insolvenz beteiligen konnte, wies eben dieses Volk selbst in der französischen Revolution den Ausweg aus der Misere.
    Das Volk selbst erfand sich neu als Bürge(r) und ist seitdem, wie in jeder ordentlichen Aktiengesellschaft berechtigt, den Vorstand zu entlasten oder nicht. Bestellt wird der Vorstand jedoch über Wahlvorschläge des Aufsichtsrates und auf den wiederum haben die Aktionäre satzungsgemäß keinen Einfluß.
    Die Form und Ausgestaltung der Gesellschaft ändert sich nur, wenn die Geldgeber sicher sein können, daß die Aktionäre auch weiterhin für alle Ausgaben des Vorstandes haften.

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