Mittwoch, 30. Januar 2019

Das Arbeitszimmer als Ort der Leidenschaft


Blogstuff 275
„Der Verrat der Hoffnung wiegt immer schwerer, wenn er von Linken begangen wird, denn sie ist ihr größtes Kapital. Ist dieses Kapital einmal verbraucht, bleibt nur Verbitterung.“ (Ruben Donsbach)
Kalender von 2018 (kaum gebraucht) günstig abzugeben. Chiffre1234
Die Zeiten sind nicht schwierig, weil sie schwierig sind, sondern weil wir sie nicht leicht haben wollen. #arschhochkriegen
„Mit freundlichem Ruß, Ihre Automobilindustrie.“ Haben Sie den Brief auch bekommen?
Bonetti hat keinen Standpunkt, sondern eine Standfläche. Dieser Mann setzt sich jeden Morgen um sechs Uhr an seinen Schreibtisch, um unseren Wohlstand zu sichern. Wo ist Ihre Dankbarkeit in Form von Buchkäufen?
Privatisierung, Deregulierung und Globalisierung bedeuten ja auch ganz schlicht, dass Politiker an Bedeutung verlieren. Natürlich werden sie dann auch verarscht und durch den Kakao gezogen. Politikverachtung („Politikverdrossenheit“) ist geradezu spiegelbildlich an den Aufstieg des Neoliberalismus gebunden.
Mit zunehmendem Alter wird das Essen immer wichtiger. Jetzt habe ich sogar das Wort Speck in „Respekt“ gefunden. Bei Abschreckung denke ich nicht mehr an Atomwaffen, sondern an Eier. Salat anmachen statt Frauen. So sieht das Leben aus, wenn man langsam aber sicher auf die sechzig zugeht.
Hätten Sie’s gewusst? „Nakiekma“ ist Berliner Mundart und bedeutet „Sehenswürdigkeit.“
Tomatenmark, Dänemark, D-Mark – gibt’s da einen Zusammenhang?
Eigentlich bin ich ein zehnjähriger Junge, der wie ein junger Hund in langen Sätzen einem Fußball hinterher jagt, mit der unschuldigen Leidenschaft eines reinen Herzens die Kuchenteigschüsseln ausleckt und Rennfahrer werden will, wenn er mal groß ist. Unglücklicherweise bin ich im Körper eines dicken, alten Mannes gefangen, der morgens seine Tabletten nimmt und dann beschließt, das Haus an diesem Tag nicht mehr zu verlassen. Nur die zigarrenbraunen Pupillen, die mich im Badezimmerspiegel aus einem gargantuesken Gesichtsbrei anstarren, sind gleich geblieben.
Es ist wieder die Zeit der Tarifverhandlungen. Wie mich diese Provinztheatervorstellungen anöden. Die Gewerkschaften wollen sechs Prozent mehr Lohn. Schon brüllen die Wirtschaftsfuzzis: „Das kostet uns Millionen Arbeitsplätze.“ Die Arbeitgeber wollen keinen Cent mehr zahlen als letztes Jahr. Sofort plärren die Sozialfuzzis: „Seht die armen Arbeiterkinder! Sie müssen noch mit einem iPhone 4 leben.“ Und am Ende gibt es die üblichen zwei Prozent mehr, die genau der Inflation entsprechen. Es ist nichts passiert. Keiner hat mehr Geld als vorher. Deswegen klicke ich die Meldungen, in denen es um Tarifverhandlungen geht, schon seit Jahren nicht mehr an.
Sie sind reizbar, müde, schreckhaft, können nachts nicht richtig schlafen und sich tagsüber nicht konzentrieren? Sie sind wütend, aggressiv und fühlen sich zugleich hilflos? Ihr Grundvertrauen in die Welt und ihre Mitmenschen ist nachhaltig erschüttert? Sie haben alle Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie können sich an die Ursache für diese Störung nicht mehr erinnern? Ein weiteres Symptom. Willkommen im Kapitalismus. Lauf schneller, Genosse. Denk nicht nach. Nimm Tabletten oder kauf dir ein neues Smartphone.
Cold Cave – Glory. https://www.youtube.com/watch?v=68F5HwpnTDA

8 Kommentare:

  1. 1. Zur Enttäuschung durch LINKE:
    Zitat des Tages
    Was das Thema Tempolimit auf Autobahnen betrifft, kann ich Ihnen ganz klar die Position der Mehrheit meiner Fraktion sagen: Die ist für ein Tempolimit. Ich zähle zur Minderheit.
    Der Kovorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, Dietmar Bartsch, laut Nachrichtenagentur dpa in Berlin (Quelle Junge Welt)

    2. Essen ist die Erotik des Alters. Früher machten wir noch einen Auflauf. Heute wird er mit Käse überbacken.

    3. Gebrauchter Tannenbaum an Selbstabholer zu verschenken (kein Versand). Erst 5 mal dran gesungen.

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    1. Leider hat mir der Arzt wg. Gicht den Sex verboten. Kein Bier, kein Schweinefleisch, keine Innereien (Leberwurst!) … So kann man doch höchstens in Bagdad leben!

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  2. "Tomatenmark, Dänemark, D-Mark – gibt’s da einen Zusammenhang?"
    Selbstverständlich.
    Dänemark ist nur deswegen nicht dem Euro beigetreten, da Deutschland auf einer Umbenennung in Däne-euro bestand, damit keine permanente Erinnerung an die Mark für die Deutschen vorhanden ist.
    Bei Tomatenmark wurde darauf verzichtet, da man zurecht eine Verballhornung des Begriffs befürchtet hatte. Zurecht. Als die Ministerialvorlage Jahre später geleakt wurde, wurde aus "Tomateneuro" sofort von interessierten Kreisen der "Teuro" kolportiert.

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  3. Ein Lächeln am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen ;)

    Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. ;)

    Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. ;)

    Schönen Tag noch ;)

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    1. Morgenstund ist aller Laster Anfang, sagt mein Spediteur. Dir auch einen schönen Tag :o)

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  4. Richtig ist: Die Stoßstange ist aller Laster Anfang und "Dänen lügen nicht!".

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  5. "Tomatenmark, Dänemark, D-Mark – gibt’s da einen Zusammenhang?!
    Tomatenmark in Dänemark gibt's auch dort nich für die D-Mark!

    Ick hau mir wech! Is so geil, mein Witz!

    seb

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