Freitag, 14. Dezember 2018

Tsunami in der Teetasse


Blogstuff 259
„Der einsame Reisende kommt am weitesten.“ (Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht)
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheint die lange erwartete geostrategische Studie „Luxemburg – Volk ohne Raum“ von Prof. h.c. mult. Andy Bonetti.
Die Bewegung der „Gelbwesten“ in Frankreich zeigt uns, dass die Konfliktlinie Arm gegen Reich, Proletariat gegen Bourgeoisie, noch sehr lebendig ist. Hier geht es nicht um links oder rechts, Mann vs. Frau, hier geht es um den Existenzkampf der Unterschicht.
Warum essen wir Gänse, aber keine Schwäne? Ich finde Gänse viel sympathischer. Schwäne sind so arrogant, so abgehoben und hochnäsig. Sie sind die Düsseldorfer unter den Schwimmvögeln. Aber die netten Gänse würde ich am liebsten knuddeln, auch Enten sind voll in Ordnung.
Er beendete das Fallen und ging übergangslos in die Phase des Liegens über.
Die „Mietpreisbremse“ der GroKo ist ein schönes Beispiel, wie im Raumschiff Berlin gesellschaftliche Probleme gelöst werden. Die Bewohner des Elfenbeinturms, die Meister des Glasperlenspiels, beschließen ein Gesetz und haben scheinbar das Problem gelöst. Umsetzen muss es der einzelne Bürger, in diesem Falle der Mieter. Der Staat hilft ihm nicht, er spricht zu ihm wie das Orakel von Delphi.
Hätten Sie’s gewusst? Andy Bonetti lebte in seiner Jugend zeitweise in Miete und musste sich als Aufsichtsrat verdingen, um zum Einkommen der Familie beizutragen.
Wenn der SPIEGEL Boulevardpresse ist, müsste man die BILD eigentlich als Rinnsteinpresse bezeichnen.
Die Grünen als Partei der bürgerlichen Mitte, angereichert mit Veganer-Lametta und Pandabärenfolklore.
Natürlich hatte er einen Plan. Ziemlich oft sogar, aber nie den gleichen. Wer sein Leben nach einem einzigen Plan ausrichtet, muss völlig wahnsinnig sein.
Wenn Trump nach Berlin kommt, knalle ich ihn einfach ab. Das ist gelebte Völkerfreundschaft.
Wenn man an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien hält, betritt man eine Welt, die jedem Besucher schlagartig klar macht, warum die Menschheit ein monströser Scheißhaufen ist und keine Zukunft hat. Hier gibt es in schäbigen Baracken Schnaps, gefälschte Zigaretten, Gartenzwerge, Tinnef und Talmi in absurder Form und niederschmetternder Qualität. Auf der Straße gibt es Nutten und Drogen. Es ist das Ende der Welt und das Ende der Zeit.
Ich kann auch mit Zahlensymbolen operieren. „1894“ steht auf meinem T-Shirt – A H I D. Adolf Hitler ist doof.
Höhepunkt politischer Korrektheit: Als Weiße mit Rastafrisur können Sie heutzutage bei der Commerzbank arbeiten, aber kein Reggaekonzert besuchen, weil Sie sich der „kulturellen Aneignung“ schuldig gemacht haben. Das Tragen von Baskenmützen sollte auch verboten werden, weil die Basken eine unterdrückte Minderheit in Europa sind. Was ist mit dem Didgeridoo und der Ukulele? Oder mit sprachlichen Aneignungen wie „meschugge“ und „Savoir-vivre“?
Er ist wieder da. Irgendwo in Bayern, heißt es. Ich sitze als Beifahrer in einem Auto – mit Marco Reus am Steuer. Es liegt tiefer Schnee auf den Straßen, Marco telefoniert aufgeregt, wir cruisen und schlittern durch die Stadt. „Wie viel Geld hast du?“ fragt er mich. Ich habe 250 Euro in bar und kann notfalls noch Geld abheben. Marco hat auch noch ein paar Kröten. Wir beschließen, nach Bayern zu fahren und uns diese Nazi-Drecksau zu schnappen. (Traum vom 23.11.2018)
Theodor Shitstorm – Rock’n Roll. https://www.youtube.com/watch?v=6Fr2L1ikV3I

5 Kommentare:

  1. „Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf.“

    William Shakespeare

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  2. Es muss in Deutschland um "links" oder "rechts" gehen. Es kann nicht sein, das es nur um "arm" gegen "reich" geht. Alleine der untertänige Pöbel käme vielleicht auf krude Gedanken, wenn er merkt, das es mehr als nur "links" und "rechts" gibt.

    Die deutsche Sofa-Linke braucht "rechts" auch, um sich "politisch korrekt" zu verkaufen (Riexinger-Geschwafel), Merkel braucht die Sofa-PdL zum abwatschen, wie gestern im Bundestag gezeigt.

    spd und Grüne haben es vorgemacht, wie aus "links" marktradikal wird, wechsel dein politisches Programm um 180°, arbeite fortan "for the few", aber behalte deine Farbe.

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  3. Wie heißt denn das Gemälde? Vielen Dank schonmal!

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    1. Ilja Repin heißt der Maler, auf dem Gemälde sehen wir Tolstoi.

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  4. Die deutsch-tschechische Grenze hab ich südlich von Dresden kennengelernt. Zustände, wie von die beschrieben, aber total cool war, Verkäufer, Zuhälter und Dealer, alles Vietnamesen.
    Eine etwas andere Botanik und ich hätte mich in Saigon gewähnt.

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