Donnerstag, 27. September 2018

Immer mit den Haifischen heulen


Blogstuff 243
„Wenn's klappen soll und es klappt nie,
so nennt man das die Theorie.
Was Praxis ist, frag nicht lang rum,
wenn's klappt und keiner weiß warum.“
(unbekannt)
„Erdbeben“ in „Berlin“. Merkel tauscht Kammerdiener aus. Reichstag-Ralle: „Die Raute bleibt.“ Move der Woche: Kauder wird Sonderberater für Heißgetränke im Kanzleramt, Gehaltsstufe X 3000.

Hilft Merkel demnächst in die bunten Jacken: Rolf „Das Phlegma“ Brinkheim.


Was sagt der typische Ostwestfale? Nix! Der guckt erst mal im Stall nach, ob die Schweine noch stehen.
In Wichtelbach wurde mal ein Junge mit drei Armen geboren. Es hieß, er sei Klavierspieler geworden.
Medienvermittelte Kommunikation funktioniert wie ein Vogelnest. Das Küken, das seinen Schnabel am weitesten aufreißt, bekommt den Wurm.
Mein Standardspruch zum Thema Fußball: „Erzähl mir nix. Ich habe in der Kreisklasse mehr Tore geschossen als Ronaldo.“ Leider verstehen nur sehr wenige Leute die Pointe.
Kieselsteine, die Hasenköttel der Berge.
Rechts müsste man sein. Da geht es nicht um Wahrheit, sondern um Macht. Und wer die Macht hat, bestimmt ohnehin die Wahrheit. Keine Theorie, sondern das Animalische im Menschen, um nicht zu sagen: das Viehische. Das zieht immer, das ist voraussetzungslos, dafür muss man keine Bücher gelesen haben. Hol dir den Bauch und dann hast du den Kopf. Willkommen im Rechts-Staat.
Die dummen Schweine landen auf dem Grill und die klugen Schweine landen auch auf dem Grill.
Als Kiezschreiber habe ich noch gegen die Bebauung des Mauerparks argumentiert. Inzwischen ist im Norden ein ganzer Straßenzug entstanden. Der Bärbel-Bohley-Ring. Friedliche Revolution des Wohnungsmarkts. Was kostet ein „modern möbliertes 1-Zimmer-Studio“ mit 27,8 qm Wohnfläche? 730 Euro Kaltmiete pro Monat. In einem „sozialen Brennpunkt“. Brutal.
In der Parallelgesellschaft der Berliner Clans hat man längst vergessen, welche Wirkung das eigene Handeln auf die Bevölkerung hat. Zweimal haben sich Union und Spezialdemokraten innerhalb eines halben Jahres öffentlich gestritten wie die Kesselflicker. Einmal ging es um den albernen und längst vergessenen „Masterplan“ eines durchgeknallten Südstaatlers, einmal um die Versetzung eines aufmüpfig gewordenen Beamten. Wenn sich ein Ehepaar zweimal innerhalb kurzer Zeit in meiner Nachbarschaft streitet und sich gegenseitig anbrüllt, einmal bei einer Grillparty, einmal bei einer Geburtstagsfeier, dann reden wir alle darüber, dass diese Ehe zerrüttet ist, und wir fragen uns, wann die beiden sich scheiden lassen. Wir kennen natürlich nicht den Ehealltag hinter verschlossenen Türen, die Routine, aber wir erwarten das Ende. Seit genau einem Jahr, seit der Bundestagswahl 2017, bietet Berlin als Showprogramm ein namenloses Elend, das auf dieser Welt nur noch von Trump übertroffen wird. Es scheint, dass man mit jedem Jahr in der Regierung tiefer sinkt. Die Meeresoberfläche entfernt sich, man hört und sieht immer schlechter, alles wirkt verschwommen und weit entfernt.
Die Brüder Fausto, Aurelio und Primo Bonetti aus Villanova sind übrigens nicht mit Andy Bonetti verwandt.
Hat es nicht in Blogstuff geschafft: die geplante Gründung der Plattform „Nazis in der AfD“.
Indeep - Last Night A DJ Saved My Life. https://www.youtube.com/watch?v=CgGiCKbud5I

Die Medien befassen sich auch in dieser Woche wieder mit den Problemen, die uns alle beschäftigen.

4 Kommentare:

  1. Ganz schöne Hängedinger, mittlerweile.
    Na ja, wir werden alle nicht jünger.
    Aber jetzt zum anderen Thema, was soll man denn wirklich tun ?
    Nicht mehr in der Stadt wohnen? Dann sehen die Spekulanten alt aus.
    Gut, auch nicht jedermanns Sache. Ich kann mir nichts anderes vorstellen als auf dem Land.
    Und ab und an ne Sause nach Berlin. Berlin ist ja so klein, wenn man da mal zu Fuß ( von Charlottenburg zum Brandenburger Tor, schöne Wanderung von ca. 2-3 Stunden. ) oder mit dem Rad unterwegs war kennt man schon die halbe Stadt.
    Aber eigentlich ist es wie bei den Drogen, wenn man die Mafia und den Drogensumpf beseitigen will muß man die Drogen legalisieren. Auch den Anbau. ( macht auf dem Land eh jeder... )
    Wird nur nicht gemacht ! Weil man z.B. einen Grund für den Erhalt gewisser Polizeistrukturen braucht. Oder weil die Mächtigen sich selber gerne mal eine line genehmigen. Fragt mich nicht. Die CIA finanziert sich ja zu einem großen Teil über den Drogenhandel, wie wir ja seit Günter Amendt wissen.
    Man muß also erst mal die Strukturen erkennen, um zu wissen, gegen was man eigentlich kämpfen kann.
    Drugs-Verboten-die Elite nutzt es aber zum Erhalt ihrer Macht.
    Diesel-bäh-neue Autos können verkauft werden.
    Wohnungsangebot verknappen-Preise steigen ( es gibt genug Wohnraum, steht ja einiges leer !)
    Flüchtlinge in`s Land-neuer "Feind"-der wahre Feind wird nicht mehr gesehen.
    Und Und Und
    Es ist eigentlich so einfach !

    AntwortenLöschen
  2. So lebe ich auch: auf dem Land und gelegentlich in Berlin. Die Drogen werden direkt in meiner Nähe angebaut und sind legal: Weintrauben. Warum ziehen die Leute nicht hierher und lassen sich von selbstfahrenden Elektroautos morgens in die Stadt gondeln, während sie an der Playstation zocken und ihren Kaffee trinken?

    AntwortenLöschen
  3. Weil alles denkt, in der Stadt ist es so toll.
    Da kann man so tolle Leute kennen lernen. Dabei beschäftigt sich alles nur mit seinem smart phone.
    Da kann man tolle Jobs haben, irgendwas mit Computer....Dabei hockt man eh den ganzen Tag vor dem Monitor.
    Da hat man ein tolles Kulturangebot. Dabei nutzt man das nach spätestens einem Jahr Stadt nicht mehr. Nur die Touris gehen in die Oper. u.s.w.
    Die Chimäre Großstadt wird einem schmackhaft gemacht wie sauer Bier.
    Gut, manche Jobs gibt es tatsächlich nur in der Großstadt. Journalist/in bei der TAZ/FAZ/SD. Ganz toll. Oder bei einer Investmentbank. Aber den Leuten kann man eh nicht mehr helfen.
    Die Stadt ist irgendwie fast nur noch Kulisse, ein Abziehbild für wirkliches Leben.
    Und natürlich Konsumraum.
    Aber ich will jetzt hier keine Studienarbeit schreiben. Punkt.

    AntwortenLöschen
  4. Das obere Foto hat ein weitaus ästhetischeres Motiv als das untere Foto.

    AntwortenLöschen