Mittwoch, 29. August 2018

Kafka und Krippendorff zum Thema Gewaltmonopol

"Man schämt sich zu sagen, womit der kaiserliche Oberst unser Bergstädtchen beherrscht. Seine wenigen Soldaten wären, wenn wir wollten, gleich entwaffnet. Hilfe für ihn käme, selbst wenn er sie rufen könnte - aber wie könnte er das? - tage- ja wochenlang nicht. Er ist völlig auf unseren Gehorsam angewiesen (…). Warum dulden wir also seine verhasste Regierung?" (Franz Kafka: Die Abweisung)
"Die Macht erhält sich - und wir bleiben ihr untertan und gefügig -, weil wir sie nicht herausfordern, weil wir sie, die eine sich im Dunkel der Geschichte verlierende Tradition hat, ja selbst Tradition ist, weil wir sie als etwas Naturwüchsiges hinnehmen: Sie ist, weil sie ist." (Ekkehart Krippendorff: Politische Interpretationen)


Die Herrschaft (Symbolbild)



Die Gesellschaft (Symbolbild)

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