Freitag, 24. August 2018

Deine Worte sind nur leerer Klang


Blogstuff 229
„Den seltsamsten Beruf hat der ostjüdische Batlen, ein Spaßmacher, ein Narr, ein Philosoph, ein Geschichtenerzähler. In jeder kleinen Stadt lebt mindestens ein Batlen. Er erheitert die Gäste bei Hochzeiten und Kindstaufen, er schläft im Bethaus, ersinnt Geschichten, hört zu, wenn die Männer disputieren, und zerbricht sich den Kopf über unnütze Dinge. Man nimmt ihn nicht ernst. Er aber ist der ernsteste aller Menschen. (…) Es fällt ihm schwer, ein Gewerbe zu betreiben, zu heiraten, Kinder zu zeugen und ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft zu sein.“ (Joseph Roth: Juden auf Wanderschaft)
Vor dem Essen spiele ich mal wieder Küchen-Jenga. Ich ziehe einen Löffel vorsichtig aus dem Geschirrberg in der Spüle, ohne ihn zum Einsturz zu bringen. Die Ravioli esse ich direkt aus dem Topf.
Die Berliner Samenbank macht Werbung in der U-Bahn. Achtzig Euro zahlen sie für den Kurzzeitjob. Zweimal im Monat und ich habe schon fast die Krankenversicherung. Ich könnte in diversen Verkleidungen auftauchen.
„Alarm für Opa 11“ – Seehofer bewacht gerade die Obergrenze zu Österreich, als ein turboradikalisierter Islamist mit einem glimmenden Dynamitstäbchen zwischen den Lippen sein Zollhäuschen stürmt.
Sex kann so unglaublich kompliziert sein. Man mag es sich gar nicht vorstellen, wie sich die Menschheit bis 2018 ohne fremde Hilfe fortgepflanzt hat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schweizer daran beteiligt waren.
Peter Altmaier ist Onkel Tom. Dieser Krümel Scheiße, den sich Angela Merkel irgendwann einmal in tiefster Nacht aus den Arschhaaren gezupft hat.
Je weniger Sie mich einschätzen können, umso besser ist es. Ich kaufe selbstverständlich keine ordinären Ravioli, ich beschäftige ein Heer von Hausangestellten, darunter einen Koch, der nur für Teigtaschen zuständig ist. Darüber hinaus füttere ich meine Leserschaft gerne mit sozialromantischen Sottisen aus meinem angeblichen Schriftstellerleben. Wenn ich mich mit Peter Handke zum Souper in Paris treffe, trage ich ihm die entsprechenden Leserbriefe vor und wir lachen zusammen recht herzlich, ELENDE BLOGBRUT. #Publikumsbeschimpfung
Das Stadium der Publikumsbeschimpfung erreicht der Künstler gewöhnlich auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, so etwa zwischen vierzig und fünfzig. Übertreibt er es, erreicht er dieses Stadium am Ende seiner Laufbahn.
Das Sortilegium ist die Weissagung durch das Los, das Sortiment ist die Warenauswahl.
Wenn Picasso sich mit anderen Malern unterhalten hat, ging es vermutlich mehr um die Pinsel, als um die Motive.
Für „Influencer“ gibt es auch ein deutsches Wort: Manipulatoren.
Wer kennt ihn nicht, den alten Lambrecht. Und die Affäre Sauhuber. Er hat einen ganzen Schinken über diesen Käse geschrieben.
Urlaub mit der DSGVO: In der ersten Stunde verteile ich Datenschutzerklärungen am Strand, dann mache ich ein Foto.
Wartezimmer im Job-Center. Aus den Lautsprechern dudelt „Money for nothing“ von den Dire Straits.
Ist man eigentlich hellblau, wenn man nur angetrunken ist?
The B-52’s – Devil In My Car. https://www.youtube.com/watch?v=g_sXbdT1hl0

Trumps Schweigegeld – der Beweis. V.l.n.r.: Stormy Daniels, Karen McDougal, Michael Cohen.

2 Kommentare:

  1. "Die Ravioli esse ich direkt aus dem Topf."
    Ist doch gelogen, die isst man direkt aus der Dose ...

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  2. Von links nach rechts:
    Banktuss, keine leitende Funktion, aber recht weit oben.
    War im Urlaub ( Strand ) oder geht in`s Solarium.
    Treibt etwas Sport, tippe auf Schwimmen, Betriebsnudel. "Gut erhalten".
    Mitte: Mutter von rechts ?? Neh !
    Schwester, Ehefrau eher nicht. Klamotten passen nicht zusammen.
    Rechts: 60er Jahrgang. Trinkt auch mal einen, aber kein Alki. Raucher ??
    Pulli vom Aldi....hm........
    Bürojob. Zu gut für diese Welt.
    Und dann, in der Mitte,the number of the beast, in dieser durch und durch normalen Szene.

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