Freitag, 22. Juni 2018

Menschheitsfinsternis


Blogstuff 221
„Ganz allgemein gilt, dass nur der Mensch gierig ist, der unbefriedigt ist. Die Gier ist immer das Ergebnis tiefer Enttäuschung. Ob es um die Gier nach Macht, nach Essen oder etwas anderem geht, die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.“ (Erich Fromm)
Ich träume, ich würde ein Formular ausfüllen und damit den „Freunden der totalen Menschheitsfinsternis“ beitreten. Nach dem Aufwachen gebe ich den Begriff in eine Suchmaschine ein und siehe da: Es gibt ihn schon.
Eigentlich wollte ich mal eine Weile nichts schreiben. Einfach einen Monat lang nicht gleich jeden Mist notieren, der mir durch die Birne segelt. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, mein Notebook zu Hause zu lassen, bevor ich nach Berlin gereist bin. Aber es ist wie bei einer defekten Klospülung: Es läuft einfach durch mich durch. Mir fällt was ein, ich schreib es auf, mir fällt was ein, ich schreib es auf, immer weiter …
Wer ist verrückt, wer ist normal? Die Normalen sind die Mehrheit, ganz einfach. Was aber, wenn sich die Mehrheit verrückt verhält? Wenn sie sich permanent selbst schädigt, beispielsweise durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen? Als Einzelperson wäre die Menschheit ein Fall für die Psychiatrie.
Hätten Sie’s gewusst? Mamma Mirácoli ist gar nicht aus Italien.
Eines Tages wird eine Tiefgaragenebene in meiner Geburtsstadt Ingelheim nach mir benannt werden. Ich weiß es genau.
Es heißt immer, wir können nichts ändern. Das stimmt nicht. Wir können nur sehr wenig ändern. Du bist einer von sieben Milliarden, also kannst du den siebenmilliardsten Teil ändern.
Da Frauen in früheren Zeiten der Zugang zu hochprozentigen Alkoholika verwehrt wurde, gab es entsprechende „Duftwasser“ zu kaufen, die von den Frauen heimlich getrunken wurden. Berühmt waren 4711 und andere Eaux de Cologne (70 bis 85 Volumenprozent Alkohol), Klosterfrau Melissengeist (79%) und Frauengold (16%). Auch Doppelherz (17%), WICK MediNait (18%) und Galama (15%) fallen in die Kategorie der Arznei als heimlicher „Stimmungsaufheller“.
Als ich den Eiffelturm geerbt habe, sagten meine Freunde natürlich alle: Du Glückspilz, Du hast ausgesorgt. Aber weit gefehlt, liebe Lesende. Die Betriebskosten sind exorbitant und die Einnahmen, die ich mit den Eintrittskarten und dem Restaurant erziele, sind bei weitem nicht so hoch wie ich erwartet hatte. Der Turm ist jedoch seit dem 18. Jahrhundert im Familienbesitz. Deswegen habe ich bisher alle Käufer aus arabischen Ländern und den USA tapfer abgewehrt.
Gelegentlich trifft man bei deutschen Nachnamen auf lateinisch klingende Begriffe. Das liegt nicht daran, dass diese Menschen ihre Vorfahren bis zur Zeit von Julius Cäsar zurückverfolgen können, sondern am modischen Trend der Latinisierung im Mittelalter und der Renaissance. Es klang einfach cooler, so wie man heute internationale Vornamen wie Kevin oder Schantalle verwendet. Man hat damals den alten deutschen Nachnamen ins Lateinische übersetzen lassen. So wurde aus dem Herrn Fischer ein Herr Piscator, aus Frau Berg eine Frau Montanus oder aus Friedrich Kaufmann ein Fridericus Mercator.
Politik: Austronat Superwastl Kurz trifft den Dominator Söderus Rex.

Magazine - The Light Pours Out of Me. https://www.youtube.com/watch?v=0J1sOQdvudc

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