Freitag, 23. März 2018

Manöverkritik Flatter/Feynsinn/Duke/Erdmann

Der Betreiber des Blogs „Feynsinn“, nach eigenem Bekenntnis „Marxianer“, aber kein Marxist, hat eine Kritik von Lapuentes Buch „Wenn die Rechten rechts sind, sind die Linken links“ geschrieben und wurde zur Strafe zu einer Skype-Konferenzschaltung gebeten, wo wir feststellen mussten, dass beide nur gebrochen Hochdeutsch können. Anyway.
Nach dem Verriss von Linksaußen Flatterinho (Roter Stern Bochum) hatte ich mir eine harte Auseinandersetzung zwischen angepassten Linken (Lapuente) und knallharten Linken („Duke“ – merkwürdiger Name … alter roter Landadel) erhofft. Es wurde ein Sonntagsnachmittagsgeplauder bei koffeinfreiem Kaffee und kuchenfreiem Kuchen. Man schmierte sich Honig ums Maul und Moderator Wellbrock (Schlafes Bruder) von den Auenlandgesellen war vom ersten Augenblick an auf Seiten seines Arbeitskollegen Lapuente.
Lapuente überraschte nicht. Die Linke als Heilsalbe für die Wunden, die der Raubritterkapitalismus schlägt. Besser als nix. Besser als nur rumsitzen und reden. Dann verlängern wir das Elend einfach in die Zukunft mit BGE, Fairtrade und SPD.
Flatterinho überraschte. Schwach, maulfaul und harmoniesüchtig. Absage an jede Form der Revolution. Da öffnen sich gelegentlich Zeitfenster, in denen Texte möglicherweise etwas bewirken, träumt er vor sich hin. Vor Schreck bleibt mir eine Auster in der Kehle stecken, während ich meinem Broker Anweisungen für meine nächsten Investitionen gebe. Keine Erwartungen, keine Ideen. Fragen, aber keine Standpunkte.
Es war tatsächlich außerirdisch, wie leicht man die Konifere der roten Netzkolchose von Kleinbloggersdorf auf das dünne Eis sozialdemokratischer Belanglosigkeiten führen konnte. Und siehe da: das Eis hielt. Gewogen und für zu leicht befunden. Daher war dieses Gespräch schon ein Menetekel für die Zukunft der linken Linken - um ein letztes Mal den albernen und für eine seriöse Analyse völlig untauglichen Begriff der Gaulandgeprellten zu verwenden. Wenn wir in dieser lauwarmen Plauderstunde das ganze Spektrum der Linken gesehen haben, sollten wir alle Hoffnung fahren lassen. Danke für nichts.

Kommentare:

  1. Ich finde, die beiden würden sich auch gut als Wladimir und Estragon in "Warten auf Godot" machen.

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  2. Hat denn wenigstens die Auster inzwischen den Weg alles Irdischen gefunden? Irgendwie muss es ja weiter gehen.

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  3. Das war so zu erwarten. Es gibt aauch keine realen Linken in Deutschland, nur solche, die sich dafür halten. Wie in allen anderen deutschen Leben sind Geld, Status und Dominanz die bestimmenden Kennzeichen des Lebens, denen die linken Thesen und Ziele zum Opfer fallen. Ihren wohligen Worten werden sie daher keine Taten folgen lassen.

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  4. Ach das war doch nur Werbung.
    Vielleicht sogar Bewerbung.
    Ganz heißer Stoff, sollten zu YouTube und Karrieren als "Influenzer" anstreben.
    Heilsalben und crazy Schminktipps.

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  5. Bitte reichlich Spenden nicht vergessen..., wenn euch unser/mein Blog gefällt!

    "Linkes links sein" = "Arbeiterklasse" vom Sofa in die Weltrevolution predigen

    "Ganz Linkes links sein" = Brandmarkung Andersdenkender/Andersgläubiger als Antisemit in Dauerschleife.

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  6. Das sind schon keine Salonbolschewisten mehr, das sind Kinderzimmerrenegaten.

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  7. Das heißt doch Marsianer. Korigier bitte den Typo ;-)

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    1. Es war tatsächlich außerirdisch, wie leicht man die Konifere der roten Netzkolchose von Kleinbloggersdorf auf das dünne Eis sozialdemokratischer Belanglosigkeiten führen konnte. Und siehe da: das Eis hielt. Gewogen und für zu leicht befunden. Daher war dieses Gespräch schon ein Menetekel für die Zukunft der linken Linken - um ein letztes Mal den albernen und für eine seriöse Analyse völlig untauglichen Begriff der Gaulandgeprellten zu verwenden.

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