Freitag, 2. März 2018

„Fünf Kostbarkeiten“ – Feuertopf Hunsrücker Art


Bekanntlich ist der Hunsrück das größte Reisanbaugebiet Deutschlands. Der Reisanbau erfordert ganzjährig Disziplin und Ordnung, es bedarf sorgfältiger Planung und fleißiger Menschen, um genügend Reis für die ganze Bevölkerung ernten zu können.
Wir geben pro Person hundert Gramm Reis in einen Topf und begießen ihn mit Wasser, bis der Reis einen Daumen breit mit Wasser bedeckt ist. Haben Sie keinen Daumen zur Hand, nehmen Sie einen Zollstock. Der Reis muss einen Zollstock breit (nicht lang!) mit Wasser bedeckt sein. Kochen Sie den Reis fünf Minuten bei hoher Flamme auf, bis das Wasser fast verdampft ist, dann lassen sie ihn bei niedriger Flamme noch etwa zwanzig Minuten köcheln. Wichtig ist, dass sie in dieser Zeit nicht den Deckel des Topfes anheben. Wer schmult, wird lebenslang ins Saarland verbannt.
Dann braten sie Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in einer Pfanne an. Wenn alles goldbraun ist, geben sie die fünf Kostbarkeiten dazu: Dachsfett, Fischlippen, Huflattichextrakt, Hummelnasen und einen Batzen Glutamat. Das ganze so lange braten, bis es eine feste schwarze Kruste bildet. Servieren Sie das Essen mit viel Sambal Oelek in einem Feuertopf und trinken Sie dazu Original Hunsrücker Reisschnaps.
Falco – Egoist. https://www.youtube.com/watch?v=lezeUgNyTik

Kommentare:

  1. Ich bin da eher, die Pfälzer Grumbeere:

    Ich liebe es wenn Sätze nicht so enden,
    wie man es Kartoffel.

    ... darauf ein Gläschen/Flasche "Nacktarsch" von der schönen Mosel (ړײ) *cheers*

    AntwortenLöschen
  2. Mich deucht, das aktuelle Bild stellt ein so genanntes Chili con Carne dar.
    Mit Mais, so in Mexico noch nie gesehen.
    Dazu mit Hackfleisch. Hm...
    Das wahre Chili, welches ja ein Nordamerikanisches, oder besser Texanisches Gericht darstellt, ist aus mehr oder weniger klein geschnittenem Fleisch, aber auch Speck, sowie ausschließlich Bohnen, und dann natürlich noch mit Wurzelgemüse, von dem nach der langen Garzeit nichts mehr zu sehen ist.
    Und als Bewohner einer Gegend mit stark kalkhaltigen Wasser sei bemerkt, die Bohnen nicht in Leitungswasser einzuweichen sondern ein weiches Wasser aus der Flasche zu verwenden, weil sonst die Bohnen nie weich werden.

    AntwortenLöschen
  3. anstelle des Sambal Oelek empfiehlt es sich hier 3 zerkleinerte Habaneros hineinzugeben. Abgeschmeckt wird das mit 0,1 l Bier.

    Da der deutsche Dorftrottel so viel Ahnung von Chilli oder Mexiko hat, wie der Lindwurm vom Reihern, kann man ihm hier schlicht alles als dortige Regionalküche servieren. Fressen wird er es so oder so.
    Das Bohnen und Mais die gängige Mexikomischung sei, die gefälligst überall drin sein muss, wo Mexiko erwähnt wird, haben wir einer Kampagne von Unilever zu verdanken.

    Da der typische Deutsche aber eh kein richtiges Chilli runterkriegt, da es mehr als nur leicht salzig schmeckt, sind solche Rezeptempfehlunge ohnehin Perlen vor die Säue.


    AntwortenLöschen