Sonntag, 4. März 2018

Als die SPD noch Eier hatte

„Links sein heißt kein Vaterland haben, nicht um einen nationalen Standort in der Welt rangeln, sondern denen, die in diesem System das Sagen haben, die Pest an den Hals zu wünschen.“ (Thomas Ebermann)
Kann sich noch jemand an Herbert Wehner erinnern? Von 1949 bis 1983 Abgeordneter der SPD, Minister, Fraktionsvorsitzender, stellvertretender Parteichef.
Er hat es in seiner Zeit auf 77 Ordnungsrufe im „Hohen Haus“ gebracht. Das hat’s gescheppert. Nix Bätschi.
Dieser Mann hat ein ganzes Arsenal an Schimpfwörtern benutzt: Schleimer, Lügner, Flegel, Verleumder. Aber auch Invektive wie Lümmel, Quatschkopf, Pharisäer oder professoraler Dummkopf verschmähte der zornige alte Mann nicht. Die Unionsfraktion bezeichnete er in toto als nihilistischen Pöbelhaufen.
Gelegentlich wütete er auch in Frageform: „Sie sind ein Schwein, wissen Sie das?“ (21. Mai 1974 an den Abgeordneten Wohlrabe)
Gerne gab er der Konkurrenz gute Ratschläge: „Waschen Sie sich erst einmal.“ (20. März 1975 an den Abgeordneten Möller)
Geradezu ins Magisch-Rätselhafte ragen seine Beschimpfungen, wenn er den politischen Gegner mit Bezeichnungen wie Regisseur, Frühstücksverleumder oder Düffel-Doffel belegt.
Am 12. November 1981 bekommt er seine beiden letzten Ordnungsrufe. Nr. 76 für „Sie verwechseln den Bundestag mit der Oktoberwies’n, Sie Flaschenkopf“ (an den Abgeordneten Riedl, CSU) und Nr. 77 für „Staatszerstörer“, womit die ganze Union gemeint war.
Inzwischen sind die Christdemokraten die besten Freunde und Koalitionsgenossen von Wehners Nachfolgern. Wo sind heute die Vollblut-Sozis, wenn man sie braucht?
Patrice Rushen - Forget Me Nots. https://www.youtube.com/watch?v=Amzp7W0RkPA

Danke für die Fortsetzung des Horrors bis 2021, liebe Spezialdemokraten.



Danke für die Fortsetzung der weltweiten Aufrüstung. Weiter so, SPD!

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