Samstag, 10. Februar 2018

Zur Psychopathologie des Berufspolitikers


Blogstuff 192
„Komm, lass uns gehen
Schnee schauen, Sake trinken
Taumeln wie Flocken“
(Matsuo Bashō)
Causa Schulz: from zero to hero vor einem Jahr, als wäre die SPD ein Actionfilm. Und jetzt ist die Nummer geplatzt wie ein Kondom von Al Bundy. Der Mann wird 2019 so vergessen sein wie eine Stummfilmdiva.
Gentrifizierung ist in erster Linie Arisierung.
Es wächst zusammen, was zusammen gehört: Staaten und Konzerne werden totalitär, die Bevölkerung pflegt einen puritanischen Gesinnungsterror.
Die Progressiven in den Großstädten waren schon immer gut vernetzt. Die Konservativen in der Provinz kannten einander nicht, höchstens in ihrem unmittelbaren Umfeld. Für sie ist das Internet die große Chance. Im Nachhinein betrachtet hat das Netz den Rechten und der Anti-Aufklärung Tür und Tor geöffnet. Twitter-Trump hat den Schatz der Hillbillies als erster gehoben.
Soeben von mir erfunden: der Mexican-Chinese Hot Dog. In einer weichen Reismehltortilla ist ein Würstchen mit Glasnudeln, Ketchup und Guacamole. Lecker! Nächste Woche: Involtini bavarese.
Ich öffne eine Tür und überrasche einen Mann, der gerade seinen Pudel küsst.
Männer können kein Leben in die Welt setzen, sie können keine Kinder bekommen. Aber sie können Leben retten. Warum kommen so wenige auf diesen naheliegenden Gedanken?
Er hatte den Handschuhladen von seinem Onkel geerbt. Es war August, brütend heiß und kein einziger Kunde betrat sein Geschäft.
Bei Facebook gibt es herrlich sinnlose „Tests“, bei denen du noch nicht mal Fragen beantworten musst. Du loggst dich nur mit deinem Profil ein. Auf die Frage „Welches Gewürz bist du?“ bekam ich die Antwort „Safran“. Aha. Da frage ich mich wiederum, ob wirklich ein Algorithmus das Ergebnis berechnet oder ob ein Schimpanse an einem Rouletterad dreht.
Politiker sind wie Kaufleute. Erst drehen sie dir irgendeinen Scheiß an. Dann reden sie ihn schön.
Interessantes Gesprächsthema für Ihre nächste Party: Diskus kommt aus dem Altgriechischen und heißt Platte, Diskussion kommt vom lateinischen Wort für Untersuchung. Beide haben nichts miteinander zu tun.
Wenn ich die ganzen Freizeitanlagen sehe, die es heute gibt. Wir haben früher mit Kartoffeln gekegelt, wir haben uns aus Lumpen und Tesafilm Fußbälle gebastelt.
Substantive und Verben gehen oft getrennte Wege. Das Kalb kalbt nicht, die Sülze sülzt nicht und der Reiher reihert nicht.
Mein Lieblingskommentar zur Blogstuff-Reihe: „Hallo, ich bin wichtig. Wenn ich über einen Witz nicht lachen kann, schreibe ich einen Leserbrief.“
Die Vermarktung des Ausnahmeschriftstellers und Gesamtkunstwerks Andy Bonetti hat jetzt übrigens die Medienagentur „Butter & Fisch“ übernommen.
Die SPD ist ein Paradoxon: Wir erwarten nichts von ihr, aber wir sind dennoch von ihr enttäuscht.
The Verve - The Drugs Don't Work. https://www.youtube.com/watch?v=ToQ0n3itoII