Dienstag, 27. Februar 2018

Der letzte Dienstag in der Geschichte der Menschheit



Blogstuff 197
“Wenn es finster wird auf Erden, erwachen die Vampire und beginnen zu wandeln.” (Stephan Hermlin: Ein berühmter Schriftsteller)
Wir besitzen die Freiheit, hoffen zu dürfen, aber es gibt keinen Anlass zur Hoffnung, keine Begründung, optimistisch zu sein. Wir können aber immerhin grundlos optimistisch und voller Hoffnung sein – das kann uns keiner nehmen.
Eine lustige Debatte: öffentlicher Nahverkehr umsonst. Aber er ist natürlich nicht umsonst. Man muss einen Bus kaufen, den Busfahrer bezahlen und das Benzin an der Tankstelle ist auch nicht kostenlos. Entweder wir bezahlen unsere Fahrt direkt beim Busfahrer, in dem wir ein Ticket kaufen, oder wir bezahlen das Nahverkehrssystem über unser Steuern, die wir ans Finanzamt abführen müssen. Oder die Daimler AG verschenkt die Busse, Aral verschenkt das Benzin und die Busfahrer machen ihren Job ehrenamtlich. Aber dann müssten die Stahlkonzerne auch ihr Blech an Daimler verschenken und die Arbeiter den Bus ehrenamtlich zusammenbauen, mit Maschinen, die nichts gekostet haben und Strom, den es umsonst gab usw. „There ain’t no such thing as a free lunch“, wissen wir seit 1966 von Robert A. Heinlein (”Revolte auf Luna”).
„Sie sind Mitarbeiter der Abteilung ‚Investigativ, bis der Arsch platzt‘. Ihre Namen, ihre Gesichter, ihr Arbeitsplatz – alles streng geheim. Die Navy Seals von Bonetti Media. Wir haben Sie besucht. Lesen Sie den Bericht bei Kiezschreiber +. Nur 99 Cent im Probe-Abo.“
Achten Sie bitte bei Facebook e tutti quanti auf Großbuchstaben und Ausrufezeichen, bevor Sie mit dem Lesen anfangen. So vermeiden Sie die Kontaminierung mit Nazi-Inhalten und komplettem Schwachsinn.
Hätten Sie’s gewusst? MC Bonetti hat seine Rapperkollegen bei einem Drive-by-Shooting in Wermelskirchen kennengelernt.
Unsere Biographie als Tag: nach dem Aufstehen ein Glas Milch, vormittags sind wir in der Schule, das Mittagessen nehmen wir auswärts ein (die Lehr- und Wanderjahre), wir arbeiten den ganzen Nachmittag, abends sitzen wir gemütlich auf dem Sofa, genießen einen letzten Happen und dann schlafen wir ein.
„Es ist aber auch immer irgendwas. Haste das gesehen? Da fährt schon wieder ein Auto vorbei. Man kommt nicht zur Ruhe. Ständig ist hier was los. Man kommt zu nix.“ (am Küchenfenster)
Was ich an Hazel Brugger mag, ist nicht nur die Präzision ihrer lakonisch vorgetragenen Beobachtungen und Phantasien, sondern ihr stoischer Gesichtsausdruck. Ist es eine Persiflage auf die Botox-Fressen der Medienwelt? Seit Buster Keaton hat niemand mehr mit diesem Blick, mit dieser vollkommenen Ausdruckslosigkeit seine Pointen vorgetragen.
Hätten Sie’s gewusst? Nur die SPD hat aktuell weniger Punkte als der 1. FC Köln auf Tabellenplatz 18.
Es geht ständig aufwärts in Deutschland. Ins Gewöhnliche. Ins Banale. Ins tausendfach Gesehene.
Datenschutz? Die Bullen sind über die Ernteausfallversicherung auf meine Cannabis-Plantage gestoßen.
Meine Liebeserklärung an A.Nahles: Cameo - She's Strange. https://www.youtube.com/watch?v=kbN1rVNTexo

Ich finde es gut, dass Übergewichtige jetzt auch zu den Bevorzugten gehören, wenn es um Sitzplätze in der Bahn geht. Mein Bauch ist jedenfalls gut getroffen.

Kommentare:

  1. +++ LIVE TICKER +++

    Viele Mitarbeiter krank
    :
    Zahlreiche Zugausfälle bei der Landesbahn
    Wirtschaft|27.02.18
    Bei der Hessischen Landesbahn fallen am Dienstag viele Züge aus. Als Grund wird die Grippewelle genannt. Verbindungen in den Hintertaunus sind besonders stark betroffen.

    ... weisstebescheid, da DU ja kaum den Flieger (zuletzt 2012) nimmst (ړײ)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bei dieser Kälte verlasse ich das Haus nicht. Im Hintertaunus sind nur noch die Gräber meiner Vorfahren.

      Löschen
  2. Diese Sache mit der Hoffnung....
    Wenn Ich also voller Hoffnung bin stelle ich ein blödes, debil grinsendes Etwas dar.
    ( Subjekt ?? Habe das noch nicht ganz begriffen. )
    Völlig verblödet. Ich "darf" zwar hoffen, aber es bringt nix.
    Eine Sicht, die mich am frühen Morgen doch etwas betrübt. So ohne Frühstück.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Deprimierend: du wirst sterben. Schön: nicht sofort. Daher: Piccolöchen aufmachen, Frühstück mal anders.

      Löschen
  3. Morgens Sekt ? Uäh..........
    Und dann die Einsicht, gut, ich lebe, aber wie lange noch ?
    Nein, das bringt mich nicht weiter.
    Die Hoffnung ist doch mit das Einzige, was einen noch weitermachen lässt.
    Ansonsten könnte man sofort nach erlangen einer rudimentären Erkenntnis, so etwa ab 16,
    den Stecker ziehen.
    Man wäre sogar um die schöne Zeit der jugendlichen Melancholie gebracht. Kein Punk, keine The Cure, keinen Blues, kein kleines rothaariges Mädchen (Charlie Brown), daß man nie erreichen wird.
    Also bitte nicht schon morgens derartige Knüppel auf den ohnehin schon dicken Schädel.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mein Schädel ist auch dick, habe gestern meine wöchentlichen Einkäufe gemacht und gerade den Rest der zweiten Weinflasche vernichtet. Bringt ja nix, diese Überbleibsel im Kühlschrank. Ins Büro muss ich auch nicht, das Büro ist ein Stockwerk höher als das Schlafzimmer. Was mich jetzt aufbauen würde, wäre "Texas-Feuerzauber", aber den gibt's ja nicht mehr. Habe aber gerade einen Text über diese Eintopf-Legende geschrieben. Freu dich ;o)))

      Löschen