Mittwoch, 17. Januar 2018

Verblüffende Fakten, die selbst Kenner der Materie überraschen dürften

Blogstuff 187
„Ihre Waffenfabriken bauen sie, weil sie Frieden wollen; ihre Konzentrationslager, weil sie die Wahrheit lieben; Gerechtigkeit ist der Deckmantel für jede Parteiraserei; politische Gangster sind Erlöser, und Freiheit ist das große Wort für alle Gier nach Macht. Falsches Geld! Falsches geistiges Geld!“ (Erich Maria Remarque: Arc de Triomphe)
Go to hell, verdammte Anglizismen, die sich durch die Backdoor in unsere Sprache schleichen. Wir Deutschen „machen“ keine Liebe, wir vögeln. Bei uns „macht“ nichts einen Sinn, der ergibt sich – oder eben nicht. Französisch klingt doch wesentlich eleganter. Coup de grâce zum Beispiel. Da denkt man vielleicht an einen Eisbecher oder ein raffiniertes Verbrechen. Aber in Wirklichkeit heißt es Gnadenstoß.
Gerade im kulinarischen Bereich sind die Anglizismen offenbar verführerisch. Seit Jahrhunderten essen die Deutschen Frikadellenbrötchen, ohne es an die große Glocke zu hängen. Dann kommen die Amis mit ihrem Voodoo-Marketing, bunten Selbstbedienungs(!)-Restaurants und ihrem Ketchup – und schon verkaufen sie uns Hamburger für viel Geld, die noch nicht mal so gut schmecken wie die Frikadellenbrötchen vom Metzger.
Wir müssen da vom Ausland lernen. Warum nennen wir unsere Schweinskopfsülze nicht „Familienglück“? Und den Grünkohl „Acapulco Gold“?
Wie man es macht, macht man es verkehrt: Ziehe ich ein schwarzes Shirt an, sieht man meine Schuppen, ziehe ich ein weißes Shirt an, sieht man meine Schweißflecken.
Das Telefon klingelt nicht mehr, obwohl wir den Vorgang mit diesen Worten umschreiben. Es summt und brummt, es gibt Musik von sich – und einige ironische Zeitgenossen haben sogar ein altertümliches Telefonklingeln digital installiert. Das sind natürlich die größten Arschkrampen, die man im Zug treffen kann. Ganz abgesehen davon, dass es ja Telefone im eigentlichen Sinne nicht mehr gibt.
Die Propagandakompanie Juri Gagarin, die Speerspitze der Arbeiter- und Bauernmacht in der deutschen Werbebrangsche, präsentiert den neuen Slogan unseres Unternehmens: Bonetti Media – schneller als das Licht.
Was ist, über dreihundert Jahre nach dem Beginn der Aufklärung, von der Idee der Freiheit geblieben? Wettbewerb und Egoismus in Wirtschaft und Gesellschaft; Wissen ist ein Instrument zur Erzielung von Profiten. Der alten Kaste der adligen Feudalherren ist eine neue Kaste nachgewachsen, der Kreis hat sich geschlossen.
Der Einheitsvertrag, den Schäuble und Krause 1990 ausgehandelt haben, hatte dieselbe verheerende Wirkung auf die "neuen Bundesländer" wie der Versailler Vertrag auf die Weimarer Republik.
Jetzt gehen in Pjöngjang oder wie das Kaff heißt ja wieder mal Olympische Spiele los, derweil Meister Bonetti mit der Ruhe eines Fakirs auf seinem Nagelbrett darauf wartet, dass Essen und Trinken endlich eine olympische Disziplin wird.
Was passiert eigentlich, wenn der ökonomisch wichtigste Teil unserer Bevölkerung – und das sind zweifellos die gefühlten dreißig Millionen Rentner – streiken? Massenentlassung bei den Anbietern von Kreuzfahrten und Krise der Werftindustrie. Die Einschaltquoten von ARD und ZDF fallen ins Bodenlose. Enten verhungern in den Parks, Tauben in den Innenstädten. Akuter Fachkräftemangel bei der Enkelbetreuung. Die Hersteller von Bekleidung in den Farben Beige und Hellgrau machen bankrott. Apotheker begehen reihenweise Selbstmord. Was wird aus der Kukident- und Doppelherz-Produktion, aus dem Romika-Schuh und dem Pepitahut?
Grundsteuerreform? Gibt’s dazu ein Katzenvideo, das mir die Sache erklärt?
The Chambers Brothers - Time Has Come Today (1966). https://www.youtube.com/watch?v=skeHO0V6-mM