Samstag, 27. Januar 2018

An was erinnern wir uns?

Zehn Jahre ist es jetzt her. 2008. Was fällt Ihnen spontan zu diesem Jahr ein? Mir fallen natürlich erst einmal private Dinge ein. Reisen nach Japan und in die Schweiz, der Beginn meiner Tätigkeit als Kiezschreiber im Berliner Brunnenviertel, mein erster Krimi, der im März 2009 im Emons Verlag erschien.
Dann sehe ich bei Wikipedia nach, was uns damals alle bewegt hat. Klar! Die Finanzkrise, als Lehman Brothers Pleite ging. Jauchzet und frohlocket, der Turbokapitalismus ist in der Krise. Obama wird zum US-Präsidenten gewählt und einige Menschen versprechen sich unsinnigerweise Frieden wegen dieser Personalrochade im Weißen Haus.
Bayern München wird deutscher Fußballmeister und DFB-Pokalsieger. Deutschland verliert das Endspiel um die EM gegen Spanien. Olympische Spiele in Peking.
Bei einem Zyklon sterben in Myanmar 80.000 Menschen, 70.000 sterben bei einem Erdbeben in China. Die Erde erwärmt sich. Es ist das Internationale Jahr der Kartoffel (UNESCO) und das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs.
Jean-Marie Gustave Le Clézio erhält den Literaturnobelpreis, Martti Ahtisaari den Friedensnobelpreis.
Über so viele Dinge haben wir damals nachgedacht, gesprochen und gestritten. So vieles ist vergessen. Geändert hat sich nichts.