Mittwoch, 13. Dezember 2017

Spelunke, Gosse, später Triumph


Blogstuff 178
„Ein Mann mit einer Uhr weiß, wie spät es ist. Ein Mann mit zwei Uhren ist nie ganz sicher.“ (Robert Anton Wilson: Schrödingers Katze)
Ich habe neulich schon vom Duschen Seitenstechen bekommen. Werde ich alt?
Eines haben die Leute begriffen: Wenn sie rechte Protestparteien wählen, bewegt sich das politische Establishment, wenn sie linke Protestparteien wählen, passiert nichts.
Ich bin drüber weg. Ich stehe nur noch gelegentlich nachts vor ihrem Fenster und schieße mit der Pumpgun auf jede Silhouette.
Das Filmprojekt „Trauzeuge vs. Predator“ wird von Bonetti Media voraussichtlich ab 2018 in der Karibik und im Baumarkt Wipperfürth realisiert.
Ich bin immer noch gegen den Vietnamkrieg.
„Die Spezialisierung bei der Herstellung von Lederwaren ging im Mittelalter bei den Zünften so weit, dass man je nach der Feinheit des Leders, aus dem Beutel hergestellt wurden, zwischen dem Beutler (feines Leder) und dem Säckler (grobes Leder) unterschied.“ (Wikipedia: Beutler)
Nachlässig, feige und schwach sind wir gewesen, als die rechte Front in die deutschen Parlamente marschiert ist. Nachlässig, feige und schwach. # Fluch unserer Generation.
Revolution = Bürgerkrieg, der gewonnen wurde. Aufstand = Bürgerkrieg, der verloren wurde.
„Erwarten Sie noch jemanden?“ fragt der Kellner, als ich mich alleine an einen Tisch im Restaurant setze. Ich schüttele nur den Kopf. Ich erwarte nichts mehr.
Ich bin mit drei Freunden beim Griechen. Weil ja generell in Deutschland nicht scharf gewürzt wird, hat einer von den Jungs getrocknete Chilischoten dabei. Ich haue mir drei Stück ins Gyros und finde es geil. Beim Essen reden wir über Chili, über Wurstbuden, an denen man Formulare unterschreiben muss, falls der Krankenwagen kommen muss usw. Schärfe im Essen ist ein Männerthema. Natürlich geht es auch darum, sich nach dem Würzen mit Chilischoten nicht in die Augen zu fassen. Welcher Trottel macht das? Wer? Ich bin jetzt 51 und habe überhaupt nichts gelernt. Außer: sich nix anmerken lassen, wenn einem der Augapfel brennt wie Hölle.
Für die Rubrik „Julius-Streich des Monats“ bin ich auf der Seite der Partnerbörse „Gleichklang.de“ unterwegs. Dort kann man auch Partner nach den Kategorien „Ökologie“ „Pansexuell“ oder „Gerechtigkeit“ (SPD-Wähler?) auswählen. Ich suche einen asexuellen veganen Kirchentagsgrünen mit Interesse an einer Fernbeziehung, den ich auf den Steakabend meiner AfD-Ortsgruppe locken möchte. Diese Seite ist so diskrimierend! Wo sind die Rubriken „Adipös“, „Carnivore“ und „Flatulenzsymphoniker“?
Wieviel Einbildung und Selbsthypnose ist nötig, um ein Arbeitsleben durchzuhalten? Manche reden sich ihre eigene Bedeutung ein. Sie haben „Verantwortung“, sie glauben, andere Menschen könnten ihre paar Handgriffe nicht ebenso routiniert erledigen. Andere reden davon, dass sie die ganze Woche „hart arbeiten“ müssen. Berufstätigkeit wird zum stillen Heldentum und zum Anlass von tröstendem Selbstmitleid. So schmuggelt man sein kümmerliches Rest-Ich durch die langen Jahre des kargen Broterwerbs.
The Human League - Being Boiled. https://www.youtube.com/watch?v=I_NStTkSRQw
Mörder im Partnerlook.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen