Freitag, 22. Dezember 2017

Kurzschluss beim Superwastl?

Der Superwastl nennt es “Beschäftigungsanreiz” und muss aufpassen, dass er nicht lachen muss, wenn er es sagt. Denn der Superwastl hat sich beim erfolgreichsten konservativen Politiker, den Deutschland je hatte, etwas abgeschaut: Hartz IV. Nur heißt es bei ihm anders: Wastl IV.
Bisher haben Arbeitslose Arbeitslosengeld bekommen. Wenn das Arbeitslosengeld ausläuft, bekommt man eine Notstandshilfe von bis zu 95 Prozent der bisherigen Bezüge. Die Notstandshilfe, ein sehr schönes Wort übrigens, wird abgeschafft, der Arbeitslose bekommt dann nur noch die „Mindestsicherung“, die früher Sozialhilfe hieß.
So werden die Arbeitslosen jeden Job annehmen. Der Niedriglohnsektor, der sich in Deutschland bereits bewährt hat, kommt jetzt auch nach Österreich. Über siebzig Jahre nach dem Tod des Führers sind beide Länder in einer Neuauflage des Reichsarbeitsdienstes wieder vereint. Danke, Superwastl!
Vermögen über 4.189 Euro und selbstgenutzte Immobilien werden übrigens in die Mindestsicherung einbezogen. Großartig. Warum sollten nur die Deutschen den Segen der Altersarmut genießen? Fettreiche Speisen und Bewegungsmangel sind die Geißel des Alters. Endlich sehen wir auch in Linz und Innsbruck Pfandflaschensammler mit Rollator.
P.S.: Mit Heinz Faßmann ist auch ein Deutscher in der österreichischen Bundesregierung. Sollte Frau Merkel im Gegenzug DJ Ötzi als Dancefloor-Minister nehmen? #großdeutsche Lösung
Weitere Kurzgeschichten folgen in Kürze

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