Freitag, 8. September 2017

SPD - the bottom is the limit


Blogstuff 151
„Nachts, wenn alle Bücher träumen, geht das Lesezeichen auf die Reise.“ (Johnny Malta: St. Goar statt Goa)
Kennen Sie das? Sie sind auf dem Weg in ein ganz bestimmtes Restaurant. Während Sie die letzten Meter zurücklegen, sind Sie voll im Tunnel. Hochkonzentriert wie ein Leistungssportler. Sie wissen genau, was Sie essen wollen. Was Sie dazu trinken werden. Welcher Kellner Sie bedient. An welchem Tisch Sie wie immer sitzen. Sie können das Gericht, das Sie in wenigen Minuten bestellen, praktisch schon auf der Zunge schmecken. Sie sind in diesem Augenblick in einer Art Raumkapsel, wie ein Schachgroßmeister bei seinem entscheidenden Zug. Und dann hat der Laden geschlossen. Betriebsferien. Sie sind wie vor den Kopf geschlagen und stehen minutenlang planlos in der Gegend rum. Beim Navi heißt das „Neuberechnung im Gang“. Endet gewöhnlich mit einer Currywurst und Pommes Rot-Weiß.
Über seinem Flohmarkttisch prangte das Schild „Der Stand der Dinge.“
Verstand – Verständigung – Verständnis
„Warum muss der Sohn betteln?“ (Graffito im U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz)
Aufgepasst, Ackerboys und Ackergirls! Ab September erscheint unser neues Magazin: das „Tomaten-Echo“. Es geht um euren Garten, um euren Balkon. In unserer ersten Ausgabe: „Der Kreuzkümmel – das unbekannte Wesen“, „Auf der Mauer, auf der Lauer – Schneckenjagd im Digitalzeitalter“ und „Die Top Ten der Frühkartoffeln“. Mit großem Preisausschreiben und Aussaathoroskop.
„Wenn es um räumlich und zeitlich begrenzte Aufgaben geht, sind sie gerissen. Nicht schlau, aber gerissen. Wenn es um größere Aufgaben geht, versagen sie völlig.“ (Urteil eines Expeditionsleiters einer extraterrestrischen Kultur nach einem Besuch der Erde)
Warum reisen die Menschen überhaupt noch, wenn sich doch nur die Kulisse ändert, vor der sie in ihr Smartphone starren? Ihren medialen Kokon verlassen sie doch sowieso nicht mehr. Reicht es nicht, wenn man sich einen Datenhelm aufsetzt und sich Paris im eigenen Wohnzimmer anschaut? Es würde zumindest die Umwelt schonen.
Wir benehmen uns alle wie Frontsoldaten an ihrem ersten Tag. Ständig denken wir: „Mir wird schon nichts passieren.“
Lustige Fakten, Teil 98: Die Politik arbeitet im Rahmen der allgemeinen Volksverarschung wie ihre Vorväter aus der christlichen Fraktion. Man verspricht uns für die Zukunft goldene Zeiten, wenn wir nur in der Gegenwart Verzicht üben. Jetzt sparen, später genießen. Und die Nummer verkaufen sie uns, bis wir auf dem Sterbebett liegen. Auch in der Sozialwissenschaft ist mir diese Lüge verkauft worden: Menschen, die Bedürfnisse aufschieben können, seien angeblich klüger sein als Menschen, die für sofortige Bedürfnisbefriedigung plädieren. Ich sage: das Gegenteil ist richtig. Wer weiß, ob du morgen noch lebst. Lebe im Hier und Jetzt. Nimm den Schokoladenkuchen zum Nachtisch, verschieb es nicht auf nächste Woche.
Um die Schmach der letzten Jahre zu tilgen, heißt der geplante Hauptstadtflughafen jetzt Frankfurt-Schönefeld.
Warum gibt es eigentlich Wohnungsnot in den großen Städten? Da wird viel gelabert. Der Hauptgrund: man will gar nicht, dass die vielen Emigranten in Deutschland Wurzeln schlagen. Man braucht nun mal einen Job und eine Wohnung. Und eine Wohnung kriegst du nicht, wenn du Ali oder Ahmed heißt. Die Wohnungen haben deutsche Eigentümer und die wollen deutsche Mieter. Das ist eine hinterfotzige Form von Apartheid, die gar nicht groß auffällt. Schon gar nicht den Medien. Politiker reden erst gar nicht über diesen Aspekt des Wohnungsmarkts. Wozu sollte man sich in die Karten schauen lassen? Für die linksliberale Öffentlichkeit war man 2015 tolerant, für die konservative Öffentlichkeit ist man 2017 König der Wagenburg. Nach der Wahl: GroKo Reloaded.
Dunkle Wolkengebirge schieben sich drohend über das Land wie feindliche Raumschiffe und alles duckt sich ängstlich in seinen Hütten und Nestern, um die nächsten Stunden mit dem vergeblichen Warten auf (Fragment)
Queen – Hammer To Fall. https://www.youtube.com/watch?v=JU5LMG3WFBw

Der Wedding – Wo das Rathaus wie ein Bahnhofsklo aussieht.

3 Kommentare:

  1. Ich dachte zunächst anhand der Fliesen, es sei ein Foto vom U-Bhf Herrmannplatz:
    http://www.bilderbuch-berlin.net/Fotos/neuk%C3%B6lln_hermannplatz_u_bahn_bvg_unterirdisch_underground_gelb_fliesen_kacheln_gleis_warten_319831

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  2. Gibt es beim Tomaten-Echo auch eine Rubrik zu erotischem Gemüse? Ich frage für einen Freund.

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    1. Ja, sie heißt "Feuchter Pfirsich und heiße Möhre". Gruß an deinen Freund Harvey.

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