Samstag, 16. September 2017

Mädchen dürfen nicht ins Baumhaus


Blogstuff 155
„Ich bin frei wie ein Vogel, habe keine Idole, verbeuge mich vor nichts. Heldentum ist ein leeres Wort für mich. Die Liebe – nackte Physiologie. Kinder – eine subtile Rechnung mit der Unsterblichkeit. Der Staat – ein System der Vergewaltigung. Geld – ein Mythos. Ich lebe sorglos in den Tag hinein. Los, trinken wir auf das sorgenfreie Leben!“ (Konstantin Waginow: Auf der Suche nach dem Gesang der Nachtigall)
U-Topos – das Nicht-Örtchen: Warum sind Toiletten immer nur Gegenstand alberner Komödien, warum befasst sich die zeitgenössische Kunst nicht mit ihnen? Marcel Duchamps‘ „Fountaine“ von 1917

und die goldene Toilette im Guggenheim-Museum

– war’s das etwa schon?
Bald kommt der Herbst in unsere Firma, mit einer Aktentasche voll buntem Laub.
Wenn ich auf die letzten Jahrzehnte zurückblicke, ist schon eine Menge erreicht worden, wenn es um die Emanzipation der Frau von der Rolle der Hausfrau und Mutter geht. In Sachen Emanzipation des Mannes von der Rolle des arbeitenden Familienernährers ist dagegen kaum etwas passiert.
Um einen Hobbygärtner zu beeindrucken, der mich neulich besucht hat, habe ich im Supermarkt die größten Möhren gekauft, die ich kriegen konnte. Dann habe ich sie in meinem Garten eingegraben und vor seinen Augen wieder ausgebuddelt. Er war schwer beeindruckt. Vor seinem nächsten Besuch koche ich einen großen Topf Spaghetti und lade ihn zur Ernte an meinem Pastabaum ein.
Wu-xiu nennt man in China die Mittagspause, bei der man gerne auch ein Nickerchen macht. Laut New York Times von 1982 dauerte sie damals bis zu drei Stunden. Das ist im Kapitalismus zum Glück vorbei. Dafür haben die Chinesen jetzt mehr Geld und viele schöne Sachen.
Die Autokorrektur macht aus Sachkenntnis tatsächlich Sachsentennis. Die Maschinen übernehmen die Macht, oder? Nein. Zum Glück habe ich kein Smartphone, sondern produziere solchen Blödsinn beim analogen Lesen noch selbst.
Die Bierpreisentwicklung macht mir große Sorgen. Vor zwei Jahren hat der halbe Liter Bier in Berlin noch etwa zehn Prozent weniger gekostet. Oft steht inzwischen die Vier vorne. Als Indikator nehme ich mal die Entwicklung auf dem Oktoberfest in München, wo die Maß 1980 noch 2,40 € gekostet hat, dieses Jahr aber bis 10,95. Der Preis hat sich also zu meinen Lebzeiten mehr als verbierfacht, Verzeihung: vervierfacht. Dazu schlägt der Fiskus wirklich dreist zu: 16 Prozent Mehrwertsteuer und sechs Prozent Biersteuer beim Flaschenbier. Zum Glück trinke ich hauptsächlich Wein, dessen Preis – zumindest bei meinem Winzer und im Supermarkt - recht stabil ist. Ich könnte ansonsten bei dieser Inflation kein Auge mehr zu machen.
Haustierbesitzer versuchen einen immer mit dem Spruch „Bei anderen Leuten macht er das nie“ um den Finger zu wickeln.
Der altehrwürdige Beruf des Schlangenbeschwörers ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Die jungen Leute wollen ja heutzutage alle studieren.
„Bonetti“, brüllte der Verleger. „Wie sind Sie überhaupt zur Literatur gekommen?“ – „Mit der U 9. Ab Güntzelstraße.“
Bildung kann gefährlich sein. Neulich hat man in Palermo einen Mann erschossen, weil er zu viel wusste.
Thor hatte nur einen Hammer und wurde weltberühmt. Ich habe einen ganzen Werkzeugkasten, aber es interessiert kein Schwein.
Es gibt Lehrer, die schaffen es, ein Wunder zu vollbringen, das physikalisch unmöglich ist: in ihrem Unterricht bleibt die Zeit stehen.
Am Eingang zum Jahrmarkt in Bad Kreuznach werden Taschen und Rucksäcke nach Waffen durchsucht – aber auf dem Festgelände kann man Messer kaufen. #Terror
Da lacht der Hunsrück: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117703/3730891

Danke, Ackerboy!
Modern English - I Melt With You. https://www.youtube.com/watch?v=LuN6gs0AJls

2 Kommentare:

  1. "Es gibt Lehrer, die schaffen es, ein Wunder zu vollbringen, das physikalisch unmöglich ist: in ihrem Unterricht bleibt die Zeit stehen."

    Ich kenne Beamte, die das Raum-Zeit-Kontinuum überwinden. Sie haben um 16.00 Uhr Feierabend, sind aber bereits um 15.50 Uhr zu Hause.

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  2. Die Biertrinker müssen mal ihren A*sch hochbekommen und ein Finanzamt stürmen. Weg mit dieser menschenverachtenden Zwangsabgabe !

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