Montag, 18. September 2017

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„Hi, du süßer kleiner Wähler. Ich möchte mir dir über DIE PARTEI sprechen.“

Blogstuff 156
„Ich hatte sechs Jahre revolutionäre Tätigkeit aufzuweisen, lediglich unterbrochen von einem Jahr Festungshaft. Eher als viele andere spürte ich das Nahen des Sturms, und gelassener als sie begegnete ich ihm.“ (Alexander Bogdanow: Der rote Stern)
Wir kennen es von unseren nächtlichen Träumen: es fehlt ihnen an Logik, sie ergeben keinen kohärenten Sinn. So ist es mit unseren Tagträumen auch. Der Traummann ist ein Latin Lover, der gerne Windeln wechselt, ein Literat, der die defekte Klospülung reparieren kann. Die Traumfrau ist Heilige und Hure zugleich usw. Wie ist der Traumstaat? Er überwacht nur die Bösen mit totalitärer Präzision, den Guten lässt er alle Freiheiten. Er hält Flüchtlinge und Zigeuner fern, erfreut uns aber sonntags mit geschliffenen Reden zur Pluralität unserer Gesellschaft. Er sorgt für ein funktionierendes Gesundheits-, Straßen- und Bildungssystem, verlangt aber praktisch kein Geld dafür. Wir sind wie Kinder. Immer verlangen wir das Unmögliche.
Der Doppler-Effekt sieht aus wie eine Katze:

Quelle: Wikipedia.
In der Ökonomie spricht man übrigens vom Bonetti-Effekt: Geld geht schneller als es kommt. Diesen Zusammenhang hat Andy Bonetti zum ersten Mal 1988 auf der Rückseite eines Kontoauszugs notiert. Die Formel lautet „Geld : Zeit = Verschwindibus“. Das Tempo dieses Vorgangs liegt irgendwo zwischen Reise- und Lichtgeschwindigkeit.
Hätten Sie’s gewusst? Clarence Nash, der Donald Duck ab 1934 seine Stimme geliehen hat, ist vorher als hauptberuflicher Vogelstimmenimitator im Varieté aufgetreten. Er war auf einem Bauernhof groß geworden und hatte sich die Zeit damit vertrieben, die verschiedenen Tiere zu imitieren.
Das einzige, was bleiben wird, wenn die Zivilisation längst untergegangen und überwuchert ist, sind diese albernen Fernseh- und Spionagesatelliten im Orbit.
Bonetti hat in seinem Testament festgelegt, dass sein gesamtes Vermögen für den Bau einer Pyramide verwendet werden soll.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Großvater Milliardär war? Das war 1923.
Wenn man sieht, wie sich mancher Türsteher oder manche alleinerziehende Mutter zum Despoten entwickeln kann, muss man sich über die vielen durchgeknallten Diktatoren und Könige in der Weltgeschichte nicht wundern.
Der Beauty Case ist der Werkzeugkasten der Frau. Wann haben Männer und Frauen endlich beides?
Andy Bonetti hat einige seltsame Angewohnheiten. Im Winter lässt er sich, verpackt in einen dicken Mantel und mit einer russischen Fellmütze auf dem Kopf, von seinem Chauffeur in einem Cabrio durch die Gegend fahren. Er liest in neuen Büchern immer zuerst die Seite mit der Schnapszahl 111. Er geht nie ohne seine kleine Jadeschildkröte Orlando auf Reisen. Grundsätzlich läuft er Katzen durch die Stadt hinterher und hat deswegen schon mal einen Termin bei der Bundeskanzlerin verpasst.
Eine Marotte teilt er jedoch mit vielen großen Geistern: die meiste Zeit des Tages verbringt er im Bett. Der Philosoph René Descartes verbrachte sechzehn Stunden des Tages in seinem Bett, weil er dort besser denken konnte. Goethe und Churchill diktierten ihre Werke gerne vom Bett oder einem Diwan aus. Richelieu wickelte seine Staatsgeschäfte vom Bett aus ab, Könige und Gräfinnen empfingen ihre Besucher im Bett. In der Renaissance gehörten sogenannte Schaubetten zur Ausstattung des Adels, eine Einladung ins Bett – allerdings nur zur Konversation – war eine Auszeichnung. Damals wurden übrigens Hunde im Winter als lebende Wärmflaschen genutzt: „Von einer Eiderdaunendecke hab ich mein Leben nichts gehört. Was mich recht warm im Bett hält, sind sechs kleine Hündchen, so um mich herum liegen.“ (Liselotte von der Pfalz)
Da lacht Rheinhessen: http://www.wormser-zeitung.de/lokales/polizei/worms-feuerwehr-befreit-bestes-teil-eines-mannes-mit-trennschleifer-aus-hantelscheibe_18182723.htm
Montell Jordan - This Is How We Do It. https://www.youtube.com/watch?v=0hiUuL5uTKc

Kommentare:

  1. Wieso verlinken Sie eigentlich diesen MIM ?
    Satire ?

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    1. Weil ich so niedliches knuffiges Kerlchen bin :-)

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    2. Im Grunde genommen bin ich allerdings der Quoten-Kapitalist.

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    3. Das ist richtig. Jeder in der Blogroll erfüllt eine Quote. Es gibt z.B. eine Frauenquote von exakt 50 Prozent. NRW, Sachsen, BaWü, Hessen, Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz sind vertreten - alle Himmelsrichtungen aus meiner dörflichen Perspektive im Hunsrück. Es gibt Vollzeit- und Teilzeitangestellte, Freiberufler und Hartz IV-Empfänger. Singles, wilde Ehe, Ehe - mit und ohne Kinder. Konservative und Marxisten, sogar einen Wähler der Grünen. Zwei Personen haben einen Migrationshintergrund (1x Allgäu, 1x Istanbul)!

      An MiM ist mir besonders sein Hang zum guten Leben sympathisch. Ich pflege den gleichen Lebensstil, ohne jedoch einer geregelten Tätigkeit als Angestellter nachzugehen. Dieses Leben studiere ich in MiMs Blog. Auf diese Weise verliert der Dichterfürst Bonetti nicht den Kontakt zur den werktätigen Massen.

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  2. Hm....
    Die Kommentare werden tatsächlich gelesen.
    Erstaunlich.

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