Samstag, 30. September 2017

Die Morgenfröhlichkeit der Mongolen


Blogstuff 162

„Schriftsteller bauen Luftschlösser, Leser wohnen darin und Verleger ziehen die Miete ein.“ (Maxim Gorki)
1861 begann der amerikanische Bürgerkrieg. Aldi Nord hat gewonnen.
„Du mieses, kleines Pfeifton, Pfeifton einer Pfeifton! Mögest du Pfeifton Pfeifton Pfeifton.“ (aus „Ghetto Talk“, der amerikanischen Ausgabe von „Kiezschreiber“)
Das Bild vom Stammbaum, den jeder von uns hat, ist eigentlich falsch. Denn unsere Vorfahren – sofern sich nicht ständig Cousins und Cousinen geheiratet haben, was ich nicht hoffe – haben ja immer wieder Menschen mit einem anderen Stammbaum geheiratet und mit ihnen Kindern gehabt. Die Äste meines Stammbaums sind also mit den Ästen anderer Stammbäume verbunden. Genetisch betrachtet sind die Menschen ein riesiges Netzwerk und kein Wald von Stammbäumen. Wir sollten uns auf unsere Herkunft also nichts einbilden.
1978 kam in Großbritannien das erste „Retortenbaby“ auf die Welt. „Louise Brown meidet die Öffentlichkeit. Sie ‚fühle sich nicht als etwas Besonderes‘, sei ‚einfach ganz normal‘, gebe nicht gern Interviews und habe auch nichts Aufregendes zu erzählen“, heißt es bei Wikipedia. Sie ist inzwischen selbst Mutter. Der Fortschritt von gestern ist heute keine Nachricht mehr.
Die gute Nachricht: ein Glas Rotwein am Tag verringert das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Die schlechte Nachricht: ein Glas roter Traubensaft hat den gleichen Effekt.
Hätten Sie’s gewusst? Elisabeth II. ist immer noch die Königin von Kanada.
„Ich sehe Schlangen aus Eisen und Flüsse aus Stein, über die Wigwams auf Rädern rollen. Mit Donner und Getöse fährt der weiße Mann über den Himmel und alle Pfälzer werden verdammt sein, den ganzen Tag in ein Viereck aus Licht zu starren.“ (Prophezeiung von Häuptling Leichter Schatten aus Kaiserslautern, 1788)
Niemand interessiert sich für deine Sorgen, wenn du kein Star bist. Erst wenn die versammelte Weltpresse gemeinsam mit dir über einen abgebrochenen Fingernagel trauert, hast du es geschafft.
Können die Menschen in Nordkorea den Namen ihres Landes eigentlich korrekt aussprechen oder sagen sie Noldkolea?
Seit wann dürfen sich Börsenastrologen eigentlich Wirtschafts“wissenschaftler“ nennen?
Es ist die Zeit der Pilzsammler und damit auch Zeit für die berühmten Tagliatelle Bonetti. Steinpilze und Garnelen in Knoblauchöl braten und mit Bandnudeln servieren – ganz einfach.
Achtung, an alle Österreicher oder Reichsbesucher! Ab morgen, 1.10.2017, tritt das „Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz“ bei unseren Nachbarn im Süden in Kraft. Nicht nur die Burka, sondern auch anderen Formen der Gesichtsbedeckung sind verboten. „Ausgenommen vom Verbot sind Verhüllungen, die im Rahmen künstlerischer, kultureller oder traditioneller Veranstaltungen oder im Rahmen der Sportausübung“, wie es bei Wikipedia heißt. Masken also nur zum Maskenball oder im Karneval, Eishockeytorhüter dürfen ihren Gesichtsschutz nur beim Sport tragen, Clowns ihre Verkleidung nur im Zirkus oder auf der Bühne, Chirurgen ihren Mundschutz nur im OP, Geishas ihren Fächer nur in japanischen Restaurants. Die Verhüllung des Gesichts mit einem Schal ist nur ausnahmsweise bei großer Kälte erlaubt. Wenn ich also in meinem Darth Vader-Outfit ein Wiener Beisl betrete, gibt es keinen spontanen Applaus mehr, sondern eine Anzeige.
P.S.: Freuen Sie sich auf ein Blogstuff Spezial im Oktober. Unter dem Titel „Der Siegeszug der Kartoffel“ werde ich ausführlich über diesen Leitstern der Nutzpflanzenwelt berichten.
Rufus Thomas - Do the funky chicken. https://www.youtube.com/watch?v=j2ArZ67Bk5g

Copyright: Frank Schönhals.

7 Kommentare:

  1. Ein trockener Roter hat sicherlich weniger Zuckeranteil als der rote Traubensaft.
    2:1 für den Wein! ;-)

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  2. ... (Prophezeiung von Häuptling Leichter Schatten aus Kaiserslautern, 1788)

    Fühle mich damit angesprochen, da ich aus K-town komme ;)
    und auf das Grumbeere - Spezial freue ich mich ganz ARiG... gibbel !

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    1. Dann bist du hoffentlich kein Fußballfan. Ich war am 16.8.1977 zum ersten Mal auf dem Betzenberg (ich lese gerade mein Tagebuch von 1977, da liegen noch die Eintrittskarten drin).

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    2. DOhoooch... (ړײ)

      hatte sogar einmal - in den 80zigern - eine DauerSitzplatzKarte auf/in/für der/die Nordtribüne
      + habe, dem Fritz Walter (auf´m Betze) einmal die Hand gedrückt !!! *angeb*

      Vielleicht haben WIR uns sogar gesehen !

      *zwinkerndAUGENROLLendJETZTaberkeinenVEREINmehrhab...seufz*

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    3. Wahrscheinlich haben wir uns gesehen. Ich war der gutaussehende Typ mit dem Blog ;o)

      1996 war ich im Berliner Olympiastadion beim Pokalsieg des FCK.

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    4. ... ♥ !!! *1996...äbislneidvollguckt*

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